Personaldaten Deutsche Firmen klagen über russische Datensammel-Wut

Exklusiv

Mit großer Unsicherheit reagieren deutsche Unternehmen mit Russlandgeschäft auf die Anordnung, Kunden- und Personaldaten russischer Bürger ab 1. September ausschließlich auf Servern in Russland zu speichern und zu verarbeiten.

Datenschutz Quelle: dpa

Am 29. April will der Ostausschuss der Deutschen Wirtschaft in einer internen Anhörung mit betroffenen Unternehmen und Verbänden die möglichen Konsequenzen diskutieren, berichtet die WirtschaftsWoche. Dabei soll auch ein Vertreter der russischen Datenaufsichtsbehörde Roskomnadsor die neuen Vorschriften erläutern.

Doch nicht nur die Daten der in Russland beschäftigten Mitarbeiter fallen unter die neue Regelung. Auch die Daten von Kunden und Geschäftspartnern sind nach Einschätzung des Ostausschusses betroffen. Nach einem juristischen Gutachten im Auftrag des Vereins gehören zu den Personendaten „beliebige Informationen, die in einem direkten oder indirekten Verhältnis zu einer bestimmten oder zu bestimmenden natürlichen Person stehen“. Kauft ein Russe einen Mercedes in London, müsste der Autohersteller diese Transaktion auf einem russischen Server speichern und abwickeln.

Noch ist unklar, wie das Gesetz mit den deutschen Vorschriften zum Datenschutz vereinbar ist.

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