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Soziales Netzwerk Nähert sich die Ära Facebook dem Ende?

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"Oh mein Gott, meine Mom ist auf Facebook!"

Wer Facebook in die Quere kommt, wird geschluckt. Dienste wie Instagram, die viele neue Nutzer anlocken, verleibt sich das Unternehmen ein und integriert sie in sein Netzwerk. Quelle: dpa

Wie sich das auf junge Nutzer auswirkt, erklärt Facebook-Geschäftsführerin  Sheryl Sandberg in einem Interview im November 2013 mit dem Technologie-Portal AllThingsD:  "Als ich anfangs gerade mal ein paar Jahre bei Facebook war, kamen Erwachsene in immer größerer Zahl zu Facebook und all diese Meldungen tauchten auf – „Oh mein Gott, meine Mom ist auf Facebook“ und so in der Art.“ Das sei jedoch der natürliche Lauf im Geschäft mit sozialen Medien. „Eine der Herausforderungen, denen wir gerade jetzt gegenüber stehen, ist, dass wir schon ein Jahrzehnt alt sind. Das heißt wir sind keine Neuheit mehr. Doch oft, gerade in unserem Bereich, sind neue Dinge anziehender und cooler.“

Gerade bei Teenies kommen neue, soziale Anwendungen besonders gut an, sagt Soziologe Jan-Hinrik Schmidt: „Dann heißt es, da ist was neues, die Erwachsenen verstehen noch gar nicht, wie das richtig funktioniert und da können wir unter uns sein.“ Das bedeutet jedoch nicht, dass neue Dienste alte ersetzen.

Das ist etwa auch nicht bei dem aktuellen Hype um den 2009 erschienenen Messenger WhatsApp zu erwarten. Das Programm hat laut einer am Freitag erschienen Studie des Institut für Demoskopie (IfD) Allensbach bei den 16- bis 29-Jährigen die SMS schon knapp abgehängt: 36 Prozent nutzen die SMS für Kurznachrichten mit dem Handy, 37 Prozent WhatsApp.

Überall locken neue Plattformen

Dem Marktforschungsinstitut Ovum zufolge nutzten im November 2013 bereits mehr als eine Milliarde Menschen Dienste, wie Snapchat, Wechat und Line. Im Laufe des Jahres 2014 werde sich diese Zahl verdoppeln.

Facebook wird seine Fründe jedoch verteidigen, sagt Web-2.0-Experte Schmidt: „Facebook wird  gegensteuern und alles daran setzen, dass es für Jugendliche attraktiv bleibt.“ So geht er davon aus, dass das Unternehmen weiter bestimmte Plattformen aufkauft und in sein Netzwerk integriert. So ging etwa der Bilddienst Instagram im Herbst 2012 für 737 Millionen US-Dollar an Facebook. Die Aufmerksamkeit junger Menschen hat ihren Preis.

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