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Serie Wirtschaftswelten 2025 Deutschland fehlt die Vision einer digitalen Gesellschaft

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In Zukunft benötigen wir digitale Selbständigkeit

So können Bürger durch offene Datenschnittstellen (Open Data) das Gemeinwesen mitgestalten und Verwaltungen transparenter werden. Die Analyse von anonymisierten Patientendaten (Big Data) bringt große Fortschritte in der medizinischen Forschung, zum Beispiel gegen Krebs.

Vernetzte Bildungsportale und Online-Universitäten (sogenannte Open Education) bieten Menschen weltweit die Möglichkeit, sich aus- und weiterzubilden, unabhängig von ihrem sozialen Umfeld. Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem wir die Vision der Neunzigerjahre umsetzen und ein Netz der Teilhabe schaffen könnten.

Daran hindert uns momentan die Angst vor Kontrollverlust in der digitalen Welt. Sie liegt häufig in den fehlenden Kenntnissen über Technologien wie auch in fehlenden Grenzziehungen bei der Nutzung von Daten begründet.

Datenschutz und verschlüsselte Kommunikation werden zukünftig eine immer wichtigere Rolle spielen. Ein mündiger Umgang mit Daten gehört heute zur digitalen Selbständigkeit. Die Fähigkeit, die digitale Welt selbst mitzugestalten und Grenzen des Privaten zu ziehen, muss bereits in der Schule vermittelt werden.

Schutz der Bürgerrechte im Internet

Von politischer Seite müssen Rahmenbedingungen für eine zukunftsorientierte Datenpolitik entwickelt werden, die die Bürgerrechte im Netz schützt und gleichzeitig neuen Entwicklungen Raum lässt.

Derzeit bilden sich noch Strukturen der Ungleichheit unserer Gesellschaft im Netz ab. Es ist allzu häufig ein Ort der „digitalen Elite“, schließt Menschen mit wenig technologischen Kenntnissen, ohne Netzzugang oder mit fehlender Bildung aus. Es ist eine Aufgabe für die Zukunft, eine inklusive vernetzte Gesellschaft zu gestalten.

Bis ins hohe Alter hinein müssen Menschen immer wieder die Möglichkeit haben, an der Vernetzung zu partizipieren. Neue Technologien müssen die Vielfalt unserer Gesellschaft widerspiegeln und auf einem gemeinsamen Wertesystem fußen: auf der Nutzbarkeit und Nützlichkeit der Entwicklungen, auf dem Schutz privater Daten, auf dem Recht auf Transparenz über die Datennutzung.

In Arbeit
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Technologien an sich sind nie gut oder schlecht. Sondern es gilt, den Gestaltungsspielraum aktiv auszuloten und nicht in einer passiven Angstdebatte zu erstarren. Heute stellt sich nicht die Frage, ob wir Daten im Netz nutzen wollen, sondern wie.

Es ist wichtig, Grenzen zu ziehen und Menschen zu ermächtigen, mündige Entscheidungen über die Nutzung ihrer Daten zu treffen. Wir haben nicht die Kontrolle an neue Technologien übergeben, sondern selbst entschieden, viele Prozesse des täglichen Lebens zu delegieren. Die informationelle Selbstbestimmung des Individuums darf dem dabei nicht zum Opfer fallen.

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