Software-Konzern: SAP erhöht Mittelfristziele, kündigt Aktienrückkaufprogramm an
Der SAP-Vorstandssprecher kündigte ein Aktienrückkaufprogramm an.
Foto: dpaPünktlich zur Hausmesse Sapphire hat SAP seine mittelfristigen Ziele teilweise angehoben. Außerdem will der Walldorfer Softwarekonzern einen Großteil der Einnahmen an seine Aktionäre ausschütten.
Der Konzernumsatz werde bis 2025 auf mehr als 37,5 Milliarden Euro steigen, teilte Europas größtes Softwarehaus am Dienstag mit. Bislang waren 36 Milliarden Euro angepeilt worden. Die Erwartungen für die Cloud-Erlöse, dem Wachstumstreiber der vergangenen Jahre, schraubte Vorstandschef Christian Klein dagegen auf mehr als 21,5 von mehr als 22 Milliarden Euro zurück. Das Ziel für den operativen Gewinn blieb mit etwa 11,5 Milliarden Euro unverändert. „Mit Blick auf die nächsten zweieinhalb Jahre sind wir gut aufgestellt, um unser Wachstum zu beschleunigen“, sagte Klein.
Parallel dazu kündigte er einen fünf Milliarden Euro schweren Aktienrückkauf an. Damit stellte sich Klein gegen den Großaktionär Union Investment. Die Fondsgesellschaft hatte bei der Hauptversammlung vergangene Woche gefordert, die Einnahmen von 7,7 Milliarden Dollar aus dem Verkauf der Datenanalyse-Tochter Qualtrics eher in Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz (KI) zu investieren. Nur so könne SAP langfristig vorne mitspielen.
An der Börse kamen die Nachrichten gut an. Die SAP-Aktie stieg im späten Geschäft von Lang & Schwarz um ein knappes Prozent und war Spitzenreiter im Dax.
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