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Serie Wirtschaftswelten 2025 Surrende Helfer

In sozialen Berufen werden die Roboter als Hilfskräfte unentbehrlich.

Wie Roboter den Alltag erleichtern
Krankenpfleger Ein Roboter CARE-O-bot, der vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung entwickelt wurde, versorgt eine Bewohnerin eines Pflegeheims mit einem Getränk (undatiert). Auch dieser Roboter unterstützt ältere Menschen im häuslichen Umfeld und das Pflegepersonal in Pflegeeinrichtungen. Quelle: dpa
Der KochBremer Forscher präsentierten 2013 den Roboter „PR2“, der Popcorn machen und Pfannkuchen wenden kann. Das nötige Vorwissen habe sich dieser unter anderem aus dem Internet geholt, sagte Professor Michael Beetz von der Universität Bremen. Sein Team arbeitet zusammen mit sieben europäischen Partnern in einem auf vier Jahre angelegten Projekt an lernfähigen Robotern. Ziel sei es, diese neue Form der Programmierung zunächst bei Robotern anzuwenden, die alte und pflegebedürftige Menschen bei einfachen Aufgaben unterstützen. Diese könnten in den nächsten zehn Jahren einsatzbereit sein. Quelle: dpa
Der BarkeeperDer Roboter "James" des Münchener Fortiss-Institutes für Hightech-Forschung in München (Bayern) ist als Barkeeper programmiert und soll bei einer Interaktion mit Menschen seine Aufgaben nicht nur richtig erledigen, sondern dabei auch auf die sozialen Bedürfnisse seines Gegenübers eingehen. Wer sich bei James bedankt bekommt die Antwort: "Always a pleasure". Quelle: dpa
KuschelrobbeDer weiße Sozialroboter namens Paro soll Demenzkranken Zuwendung schenken. Das mit Sensoren vollgestopfte Kuscheltier reagiert auf Berührung, Licht und Bewegung. Es soll für Demenzkranke Zuwendung simulieren - und ist deswegen vor allem nach einer Messepräsentation 2011 heftig umstritten gewesen. Tritt an die Stelle des Zivildienstleistenden oder der Pflegekraft nun der Sozialroboter? 5000 Euro kostet die schnurrende Pelzattrappe. Quelle: dpa
Putzhilfe mit gutem OrientierungssinnInzwischen schon fast ein Klassiker unter den Haushaltsrobotern ist der autonome Staubsauger. Dieses Modell, ein Samsung Navibot SR 8855, sticht vor allem durch seine Navigationsfähigkeiten heraus. Aus Aufnahmen von einer eingebauten Kamera setzt er ein digitales Abbild des Raums zusammen, den er reinigen soll. Das verhindert laut Hersteller sinnloses Kreuz- und Querfahren wie bei anderen Saugrobotern. Hindernissen weicht der Navibot aus, die eingebauten Sensoren erkennen auch Treppenabsätze. Im Handel gibt es den Navibot ab etwa 320 Euro. Quelle: Presse
Freundlicher KrankenpflegerDieses freundlich dreinschauende Gesicht gehört einem Roboter aus dem Hause Panasonic. Das Modell Hospi-Rimo soll als Kommunikationsplattform für bettlägerige Patienten dienen, die mit dem Roboter von zu Hause aus mit Arzt, Freunden oder Verwandten per Videokonferenz kommunizieren wollen. Der Roboter kann dabei laut Hersteller mit fragilen Ampullen und Medikamenten so vorsichtig umgehen wie eine Krankenschwester. Quelle: Presse
HaarpflegerDieser von Panasonic hergestellte Haarwaschroboter widmet sich der Pflege des Haupthaars von bettlägerigen Patienten. Vollautomatisch kann das Gerät eine komplette Haarwäsche durchführen und dabei eine Spülung einmassieren sowie die Haare nach dem Waschen wieder trocknen. Dabei kommen insgesamt 24 robotische Finger zum Einsatz. Quelle: Presse

In der Pflege wirken Maschinen besonders fremd. Zuwendung soll Helfer und Bedürftige verbinden. Und überhaupt – Ältere und Technik? Doch wird es im Pflegeheim 2025 womöglich so aussehen:

Frau Rehn müsste mehr trinken, ihr Blutdruck ist hoch. Gegen halb zwölf bewegt sich Alma, der Pflegeroboter, zur 90-Jährigen hin. Das Glas Wasser auf dem Tablett, das Blutdruckgerät in der Hand. Alma misst und speichert die Werte der altersverwirrten Frau. Bei der nächsten Begegnung erscheint auf dem Display des Roboters ein Bilderrätsel – das Gedächtnistraining am Nachmittag.

Frau Rehn und ihre Mitbewohner haben sich an die surrende Mitarbeiterin gewöhnt. Manche, die dement sind, erkennen leichter, was die Maschine will, als die Mimik von Menschen zu verstehen. Pflegerin Annette Lange bereitet den Roboter auf Eigenarten der Bewohner vor. Frau Lange hat mit 50 wieder als Pflegerin angefangen, vor fünf Jahren. Die Maschinen waren verlockend. Vor drei Jahrzehnten war sie Pflegerin geworden, um Menschen zu helfen, nicht um Sprudel zu schleppen und sich den Rücken zu ruinieren.

Serie "Wirtschaftswelten 2025"

In Deutschland noch Utopie – in Japan fast schon Alltag. Roboter Hospi ist Bote, Kollegin Rimo übermittelt Daten und Bilder eines Patienten, den ein Arzt vom Schreibtisch aus diagnostizieren kann. Die Kuschelrobbe Paro erkennt Menschen, spricht und knuddelt mit Alzheimerpatienten.

Die Maschine ist immer da

In Deutschland ärgert sich die Informatikerin Birgit Graf mit anderem herum. Im Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) konstruiert sie Assistenzroboter, etwa den Care-O-bot, einen Allzweckbutler. „Bisher haben Pflegeheime kein Geld für solche Investitionen, von den Pflegekassen ist nichts vorgesehen“, klagt sie. Technik könne vieles erleichtern. „Wenn die Fachkräfte es leichter haben und jeder länger im Job bleibt, hätten wir viel gewonnen.“

Die steigende Zahl an Senioren treibt Graf um. Wer soll sich einmal um all die Alten kümmern ? Eine Maschine sei immer da. „Der Pflegedienst kommt nur dreimal am Tag.“ Die Senioren als Tester am IPA baten den Roboter oft um Hilfe. „Dann müssen sie andere nicht fragen.“

In Arbeit
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Roboter haben Hotels und Geschäfte erreicht. Im Silicon Valley übernehmen sie den Zimmerservice. In Thailand beurteilen Feinschmecker-Bots gehobene Thai-Küche nach Geruch und Geschmack. Roboter lernen kochen. In manchem Kuhstall waltet ein blecherner Knecht. Zuletzt erregte Pepper Aufsehen, ein Kerlchen von 1,20 Metern, rund 1400 Euro teuer. Tanzen kann er, Witze erzählen und Stimmungen erkennen. In Japan soll er bald Kaffeemaschinen verkaufen.

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