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Schadprogramme Hacker nutzten Yahoo-Werbung um Virus zu verbreiten

Hacker haben über das Werbe-Netzwerk von Yahoo Anzeigen geschaltet, die automatisch schädliche Software auf die Rechner der Betrachter schickte. Die Kampagne sei mittlerweile unterbunden.

Das Yahoo-Hauptquartier in Sunnyvale. Quelle: AP

Hacker haben das Werbe-Netzwerk von Yahoo ausgenutzt, um Schadprogramme auf fremde Computer zu schleusen. Yahoo bestätigte den Angriff gegenüber der US-Zeitung „New York Times“. Die Kampagne sei mittlerweile unterbunden worden.

Die Angreifer hatten Anzeigen geschaltet, die automatisch schädliche Software auf die Rechner von Betrachtern schickten. Die Hacker hätten die Aktion Ende Juli gestartet, erklärte der Anti-Viren-Hersteller „Malwarebytes“, der ihnen auf die Spur gekommen war. Über eine Sicherheitslücke in einer veralteten Version des Multimedia-Programms Adobe Flash konnten sie die Computer der Betroffenen kontrollieren. Wie viele Rechner angegriffen wurden, ist unklar.

Die größten Hacker-Angriffe aller Zeiten
Telekom-Router gehackt Quelle: REUTERS
Yahoos Hackerangriff Quelle: dpa
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Ebay Quelle: AP
Mega-Hackerangriff auf JPMorganDie US-Großbank JPMorgan meldete im Oktober 2014, sie sei Opfer eines massiven Hackerangriffs geworden. Rund 76 Millionen Haushalte und sieben Millionen Unternehmen seien betroffen, teilte das Geldhaus mit. Demnach wurden Kundendaten wie Namen, Adressen, Telefonnummern und Email-Adressen von den Servern des Kreditinstituts entwendet. Doch gebe es keine Hinweise auf einen Diebstahl von Kontonummern, Geburtsdaten, Passwörtern oder Sozialversicherungsnummern. Zudem liege im Zusammenhang mit dem Leck kein ungewöhnlicher Kundenbetrug vor. In Zusammenarbeit mit der Polizei gehe die Bank dem Fall nach. Ins Visier wurden laut dem Finanzinstitut nur Nutzer der Webseiten Chase.com und JPMorganOnline sowie der Anwendungen ChaseMobile und JPMorgan Mobile genommen. Entdeckt wurde die Cyberattacke Mitte August, sagte die Sprecherin von JPMorgan, Patricia Wexler. Dabei stellte sich heraus, dass die Sicherheitslücken schon seit Juni bestünden. Inzwischen seien die Zugriffswege jedoch identifiziert und geschlossen worden. Gefährdete Konten seien zudem deaktiviert und die Passwörter aller IT-Techniker geändert worden, versicherte Wexler. Ob JPMorgan weiß, wer hinter dem Hackerangriff steckt, wollte sie nicht sagen. Quelle: REUTERS
Angriff auf Apple und Facebook Quelle: dapd
 Twitter Quelle: dpa

Der Vorfall werde weiterhin untersucht, erklärte Yahoo. Adobe rief seine Nutzer dazu auf, ihre Flash-Versionen zu aktualisieren, um besser vor Angriffen geschützt zu sein.

Über Werbenetzwerke wie das von Yahoo können Unternehmen Anzeigen auf einer Vielzahl von Webseiten schalten. Die Firmen können so bestimmte Zielgruppen genauer ins Visier nehmen.

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