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Social-Network-Strategie Mark Zuckerberg wickelt Nutzer um den Finger

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Was Nutzer am meisten bei Facebook aufregt
... wenn die Voreinstellungen nicht User-freundlich sindAuch wenn es anstrengend ist: Wer im Sozialen Netz unterwegs ist, muss sich auch mit den Privatsphäre-Einstellungen auseinander setzen. Bei Facebook ist das besonders wichtig, weil das Unternehmen immer wieder Voreinstellungen wählt, die für den Nutzer von Nachteil sind. Für besonders viel Ärger sorgte das, als bekannt wurde, dass die automatische Gesichtserkennungen auf Facebook voreingestellt ist. Diese und andere Punkte müssen erst aktiv deaktiviert werden. Quelle: AP
… wenn vieles nicht gehtFacebook ist professionelles Netzwerk mit vielen Funktionen. Trotzdem gibt es immernoch Lücken, da gerade Viel-Nutzern negativ auffallen. Manchmal tauchen Meldungen nicht auf der Timeline auf – oder verschwinden einfach wieder. Dann kommt es immer wieder vor, dass beim Verlinken von Seiten die Bilder der Artikel nicht mit angezeigt werden. Auch dass man Bilder nicht als Kommentar unter eine Statusmeldung posten kann, scheint nicht konsequent. Quelle: REUTERS
… wenn das Löschen schwierig wirdNutzern, die ihr Portal löschen möchten, macht Facebook es besonders schwer. Zwar kann man sich abmelden, die Profile und die hinterlegten Daten bleiben allerdings gespeichert. Wer sich ausversehen wieder einloggt, hat das Konto auch wieder aktiviert. Dauerhaftes Löschen erfordert viele, viele Klicks. Quelle: dpa
... wenn die Facebook-Adresse zum Standard wirdOb man will oder nicht, Facebook ordnet jedem seiner Mitglieder auch eine eigene Facebook-E-Mail-Adresse zu. Denn wenn es nach dem Unternehmen ginge, sollte die gesamte Kommunikation über das Daumen-hoch-Portal laufen. Bei der Einführung war Facebook allerdings ein nerviger Fehler unterlaufen: Das Netzwerk trug die hauseigene Adresse auch als Standard-E-Mail-Adresse in das eigene Profil ein. Das führte dazu, dass die Adressbücher von Smartphone-Nutzern unbemerkt verändert wurden, sobald sie mit Facebook synchronisiert waren. Dadurch flogen die gängigen E-Mail-Adressen raus und Facebook blieb. Den Fehler hat das Unternehmen inzwischen behoben. Quelle: dapd
… wenn man ein Problem hatWer eine Frage zu dem Netzwerk hat oder Hilfe benötigt kann sich sicher sein, mit diesem Problem auch alleine zu bleiben. Mitglieder haben fast keine Chance jemanden bei dem Unternehmen zu erreichen, der sich der Anfrage annimmt. Denn eine Hotline oder persönliche Ansprechpartner zur Betreuung gibt es nicht. Natürlich darf via Facebook ein Hilfegesuch per Kontaktformular losgeschickt werden. Quelle: AP/dpa
… wenn die Datenschutzeinstellungen nicht zu finden sindDas Problem ist ein Dauerbrenner: Die Datenschutz- und Privatsphäre-Einstellungen bei Facebook sind so kompliziert, dass ganze Handbücher dafür im Internet geschrieben werden. Die Regeln auf Papier zu drucken lohnt gar nicht, so oft ändert das Unternehmen die Pfade hin zum richtigen Haken wieder. Egal ob man einschränken möchte, wer Nachrichten schicken, Beiträge an einer Pinnwand hinterlassen oder teilen darf, muss dafür einige Zeit einkalkulieren. Der Hauptbereich ist über das kleine Zahnrad oben in der Ecke noch leicht zu finden. Aber dann geht die Suche los. Problematisch ist vor allem, dass die Unterpunkte so kompliziert aufgeteilt und formuliert sind, dass man sie wiederholt durchlesen muss, um sie zu verstehen. Quelle: dapd
… wenn im Hinterstübchen Transparenz vorgegaukelt wirdWie bereits festgestellt ändert Facebook gerne klammheimlich einzelne Aspekte der Datenschutzbestimmungen. Gelegentlich dürfen die User über die Änderungsvorschläge abstimmen. Allerdings wird das Voting dann meist so versteckt auf der Homepage angebunden, dass sich kaum jemand beteiligt. Häufig sind die Fragen und die Antwortmöglichkeiten auch so verschleiert formuliert, dass kaum jemand in der Lage ist, sein Kreuzchen seriös zu setzen. Quelle: AP/dpa

Facebook stellt sich also breiter auf - und reicht somit immer weiter in unser Leben hinein.

Künftig können Facebook-Nutzer möglicherweise sogar über den Online-Dienst Überweisungen tätigen. Berichten der Financial Times soll Facebook schon in wenigen Wochen eine Lizenz der irischen Zentralbank erhalten, um elektronisches Geld innerhalb der EU auszugeben.

Einiges deutet darauf hin. Zuckerberg soll sich massiv bemüht haben, Michael Kent, Gründer des Startups Azimo aus London, abzuwerben. Das kleine Unternehmen ermöglicht es bereits per Facebook Geld zu verschicken – sofern der Nutzer vorher eine App installiert und diese mit dem Bankkonto verknüpft.

Wie Oculus Rift funktioniert
Die Brille „Oculus Rift“ lässt die Anwender in virtuelle Welten eintauchen. Das Gerät sieht aus wie eine übergroße Ski-Brille, vor den Augen steckt ein 7 Zoll (17,8 cm) großer Bildschirm. Das reicht aus, um dem Menschen recht wirksam vorzugaukeln, dass er sich mitten im Geschehen zum Beispiel in einem Spiel befindet. Quelle: AP
Das Display ist eine Spezialentwicklung mit erhöhter Helligkeit und einer besonders hohen Bildwiederholungsrate für schnelle Reaktionszeiten. Ein entscheidendes Element ist eine Menge Sensoren, die Bewegungen verfolgen, damit sich das Geschehen exakt anpasst, wenn man zum Beispiel den Kopf dreht. Die 3D-Effekte sollen besonders gut an menschliche Sehgewohnheiten angepasst werden. Quelle: AP
In der aktuellen Entwicklerversion hängt die fast 400 Gramm schwere „Oculus Rift“ noch an diversen Kabeln für die Stromversorgung und den Anschluss an das Steuergerät. Wann die Brille für Verbraucher auf den Markt kommt, ist nach fast zwei Jahren Entwicklungszeit immer noch offen. Quelle: AP
Spiele und andere Programme müssen speziell angepasst werden, um mit „Oculus Rift“ zu funktionieren. Den Softwareentwicklern werden dafür Programmiercode-Bausteine zur Verfügung gestellt. Quelle: AP
Der Ansatz von Oculus unterscheidet sich fundamental von dem Konzept für die Datenbrille Google Glass. Die „Oculus Rift“ soll den Anwender für eine begrenzte Zeit - etwa für ein Spiel - komplett von der Außenwelt abschirmen. Quelle: AP
Das Konzept von Google Glass dagegen sieht vor, dass die Brille den ganzen Tag lang getragen werden kann. Sie soll ausdrücklich keine Barriere zur Außenwelt bilden. Quelle: dpa

Besonders interessant dürfte so ein Angebot für Arbeitsmigranten sein, die regelmäßig Gelder grenzübergreifend in die Heimat verschicken. Ein gigantischer Markt: 436 Milliarden Dollar werden nach Prognosen der Weltbank allein 2014 von Migranten in Entwicklungsländer überwiesen. Gleichzeitig landen Details über Finanztransaktionen, Shoppingverhalten und Co bei Facebook. Und auch diese wertvollen Daten, wird das Unternehmen für sich zu nutzen wissen.

Fazit

Digitale Welt



Nachdem Mark Zuckerberg jahrelang ohne richtiges Geschäftsmodell dastand, geht er nun sehr strategisch vor. Er möchte mit Facebook mehr als nur ein soziales Netzwerk bieten. Am Ende sollen es gleich mehrere werden. Diese sind dann auf ganz bestimmte Interessen zugeschnitten, und werden so für Unternehmen interessanter. Facebook tritt damit in die Fußstapfen von Google. Wie der Suchmaschinen-Gigant kann auch Facebook unsere Daten dank zugeschnittener Reklame vergolden.

Dass Zuckerberg aber noch weiter denkt, zeigt der Zukauf der Datenbrille Oculus Rift. Damit steigt Facebook für zwei Milliarden US-Dollar erstmals in das Hardware-Geschäft ein. Optimisten glauben, dass die Brille die Vorstufe des künftigen Fernsehens sein könnte. Projekte wie Google Glass zeigen, dass auch das mobile Internet mit einer Datenbrille mittelfristig neue Wege gehen könnte. Und da will Facebook vorne mitspielen.

„Mobil ist die Plattform der Gegenwart und nun machen wir uns für die der Zukunft bereit“, ließ Zuckerberg im Zuge des Oculus-Kaufs mitteilen.

Für seine am 30. April in San Francisco stattfindende Entwicklerkonferenz hat er damit ein Bonbon. Die neueste Version der Datenbrille soll für rund 350 Dollar im Sommer an Entwickler ausgeliefert werden.

Mit Material von dpa 

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