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Schutzprogramme Bodyguards für Facebook-Konten

Mit dem Boom der Sozialen Netzwerke werden auch deren Nutzer immer öfter Ziel von Hackern, Spammern und Phishern. Neue kostenlose Facebook-Apps helfen, die Angriffe abzuwehren und gefährliche Links zu deaktivieren. WirtschaftsWoche Technik-Experte Thomas Kuhn stellt drei davon vor.

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Im günstigsten Fall sind es schlüpfrige Videos, die plötzlich das eigene Facebook-Profil verschönern. So mancher Nutzer des Sozialen Netzwerks hat sich schon gewundert, wie er die allzu eindeutigen Bilder und Video-Verweise an die eigenen Online-Bekannten verschickt hat?

Der Grund ist für viele überraschend: Schuld sind oftmals speziell programmierte Links aus Kommentaren im eigenen Profil, deren Aufruf mindestens den Spam-Versand an die eigenen Web-Freunde auslöst. Teilweise lenken die Hacker die Surfer auch auf gefälschte Facebook-Anmeldeseiten um. Auf denen sollen die Nutzer dann angeblich ihre Zugangsdaten verifizieren, um eine Kontosperre zu verhindern. Tatsächlich aber landen Nutzername und Passwort in der Datenbank der Cybergangster, die nun das gehackte Konto für den weiteren Versand von Spam- und Spionage-Nachrichten missbrauchen können.

Denn immer öfter führen derartige vermeintlich oder versehentlich von Freunden verschickten Links in direkt auf mit Spionage-Software verseuchte Web-Seiten. Unbemerkt vom Nutzer können sich die dort versteckten Schadprogramme dann auf dem Büro- oder Privat-PC einnisten und weiteren Schaden anrichten. Oftmals reicht es dafür aus, dass der Nutzer den Link anklickt und die gehackten Seiten im Netz aufruft, schon installiert sich der Schadcode auf dem Rechner.

Zumindest sofern der Computer nicht mithilfe von Firewall und Virenschutz aktuellster Bauart gegen elektronischen Eindringlinge geschützt ist. Zumeist läuft diese Software auf dem PC selbst. Anbieter wie Symantec, Bitdefender oder Barracuda haben nun zusätzliche web-basierte Schutzprogramme entwickelt, mit deren Hilfe Onliner ihre Facebook- und teilweise auch ihre Twitter-Konten gegen Bedrohungen absichern können.

Schutzprogramme für Facebook

Einer der ersten Anbieter solcher im Netz laufenden Anwendungen war Bitdefender mit seiner Facebook-App Safego. Sie überprüft – einmal installiert – die in Facebook-Postings enthaltenen Links, Nachrichten und Kommentare daraufhin, ob sie gefährlichen Programm-Code enthalten oder auf als gefährlich gemeldete Webseiten verlinken. Inzwischen gibt es Safego auch als App, zur Absicherung des persönlichen Twitter-Kontos.

Ebenfalls als Facebook-App arbeitet Symantecs Profil-Sicherung Norton SafeWeb, die entweder kontinuierlich oder auf Nutzerwunsch hin die in den Facebook-Meldungen enthaltenen Links auf riskante Verweise oder gefährlichen Code kontrolliert. Neben dem Bodyguard fürs Facebook-Profil bietet Symantec zusätzlich eine spezielle Browser-Erweiterung für Internet Explorer und Firefox an. Damit können Onliner auch beim Surfen außerhalb des Sozialen Netzes Internet-Adressen vorab auf Gefahren überprüfen.

Dritter Sicherheitsdienst im Bunde ist der Profile Protector von Barracuda. Er läuft – anders als Safego und SafeWeb – nicht als Anwendung in Facebook, sondern greift als eigenständiger Online-Dienst auf die Facebook- und Twitter-Konten seiner Nutzer zu. Auch hier aber, wie bei den beiden anderen Programmen, muss der Anwender den Schädlings-Scanner erst für den Zugriff auf die digitalen Profile freischalten. Dann läuft der Schutz ohne weiteres Zutun im Hintergrund weiter.

Eines aber sollte allen Web-Surfern bewusst sein. Das hier vorgestellte digitale Dreigestirn mag die persönlichen Nutzerkonten bei Facebook oder Twitter schützen. Einen umfassenden Schutz des eigenen PCs gegen Hacker-Angriffe oder Phishing-Attacken aus dem Netz aber bietet keiner der Web-Dienste. Ein vollwertiges und – vor allem – aktuelles Schutzprogramm aus Firewall, Virenschutz & Co. bleibt Pflicht auf jedem Computer.

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    Eine gute Übersicht darüber, worauf es dabei ankommt, haben die Kollegen von heise.de zusammengestellt. Weitere Tipps und Hinweise finden Sie zudem auf unserer Themenseite IT-Sicherheit.

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