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Praxistest Taugt das iPad als EiPad?

Keine Produktvorstellung erregt dieser Tage die Gemüter so sehr wie ein Telefon oder Tabletcomputer von Apple. Mindestens genauso schnell wie sich Schlangen vor den Apple-Stores bildeten, kamen die ersten Berichte über Hitzeprobleme des iPad 3 auf.

Produktfehler sind trotz der Empfangsschwierigkeiten des iPhone 4 und der Akkulaufzeiten der ganzen Familie kein Besonderheit von Apple. Ein schwedisches Automagazin brachte einst erst die A-Klasse und damit gleich das ganze Unternehmen Mercedes ins Wanken. Rückrufaktionen sind von Ikea bis Tchibo Alltag.

Auch unmittelbare Konkurrenten von Apple müssen nicht unken – Nokia musste beim Lumia 800 die Software erneuern, damit die Akkuprobleme gelöst wurden, Intels SSD-Festplatten benötigten ebenfalls ein Update, damit sie die Daten nicht vergessen.

Bis zu 46 Grad

Im Falle von Apples iPad lautet der Vorwurf, das Gerät überhitze zu sehr. So sehr, dass es nicht nur unangenehm ist. Bis zu 46 Grad Celsius erreiche das Gerät. Viel, wenn das Gerät auf dem Schoß liegt. Viel für die von Natur aus auf Kühlung bedachte Anatomie des Mannes.

Die Schätze der erfolgreichsten Tablet-Hersteller
Apple ist derzeit der unangefochtene Führer auf dem Tablet-Markt. 40,5 Millionen iPads gingen 2011 über den Ladentisch. Der Marktanteil liegt demnach bei 62 Prozent. Die jüngst erschienene dritte Generation des iPads ist mit 9,4 Millimeter einen Hauch dicker als ihr Vorgänger - ansonsten in Dimension und Gewicht praktisch unverändert. Ein markanter Unterschied liegt im Retina-Display, das mit 3,1 Millionen Pixeln (2048x1536 Bildpunkte) die vierfache Auflösung des iPad 2 bietet. Die Batterielaufzeit liegt bei zehn Stunden. Verfügbar ist sowohl die Nur-WLAN-Variante und die Variante mit WLAN und einem Mobilfunkmodem. Neu ist das 4G-Modem. Der Einstiegspreis liegt beim iPad 3 bei rund 480 Euro für die WLAN-Variante mit 16 GByte internem Speicher. Das Ranking beruht auf Angaben der Firma IHS iSuppli im vergangenen Jahr, die am Dienstag veröffentlicht wurden. Quelle: dpa
Samsung verkaufte im vergangenen Jahr rund 6,1 Millionen seiner Tablet-PCs und kommt damit auf einen Marktanteil von neun Prozent. Der Verkaufsschlager der Koreaner: Das 569 Gramm leichte Galaxy Tab 10.1 basiert auf dem Android-Betriebssystem. Der 10,1-Zoll-Bildschirm kommt auf eine Auflösung von 1280x800 Pixel, der Arbeitsspeicher ist 1024 Megabyte groß. Zur Ausstattung gehört darüber hinaus eine Videokamera mit HD-Auflösung und eine 3-Megapixel-Fotokamera mit LED-Blitz. Die leicht überarbeitete Version, das Android-Tablet Galaxy Tab 10.1N unterscheidet sich nur in wenigen Punkten von seinem Vorgänger. Unter anderem ist diese Version im deutschen Handel mit bis zu 64 Gigabyte Speicherkapazität erhältlich. Quelle: Samsung
Das US-amerikanische Versandhaus Amazon vertreibt unter eigener Marke das Kindle Fire. Rund 3,9 Millionen Stück haben im vergangenen Jahr den Besitzer gewechselt. Das entspricht einem Marktanteil von sechs Prozent. Das 410 Gramm leichte Kindle Fire wird zu einem Kampfpreis von 199 Dollar angeboten. Es verfügt über ein 7-Zoll-Display und einen 8-Gigabyte-Speicher. Bis zu 8 Stunden Lesen und 7,5 Stunden Video-Wiedergabe soll das Gerät bieten. Was gegenüber der Konkurrenz fehlt, ist eine Kamera und ein Mobilfunkmodul. Erhältlich ist das Kindle Fire bislang nur in den USA. Quelle: PR
Nach Amazon ist Barnes & Noble der zweite große Buchhändler, der neben einem eigenen E-Book-Reader nun auch ein eigenes Tablet unter dem Namen Nook vertreibt. Rund 3,3 Millionen Stück brachte das US-amerikanische Unternehmen 2011 an den Mann. Das entspricht einem Marktanteil von fünf Prozent. Quelle: REUTERS
Das neueste Nook Tablet mit einem Gigabyte Arbeitsspeicher besitzt einen schnelleren Prozessor und mehr Speicherplatz als der Vorgänger Nook Color und ist für 249 Dollar zu haben. Die Batterie soll 11,5 Stunden durchhalten. Ausgestattet ist das Schnäppchen mit einem VividView 7“-Touchscreen. Wie der günstige Konkurrent von Amazon ist auch das Nook in Deutschland noch nicht erhältlich. Quelle: Reuters
Asus, oder AsusTek wie der Firmenname korrekt lautet, verkaufte 2011 rund 2,1 Millionen Stück seiner Tablets. Damit kommt der taiwanesische Hersteller auf drei Prozent Marktanteil. Das aktuelle Goldstück von Asus ist das Eee Pad Transformer Prime TF201 mit 10-Zoll-Display und einem Quad-Core-Prozessor. Betrieben wird das Tablet mit Android 3.2 Honeycomb, ein Upgrade auf Android 4.0 Ice Cream Sandwich ist möglich. Die gebürstete Metalloberfläche sorgt bei dem 8,3 Millimeter hohen und 586 Gramm schweren Tablet für eine schicke Optik. Eine vollständige Tastatur kann per Dockingstation angeschlossen werden. Damit soll die Akkulaufzeit sogar auf bis zu 18 Stunden verdoppelt werden. Auf der Rückseite findet sich eine 8-Megapixel-Webcam mit Autofokus inklusive LED-Blitz. Quelle: PR

Aber ist das nicht auch ein Zusatznutzen? In den besten Küchen der Welt ist heutzutage das sogenannte Onsen-Ei gang und gäbe. Es wird nicht gekocht oder gebraten, sondern zieht mit einer Temperatur von maximal 63 Grad Celsius in mehr als 60 Minuten zu einer homogenen Köstlichkeit. Dass Motorhauben heiß genug werden zum Spiegelei braten ist Volksmund.

Wir wollen wissen: Wie heiß ist das EiPad 3 wirklich? Ziehen Eiweiß und Eigelb in einigen Stunden zu einer cremigen Köstlichkeit? Oder müssen wir das Gerät des Kollegen einfach wieder sauber wischen? Die Webcam zeigt die Fortschritte  - oder eben nicht.

Bleiben Sie dran.

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