Präsentationseinladungen am 10. Oktober Apple startet Produktion von iPad mini

Das nächste große Apple-Geheimnis ist gelüftet. Noch vor dem Weihnachtsgeschäft soll das lang erwartete kleinere iPad in die Läden kommen. Das Unternehmen habe die Produktion bereits gestartet.

Die heißesten iPad-Konkurrenten
Oberklasse-Fliegengewicht Quelle: PR
Mini-Klapp-Rechner Quelle: Reuters
Viel Ausstattung zum niedrigen Preis Quelle: PR
Oberklasse zum Einsteigerpreis Quelle: Reuters
Thinkpad wagt sich in die Tablet-Welt Quelle: PR
Lückenfüller Quelle: Reuters
Preisbrecher Quelle: PR

Apple hat laut einem Zeitungsbericht die Produktion seines seit langem erwarteten kleineren iPad-Modells gestartet. Das Gerät habe eine Display-Diagonale von 7,85 Zoll (19,9 cm) und eine etwas geringere Bildauflösung als das aktuelle iPad, berichtete das „Wall Street Journal“ am Mittwoch unter Berufung auf unterrichtete Personen. Mit der Vorstellung des Geräts wird noch für Oktober gerechnet. Das Magazin „Fortune“ berichtete zuletzt von Gerüchten, am 10. Oktober sollen Einladungen zur Präsentation verschickt werden.

Das kann das neue iPad
„The new iPad“ - unter diesem schlichten Namen stellte Apple-Chef Tim Cook die dritte Generation seines erfolgreichen Tablets vor. Der Markt wächst schnell - und noch immer profitiert vor allem Apple mit einem Marktanteil von rund 60 Prozent. Mit dem neuen Tablet wird Apple diesen Vorsprung wohl mindestens halten können. Quelle: dapd
Wichtigste Neuerung: Endlich hat auch das iPad wie das iPhone eine „Retina-Auflösung“. Weil das Display des iPads deutlich größer ist, bedeutet das eine Vervierfachung im Vergleich zum Vorgängermodell auf erstaunliche 2048x1536 Pixel. Das ist deutlich mehr als ein Full-HD-Fernseher (1280x1080). Die Vervierfachung hat einen guten Grund: So können ältere iPads-Apps einfach die neue Größe skaliert werden, ohne dass sie verschwommen aussehen. Die Pixeldicht beträgt nun 264 Punkte pro Zoll (PPI) - bei den beiden Vorgängern waren es 132 PPI. Nur beim iPhone 4S mit dem kleineren Display sind es noch etwas mehr. Auch wer nah an das Display herangeht, kann keine einzelnen Pixel mehr erkennen. Daher der Name Retina, wie die Netzhaus des menschlichen Auges heißt. Quelle: REUTERS
Passend zum Retina-Display hat Apple dem neuen Gerät auch eine neue Fünf-Megapixel-Fotokamera spendiert, die hier von einem Apple-Mitarbeiter demonstriert wird. Die Kamera kann auch Videos in Full-HD-Qualität ( 1920x1080) aufnehmen. Die Foto-Kamera kommt mit ihren fünf Megapixel Auflösung nicht ganz an die des iPhone 4S heran, das eine Kamera mit acht Megapixel Auflösung besitzt. Quelle: dpa
Verkaufsstart ist der 16. März - auch in Deutschland. Dann auch werden Websites wie iSuppli das neue iPad auseinandernehmen und ihm die letzten Geheimnisse entlocken - zum Beispiel die Größe des eingebauten Arbeitsspeichers. Dazu machte Apple bei der Präsentation keine Angaben. Interessierte können ein iPad auf der Apple-Website vorbestellen. Quelle: dapd
Die teuerste Version des neuen iPads soll 829 US-Dollar kosten - die billigste 499 Dollar. Das ist dieselbe Preisspanne wie bislang. In Deutschland wird es die neuen iPads ab 479 Euro nur mit WLAN zu haben - also ohne den mobilen LTE-Funk. Geräte mit 4G-Funk gibt es ab 600 Euro. Das Spitzenmodell mit 4G-Funk und 64 Gigabyte Speicher für Daten und Apps kostet in Deutschland 800 Euro. Das Vorgängermodells iPad 2 gibt es ab sofort ab 400 Euro zu kaufen. Quelle: dapd
Um die Retina-Auflösung flüssig ansteuern zu können, hat Apple auch den Grafikchip kräftig aufgerüstet. Die Grafikeinheit des neuen Dual-Prozessors A5X soll um ein Vielfaches schneller sein als die seines Vorgängers. Während dem Hauptprozessor nur zwei Kerne zur Verfügung stehen, greift der Grafikchip auf vier zurück. Quelle: dapd
Damit die neue hohe Auflösung auch zur Geltung kommt, müssen die Entwickler ihre Apps anpassen. Apple selbst brachte natürlich zum Start des neuen iPads die eigenen Apps auf den neuesten Auflösungs-Standard des iPads - darunter die Office-Anwendungen Keynote, Numbers und Pages, die Podcaster- und Musik-App Garageband und das Videoprogramm iMovie. Andere Entwickler müssen nun noch nachziehen. Als weitere Neuerung kommt Apples Foto-Management-Software iPhoto vom Mac auch auf das iPad. Damit gibt Apple ein weiteres Signal, dass die Tablets den Personal Computer mit der Zeit immer unwichtiger machen. Auf dem neuen iPad kann man Fotos mit einer Auflösung von bis zu 19 Megapixeln bearbeiten - das reicht auch für anspruchsvolle Fotografen. Quelle: Reuters


Apple dominiert zweieinhalb Jahre nach dem Start des ersten iPad nach wie vor das Geschäft mit Tablet-Computern. Experten wie Gartner und IDC schätzen den Marktanteil auf bis zu 70 Prozent. Dabei hatte sich Apple bisher stets geweigert, den Trend der Konkurrenten zu kleineren Tablets mitzumachen: Die aktuelle dritte iPad-Generation hat nach wie vor eine Bildschirmdiagonale von 9,7 Zoll (24,6 cm).

Die besten Apps für das iPad
Downloads und Umsatz Mobile Apps in Deutschland
Screenshot der App Zattoo Quelle: Screenshot
Screenshot der Couchfunk-App Quelle: Screenshot
Screenshot Deutschlandfunk-App Quelle: Screenshot
Screenshot App von Twitter Quelle: Screenshot
Screenshot der App Hootsuite Quelle: Screenshot
Screenshot der Flipboard-App Quelle: Screenshot


Der vor einem Jahr verstorbene Gründer Steve Jobs hatte die 7-Zoll-Geräte der Konkurrenz einst sogar öffentlich als „Totgeburten“ verhöht: Zu groß, um wie ein Smartphone handlich zu sein, aber zu klein, um ein gutes Tablet-Erlebnis zu bieten. Zugleich betonte der neue Konzern-Chef Tim Cook jüngst, Apple wolle den Rivalen das Geschäft mit günstigeren Tablet-Computern nicht kampflos überlassen.


Die Konkurrenz in dem Bereich spitzt sich gerade zu: Google brachte sein Nexus 7 auf den Markt, der Online-Einzelhändler Amazon will in den kommenden Wochen mit einer weiterentwickelten zweiten Version seines Tablets Kindle Fire durchstarten.

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