Standortbasiertes Marketing Deutsche Startups stürzen sich auf iBeacon

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Mit Gettings und barcoo kommen die Etablierten

Immer Saft auf dem Smartphone
Foto des Switch 8 Solar Recharging Kit
PowerbagBis zu vier Smartphones, Tablets oder E-Reader zugleich lädt die eingebaute Riesenbatterie in der im Powerbag des US-Anbieters gleichen Namens. Dazu muss natürlich vorher der Akku in der Tasche voll aufgeladen werden. Sobald dann der
CampstoveDieser Campingkocher ist ein interessantes Gadgets für Outdoor Freunde. Der Campstove des New Yorker Startups Biolite erzeugt nicht nur Wärme, sondern auch Strom fürs Handy. Quelle: Pressebild
HYminiWind- und Sonnenenergie gleichzeitig nutzt dieses kleine Gadget. In einem internen Akku speichert das HYmini den vom Windrad und der Solarzelle erzeugten Strom. Wobei die Windenergie nur gespeichert werden kann, wenn der Wind genau zwischen 15 und 65 Stundenkilometern weht. Die Menge hält sich jedoch in Grenzen aber in Notsituationen lässt sich so immerhin ein Smartphone oder eine Digicam ein wenig aufladen. Quelle: Screenshot
PocketCellDas Unternehmen Innergie hat etliche Ladeoptionen im Sortiment. Eine davon ist die tragbare Ersatzbatterie PocketCell. Diese lädt sich binnen einer Stunde auf und versorgt dann ein Smartphone nach Herstellerangaben etwa 25 Stunden lang mit Strom. Quelle: Screenshot
SocketDer separate Akku
Solar-ChargerDas Unternehmen Solar-Cosa hat etliche Solarmodule in unterschiedlichen Preiskategorien im Sortiment (im Bild der Solar-Gorilla für knapp 200 Euro) . Das Prinzip ist immer gleich: Sonnenenergie wird in Strom umgewandelt und gespeichert. Notebooks und Handys lassen sich mit dem Gadget laden. Quelle: Screenshot

Auch Anbieter existierender Coupon- und Shopping-Apps erkennen, dass sich ihnen mit iBeacon (beziehungsweise der zugrunde liegenden Technologie Bluetooth 4.0) neue Möglichkeiten zur Erhöhung von Genauigkeit und Effektivität bieten. Der zu E-Plus gehörende Düsseldorfer Coupon- und Deal-Dienst Gettings kündigte gerade an, zusammen mit dem Payment-Spezialisten net mobile 150 Geschäfte in der Düsseldorfer Innenstadt mit Beacon-Technologie auszustatten. Händler können anschießlend standortgenau Werbebotschaften an Kunden schicken, welche die Gettings-App nutzen.

barcoo, der aus Berlin stammende Produkt-Guide, will sich die iBeacon-Sause ebenfalls nicht entgehen lassen. Auf dem Mobile World Congress in Barcelona wird das Unternehmen heute “barcoo Beacons” vorstellen. Auch die Hauptstädter buhlen um die Gunst von Händlern, die Kunden während der Präsenz am Point of Sale gezielt informieren möchten. Mit über zehn Millionen App-Downloads kann barcoo eine kritische Masse vorweisen, die den Neulingen im Segment fehlt.

airfy bringt iBeacon in Wohnungen

An Händler sowie an alle modernen Individuen richtet sich der vom Berliner Startup airfy angebotene airBeacon. Dabei handelt es sich um eine Art frei konfigurierbaren Bluetooth-Server, der Personen in der näheren Umgebung auf eine App, entweder von airfy oder eines anderen Dienstes, Push-Nachrichten schicken kann. Als Einsatzszenario wird unter anderem die eigene Wohnung angegeben, etwa das automatische Ein- oder Ausschalten des Lichts beim Betreten oder Verlassen von Räumen. Auf dem Mobile World Congress präsentiert das Unternehmen sein Produkt mit einem besonderen Fokus auf Händler und Dienstleister.

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Angesichts dieser großen Zahl deutscher Startups, die iBeacon-Ambitionen hegen, und einer zu vermutenden Dunkelziffer, kann man guten Gewissens von einem Ansturm auf Apples proprietären Standard sprechen. Kein Wunder, experimentiert die Location- und Marketing-Branche doch seit Jahren mit Lösungen, um Konsumenten standortbasiert zu erreichen. Mit Bluetooth 4.0 und der Vermarktung durch Apple existiert nun ein Verfahren, das für diesen Zweck genauer  und anderen Methoden wie WLAN, GPS oder Triangulation überlegen ist.

Und auch aus Sicht von Verbrauchern sind Beacons ein begrüßenswertes Verfahren: Denn ohne eingeschalteten Bluetooth-Sensor und einer per iBeacon erreichbaren App verschonen Smartphones ihre Besitzer mit den verkaufsfördernden Push-Mitteilungen. Händler und Startups haben somit einen klaren Anreiz, Mitteilungen mit möglichst viel Mehrwert für Kunden zu verschicken. Denn sonst verschwinden die Einkaufenden vom Radar.

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