Smartphone-Software Warum Sie so lange auf Android-Updates warten

Nutzer von Android-Smartphones müssen oft monatelang auf Softwareupdates warten. Lässt sich der Prozess beschleunigen?

Android-Apps, die Apple-User gerne hätten
TaskerMit Tasker können bestimmte Funktionen hinterlegt werden, die das Android-Smartphone intelligenter machen. Zum Beispiel startet automatisch die Musik-App, sobald die Kopfhörer eingestöpselt werden. Oder das Telefon stellt den Klingelton leiser, sobald der Nutzer der App das Büro betritt. Die Anwendung ist nicht ganz einfach in der Bedienung. Daher lohnt sich ein Blick in ein Online-Tutorial. Quelle: Screenshot
Swift KeyDie App SwiftKey erkennt beim Tippen einer Nachricht automatisch, welches Wort vermutlich als nächstes im Text folgen müsste. Die drei wahrscheinlichsten Alternativen zeigt die App über der eigentlichen Tastatur an. Ganz ähnliche Applikationen gibt es auch für das iPhone. Allerdings lassen sich diese nicht als System-Keyboard einsetzten. Mit SwiftKey hingegen können Nutzer gegen die vorinstallierte Tastatur gegen die App eintauschen. Quelle: Screenshot
Nova LauncherMit Nova Launcher kann jeder Android-Smartphone-Besitzer die Softwareoberfläche auf seinem Gerät individuell designen. Die Farben und Formen der Apps lassen sich ebenso anpassen wie die Animationen beim Öffnen und Schließen der Anwendungen. Die Ergebnisse tauschen viele Nutzer untereinander im Internet aus - wie zum Beispiel beim Blogging-Dienst Tumblr. Quelle: Screenshot
KromeFür Menschen, die viel am Schreibtisch sitzen, bietet die App Krome praktische Möglichkeiten. Mit Hilfe der dazugehörigen Chrome-Erweiterung schickt sie Nachrichten vom Smartphone direkt an den Desktop am Rechner. SMS können dann auch direkt von dort aus wieder beantwortet werden. Quelle: Screenshot
HD WidgetsMit den Android-Widgets lassen sich bestimmte Funktionen auf einen Blick auf dem Homescreen anzeigen - wie zum Beispiel Uhrzeit, Datum, Ort, Wetter, Wecker, Kalender und Wetterdaten. Dafür müssen die Nutzer nur etwas länger auf den Home-Bildschirm drücken. Insgesamt stehen 30 Widgets zur Verfügung, die sich individuell einrichten lassen. Quelle: Screenshot
Go Power Master Ultimate KeyDer Go Power Master Ultimate Key legt automatisch einen Schlüssel um erweiterte Funktionen auf dem Smartphone, um die Lebensdauer des Akkus zu erhöhen. Verwaltet werden unter anderem die Audio- und Bluetooth-Einstellungen sowie Apps. Auf welche Funktionen Einfluss genommen werden darf, legt der Nutzer selbst in den Einstellungen fest. Quelle: Screenshot
Astro File ManagerDer Astro File Manager zeigt Dateien in einer Ordner-Struktur wie auf dem Desktop an. Dadurch lassen sich die Text-Dokumente, PDFs und auch Fotos auf dem Smartphone sehr übersichtlich darstellen. Außerdem ist eine Funktion zum Teilen der Daten mit eingebaut. Einfach markieren und danach auswählen, wohin das Dokument geschoben werden soll. Vom lokalen Netzwerk, über Cloud-Dienste und soziale Netzwerke sind dem

Android 4.4 KitKat, die aktuellste Version des Mobilbetriebssystems, wurde am 31. Oktober 2013 erstmals veröffentlicht. Bedient wurde damit allerdings nur ein Gerät, nämlich das Nexus 5 von Google. Bei anderen Geräten dauerte es noch mehrere Monate, bis Kitkat bereitgestellt wurde, abhängig von Gerät, Hersteller und Mobilfunkanbieter. Doch warum dauert es überhaupt so lange, bis die neuste Version des Betriebssystems bereitgestellt wird?

Dazu muss man wissen: Zuerst einmal müssen die Hersteller der Prozessoren einen speziellen Code bereitstellen. Der erlaubt es dem System, mit der Hardware zu kommunizieren. Leider gibt es in der Android-Welt viele Chiphersteller wie Qualcomm, Samsung und Texas Instruments. Zudem gibt es für verschiedene Hersteller unterschiedliche Prozessoren: Je nach Chip variiert die Entwicklungszeit. Durchschnittlich dauert sie zwischen einem und zwei Monaten.

Danach wird die Software an die Hersteller weitergegeben, die sie auf die Geräte zuschneiden. Das dauert eine Weile, weil es viele Variationen in der Hardware gibt und für jedes Bauteil spezielle Softwarekomponenten zum Einsatz kommen müssen. Weil jedes Feature kleinteilig eingebaut werden muss, kann das Probleme verursachen.

Ein weiteres Problem steckt in den Oberflächen. Jeder Hersteller bietet seine eigene, die sich oft von der Standardnutzeroberfläche von Android unterscheidet. Die Anpassung auf neue Systeme kostet Zeit. Im Vergleich macht das aber nur einen sehr geringen Teil der Gesamtzeit aus.

Artfremde Technik auf der Android den Ton angibt
Galaxy Camera NX von Samsung Quelle: Presse
Smartwatch AW-420.RX Quelle: Presse
Smart-TV Quelle: Presse
Gamekonsole Ouya Quelle: Presse
Samsung-Kühlschrank Quelle: Presse
Multimedia-System R-Link Quelle: Presse
Garmins Navigator Monterra Quelle: Presse

Welche Hersteller am schnellsten auf Updates reagieren

Das Google Nexus 4 wurde zwei Wochen nach der offiziellen Veröffentlichung mit Kit Kat beliefert, Motorolas Moto X folgte kurze Zeit später. Beim Samsung Note dauerte es zehn Wochen. Noch länger mussten Nutzer von Samsung Galaxy S4 und LG G2 warten: Hier dauerte es dreieinhalb beziehungsweise viereinhalb Monate, bis das Update bereitstand. Dem Nexus kommt die Herkunft zugute: Da es sich um ein Google-Gerät handelt, kann das Update schneller in die Probephase gehen.

So ist neben Google Motorola einer der Hersteller, der am schnellsten auf Updates reagiert. Zudem werden Softwarefeatures nicht ins Android-System eingebunden, sondern über Apps ausgeliefert, die unabhängig vom System überarbeitet werden können und über den Google App Store Updates bekommen.

HTC ist ebenfalls weit vorn: Das liegt daran, dass HTC weniger Geräte anbietet, so dass weniger Updates angepasst und getestet werden müssen. Ebenso wie Motorola setzt HTC auf Anpassungen, die durch Apps heruntergeladen werden können. Aktuelle Statusupdates von HTC können auf einer Infoseite abgerufen werden.

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