WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Spitzelaffäre NSA hörte Google, Yahoo und den Papst ab

Nach Merkel und der EU sind nun andere berechtigt, sich zu empören: Neben Politikern und Internetgiganten wie Yahoo und Google soll der US-Geheimdienst NSA auch Papst Benedikt ausspioniert haben.

Italienischen Medienberichten zufolge wurde auch Papst Benedikt XVI. Opfer der NSA-Spionage. Quelle: dpa

Der US-Geheimdienst NSA hat sich laut einem Zeitungsbericht weltweit in die Leitungen von Rechenzentren der Internetkonzerne Google und Yahoo eingeklinkt. Auf diese Weise sei die Spionagebehörde in der Lage, die Daten von Hunderten Millionen Nutzerkonten abzugreifen, darunter auch von Amerikanern, berichtete die „Washington Post“ unter Berufung auf Dokumente des Informanten Edward Snowden. Die neuen Enthüllungen seien in ihrer Detailtiefe beispiellos. Die betroffenen Firmen hätten überrascht und besorgt auf die Vorwürfe reagiert.

Was diese über Sie wissen könnten
Schild "Bundesnachrichtendienst" Quelle: AP
Schilder US. Cyber Command, National Security Agency, Central Security Service Quelle: dpa
Ein Mann mit Fotoapparat Quelle: Fotolia
Kabel Quelle: dpa
Eine Frau telefoniert mit einem Telefon Quelle: obs
Ein E-Mail-Symbol Quelle: dpa
Bildcollage zum Thema Telekommunikation Quelle: dpa

Noch mehr Empörung ruft jedoch der Bericht des italienischen Magazins "Panorama" hervor: Demnach hat der US-Geheimdienst NSA um die Jahreswende auch den Vatikan ausgeforscht. Dabei habe der Dienst möglicherweise auch Informationen darüber gewonnen, wie über die Nachfolge des damaligen Papstes Benedikt XVI. beraten wurde. Insgesamt habe die NSA zwischen dem 10. Dezember 2012 und dem 8. Januar 2013 in Italien 46 Millionen Telefongespräche erfasst. Darunter seien auch Verbindungen mit dem Vatikan gewesen.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Dieses Element gibt es nicht mehr.

Vatikan-Sprecher Federico Lombardi sagte, dem Heiligen Stuhl sei der Vorgang nicht bekannt. Benedikt trat am 28. Februar zurück, sein Nachfolger Franziskus wurde am 13. März zum neuen Kirchenoberhaupt gewählt. Der NSA wird unter dem vorgeworfen, das Mobiltelefon von Bundeskanzlerin Angela Merkel abgehört zu haben. In einem außergewöhnlichen Schritt unter befreundeten Mächte bestellte das Auswärtige Amt schließlich den US-Botschafter ein.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%