Panne Twitter-Finanzchef twittert versehentlich über Firmenkauf

Der Finanzchef von Twitter hat eine private Nachricht als Tweet veröffentlicht. Es ging um die Übernahme einer Firma - deren Name wurde allerdings nicht weiter benannt.

Wie groß ist WhatsApp wirklich?
Am Dienstag veröffentlichte Whats-App aktuelle Nutzerzahlen. Das Ergebnis: Mehr als eine halbe Milliarde Menschen auf der Welt nutzt die Chat-App. Aber wie viel sind 500 Millionen im Vergleich zu anderen Kommunikations- und Networkplattformen? Quelle: dpa
Verglichen mit der internationalen Konkurrenz ist  Xing nur ein kleines Social Network. Trotzdem ist es das größte berufliche Netzwerk in Deutschland. Dabei können Nutzer sich nicht nur beruflich (und privat) vernetzen, sondern auch Stellenangebote und –gesuche inserieren. Mittlerweile hat Xing weltweit rund 14 Millionen Nutzer. Der größte Teil daraus (7 Millionen) stammt aus Deutschland (Stand: Dezember 2013). Quelle: dpa
Die Plattform Vimeo bietet seinen etwa  100 Millionen Besuchern (Firmenangaben) die Möglichkeit, eigens produzierte Filme hochzuladen und fremdes Material anzusehen. Dabei dürfen nur von Personen Filme hochgeladen werden, die auch maßgeblich an der Entstehung des Produkts beteiligt waren. Besonders auffällig: Rund 400.000 Nutzer des Video-Dienstes zahlen monatlich zwischen 60 und 200 Dollar für die Nutzung.
Tumblr: Im Jahr 2007 wurde die Blogging-Plattform Tumblr gegründet. Die Nutzer können Texte, Bilder, Links und Videos veröffentlichen. Laut dem Statistik-Portal „Statistia“ hat die Plattform im vergangenen Jahr in etwa 110 Millionen monatliche Besucher. Mittlerweile gehen Schätzungen sogar von 130 Millionen Nutzern aus. Seit 2013 gehört das Unternehmen zu Yahoo.
Instagram: Die Foto-App Instagram hat nach Firmenangaben vor kurzem die rund 200-Millionen-Nutzer-Marke durchbrochen. Mit eingebauten Farb- und Effektfiltern lassen sich gewöhnliche Schnappschüsse des Alltags in eigene kleine Kunstwerke verwandeln. Etwa 20 Milliarden Fotos sind bei Instagram derzeit im Umlauf.
Der Kurznachrichtendienst Twitter ist in besonderem Maße von seinen Nutzern abhängig – denn seit 2013 ist Twitter an der Börse. Und die Anleger betrachten die Entwicklung der Nutzerzahlen ganz genau, als Indikator für den Gesundheitszustand des Unternehmens. Im vierten Quartal 2013 verzeichnete das Unternehmen 241 Millionen aktive, monatliche Nutzer. Tendenz: stagnierend. Quelle: dpa
Etwa 57 Millionen Menschen nutzen das soziale Bildernetzwerk Pinterest. Der Name des Netzwerks setzt sich aus dem englischen „pin“ (anheften) und „interest“ (Interesse) zusammen. Damit ist der Name bereits Programm: Mittels Bilder und Fotos können die Nutzer ihre eigenen Interessen an virtuelle Pinnwände anheften und die Interessen anderer Mitglieder sehen. Quelle: dpa
LinkedIn ist ein Karrierenetzwerk, das dabei helfen kann sich mit Kollegen, beruflichen Kontakten und Partnern aus anderen Unternehmen zu vernetzen. Im vierten Quartal 2013 veröffentlichte das amerikanische Social Network seine letzten Nutzerzahlen: Insgesamt gibt es 300 Millionen registrierte Mitglieder. Wie viele davon aktiv „networken“, kommunizierte LinkedIn allerdings nicht. Seit Jahresbeginn sollen etwa 23 Millionen neue Mitglieder hinzugekommen sein. Quelle: REUTERS
Ähnlich viele Nutzer wie LinkedIn hat Google+. Auch Google+ ist ein soziales Netzwerk, verfolgt aber eine eigene Strategie. Seit 2011 betreibt auch Google sein eigenes soziales Netzwerk: Google+. Im Gegensatz zu Facebook beschränkt Google+ seine Möglichkeiten aber nicht auf eine einzige Plattform, sondern verbindet seinen Dienst mit anderen Produkten von Google. Durch die Vernetzung mit den Mitgliedern anderer Google-Dienste ist die Nutzerzahl von Google+ nicht ganz einfach zu bestimmen. Geschätzt wird, dass im dritten Quartal 2013 immerhin mehr als 300 Millionen Menschen im Monat Google+ aktiv nutzten. Quelle: dpa
Whats-App hat für die meisten Smartphone-User mittlerweile die SMS-Nachrichten verdrängt. Am Dienstag teilte das Unternehmen mit, dass rund eine halbe Milliarde Menschen weltweit seine Dienste nutzen. Die meisten Neukunden kommen derzeit aus Brasilien, Indien und Mexiko. Vor wenigen Monaten wurde der Kommunikationsdienst von dem Internetriesen Facebook aufgekauft. Der Kaufpreis: 10 Milliarden Dollar. Quelle: dpa
Skype: Noch deutlich mehr Nutzer als Whats-App hat Skype. Skype ermöglicht kostenlose Video-Telefonate zu anderen Skype-Nutzern  über das Internet. Anrufe ins Festnetz oder auf Mobilnummern sind kostenpflichtig. Im April 2013 beliefen sich die Nutzerzahlen auf 655 Millionen. Vor drei Jahren kaufte Microsoft das Unternehmen für 8,5 Milliarden Dollar. Quelle: dpa
Das Videoportal Youtube ist eine der beliebtesten Internetseiten überhaupt. Auf der Plattform können Viedos und (Kurz-)Filme angesehen und selber hochgeladen werden. Firmenangaben aus dem März 2013 zufolge erreicht die Plattform mehr als eine Milliarde Nutzer, die dabei etwa sechs Milliarden Stunden Filmmaterial ansehen. Jeden Monat.   Quelle: dpa
Facebook: Unangefochtener Spitzenreiter der Kommunikations- und Social-Media-Dienste ist Facebook. Im vierten Quartal 2013 waren, laut eigenen Angaben rund 1,23 Milliarden aktive Nutzer registriert. Seit Jahren nehmen die Nutzerzahlen zu, im Vergleich zu dem zweiten Quartal 2013 kamen nochmals etwa 40 Millionen Nutzer dazu. Besonders stark ist das kalifornische Unternehmen bei den mobilen Nutzern: mehr als 945 Millionen „facebooken“ über Smartphone, Tablet und Co. Quelle: dpa

Auch ranghohe Twitter-Manager sind nicht davor gefeit, vertraulich gemeinte Nachrichten bei dem Dienst aus Versehen öffentlich zu verschicken. Finanzchef Anthony Noto sprach sich in einem inzwischen gelöschten Tweet für die Übernahme einer nicht näher genannten Firma aus. „Ich finde immer noch, wir sollten sie kaufen“, schrieb er am späten Montag laut mehreren Medienberichten.

Zahlen und Fakten zu Twitter

„Ich habe einen Plan.“ Für wen die Nachricht eigentlich gedacht war, blieb unklar. Daraus ging nur hervor, dass derjenige sich Mitte Dezember mit einem Vertreter des Übernahmekandidaten treffen soll. Ein Twitter-Sprecher bestätigte der Finanznachrichtenagentur Bloomberg, dass Noto den Tweet versehentlich für alle sichtbar verschickt hatte. Die Twitter-Aktie reagierte kaum auf den Patzer.

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Bei Twitter gibt es neben öffentlichen Nachrichten auch die private „Direct Message“, die nur für den Empfänger sichtbar ist. Allerdings passiert es immer wieder, dass Nutzer solche Tweets aus versehen öffentlich verschicken. In einem berühmt gewordenen Fall veröffentlichte der US-Abgeordnete Anthony Weiner 2011 ein freizügiges Foto, das für eine Twitter-Bekanntschaft gedacht war. Er zog sich wenig später aus dem Kongress zurück.

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