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Produkttest Die Sound-Revolution im Kopfhörer

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Konzept der Zukunft: digitale Signalprozessoren

Gunter Weidemann, Senior Product Manager bei Beyerdynamic, hält nicht viel von den Tricks und Kniffen, mit denen manche Hersteller versuchen, eine Außer-Kopf-Lokalisation herzustellen. Denn die Technik dahinter ist immer noch analog. Weidemann sagt im Gespräch mit unserer Redaktion: "Mit analoger Technik im Kopfhörerbau ist eine naturgetreue Vorne-Ortung nicht realisierbar. Dazu müsste man mit aufwendigen digitalen Signalprozessoren arbeiten, wie wir sie in unserem Headzone-System einsetzen. Das ist eigentlich ein 5.1-Surroundsystem, das aber auch im normalen Stereomodus eine ziemlich realistische Raumsimulation ermöglicht."

Die besten Geräte für den mobilen Sound
Fiio X3Auffallend viele chinesische Herstellers tummeln sich auf dem Markt für Highend-Produkte. So auch Fiio aus Guangzhou City. Der X3 gehört zu den preiswertesten Modellen auf dem Markt, ist aber bereits für die Wiedergabe von Musik mit 24 Bit/192 kHz gerüstet. Neben MP3 gibt er auch die verlustfreien Formate wie WAV, WMA oder FLAC wieder. Preis: circa 220 Euro Quelle: Presse
Fiio X5Der X5 des chinesischen Herstellers arbeitet mit einem schnellen Dual-Core-Prozessor und kann daher noch mehr verlustfreie Formate verarbeiten als der kleine Bruder X3. Neben MP3 gibt er auch natürlich auch WAV, WMA oder FLAC wieder. Zwei Speicherkarten-Steckplätze mit jeweils 128 Gigabyte sorgen für ausreichend Speicherplatz. Bei Bedarf dient er als Digital-Analog-Wandler an Notebook und PC. Preis: circa 400 Euro Quelle: Presse
PonoDer Musikplayer Pono ist noch gar nicht im Handel, hat aber bereits eine Menge Aufsehen erregt, denn hinter dem hochauflösenden Player steckt Neil Young. Der kanadische Rockmusiker ist kein Freund von MP3. Er will deshalb nicht nur einen gut klingende Musikspieler auf den Markt bringen, sondern auch ein Web-Portal mit hochauflösender Musik starten. Finanziert wird das Projekt per Crowdfunding. Die Finanzierung ist bereits gesichert, der Player soll ab Dezember erhältlich sein. Preis: noch nicht bekannt Quelle: Presse
Colorfly HiFi-Player C4 ProDer C4 Pro nutzt wie andere hochwertige Modelle auch Digital-Analog-Wandler von Cirrus Logic. Musikdateien mit einer Auflösung von maximal 24 Bit/192 kHz werden unterstützt. Bei Kopfhörern ist der Colorfly nicht zimperlich, er beschallt auch große Hörer mit einem Eingangswiderstand von mehr als 300 Ohm. Für die großen Kopfhörer gibt es auch einen 6,3-Millimeter-Klinkeneingang. Die Lautstärke wird über einen nostalgischen Schieberegler gesteuert. Die Rückseite des Players ist aus Walnussholz. Auf welche Weise das dem Klang zugute kommt, ist nicht klar, einen edlen Look bekommt das Gerät aber auf jeden Fall. Auch wenn der C4 Pro so aussieht, als sei er in den Südstaaten der USA von knorrigen Handwerkern in einer Whisky-Destillerie zusammengebaut worden, die Firma Colorfly hat ihren Sitz in China. Preis: circa 580 Euro Quelle: Presse
Hifi Man HM-901Das chinesische Unternehmen Hifi Man ist in den letzten Jahren durch seine elektrostatischen Kopfhörer bekannt geworden. Mindestens ebenso interessant sind die Musikplayer der Firma. Der HM-901 ist das Flaggschiff der Reihe. Eine Besonderheit des HM-901 sind die austauschbaren Verstärkerkarten. So können sowohl die typischen Mobilkopfhörer mit 32 Ohm Eingangswiderstand angeschlossen werden als auch größere und elektrisch anspruchsvolle Hörer, die sonst an der großen Stereoanlage hängen. Das technische Highlight des Geräts sind die Digital-Analog-Wandler ESS 9018 Sabre des US-amerikanischen Herstellers ESS Technology. Unterstützt werden alle gebräuchlichen Dateiformate, neben MP3 und WAV auch das bei hochauflösenden Musikportalen häufige FLAC und Auflösungen bis 24 Bit/192 kHz. Gespeichert wird die Musik auf SD- oder SDXC-Karten. So lassen sich Karten mit bis zu 256 Gigabyte Kapazität einsetzen. Preis: 999 Euro (mit Standard-Verstärker-Modul) Quelle: Presse
Hifi Man HM-802Auch bei diesem Player kann der Käufer zwischen verschiedenen Verstärkermodulen wählen. Das serienmäßig eingebaute Modul ist für die Nutzung mit 32-Ohm-Hörern optimiert. Für das Klangbild entscheidend ist der verwendete DA-Wandler (DAC, Digital to Analog Converter). Hifi Man setzt hier auf zwei DACs von Wolfson, die bei Highend-Kennern für hochgezogene Augenbrauen sorgen. Musikwiedergabe ist bis zu 24 Bit/192 kHz möglich. Alle gebräuchlichen Formate werden unterstützt, darunter AAC, MP3, WAV, FLAC und WMA (24 Bit/bis 192 kHz) Preis: 699 Euro (mit Standard-Verstärkermodul) Quelle: Presse
Astell & Kern AK240Festhalten bitte, der Musikplayer AK240 von Astell & Kern kostet 2499 Euro. Dafür bekommt man den wohl besten mobilen Player auf dem Markt. Das martialisch-kantige Design, das Gehäuse aus Flugzeug-Aluminium und die Rückseite aus Carbon unterstreichen den Anspruch des Geräts. Der AK240 verarbeitet Musikdateien aller gängigen Formate, darunter WAV, WAV, WMA, AAC, DSD, FLAC – und natürlich das unverwüstliche MP3. Er verarbeitet Auflösungen bis zu 24 Bit/192 kHz. Der interne Speicher ist 256 Gigabyte groß, erweitern lässt sich der Speicher durch Micro-SD-Karten, die jeweils bis zu 128 Gigabyte fassen. Ein doppelt bestückter Digital-Analog-Wandler von Cirrus Logic (2 x Mono) soll dem Player in höchste Highend-Sphären heben. Die Lautstärke wird über ein solides Drehrad geregelt. Daneben erfolgt die Bedienung über das Touchdisplay. Die Musik wird entweder über WiFi auf den AK240 übertragen oder auch über ein USB-Kabel vom PC kopiert. Bluetooth hat er auch. Preis: 2.499 Euro Quelle: Presse

Das Headzone-System von Beyerdynamic besteht aus der Basisstation und einem Kopfhörer. Das Kopfhörermodell DT880 HT ist mit einem antennenartigen Aufsatz auf dem Kopfhörerbügel versehen. Der registriert die Bewegungen des Kopfes. Das System verändert daraufhin die Schallsignale dementsprechend, sodass die imaginäre Schallquelle bei einer Kopfdrehung jeweils in die andere Richtung wandert. Beyerdynamic verspricht "faszinierenden Surround-Sound aus jedem dynamischen Stereo-Kopfhörer ohne sperrige Lautsprecher-Sets". Das Konzept basiert also eher auf der Idee, den Surround-Sound aus dem Heimkino in den Kopfhörer zu bringen. Die Vorne- oder gar Außer-Kopf-Ortung beim Hören eines Musik-CD ist nicht das Hauptziel des Headzone-Systems.

Festzuhalten ist aber, dass die analoge Technik beim Thema Räumlichkeit an ihre Grenzen kommt. Der räumliche Klangeindruck wie bei der heimischen Stereoanlage ist beim Kopfhörer wohl nur mit Hilfe des digitalen Signalprozessors möglich. Der muss allerdings aufwändig programmiert werden, was teure Entwicklungsarbeit erfordert. Highend-Puristen befürchten zudem, dass der natürliche Klang durch digitale Manipulationen leiden könnte.

Digitale Welt



So fällt das Fazit unseres Tests recht gemischt aus. Zwar gibt es deutliche Fortschritte beim räumlichen Hören, einige Hörer vermitteln durchaus den Eindruck, dass die Musik eher von vorne kommt und nicht mehr im Hinterkopf spielt. Aber die große Klangrevolution lässt auf sich warten. Nach wie vor spielt das Orchester im Kopf und nicht davor.

Das ist übrigens kein Grund traurig zu sein: Die Lautsprecher-Hersteller freuen sich, die Akustik-Ingenieure haben auch die nächsten Jahre noch viel zu tun – und den Musikfans, die mit Mobilkopfhörern auf den Straßen unterwegs sind, ist es egal, wenn die Musik wie gewohnt mitten im Kopf spielt.

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