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Start-ups Was hat das Silicon Valley Deutschland voraus?

Apple, Facebook, Google, Microsoft – alle aus den USA, alle unter den teuersten Unternehmen der Welt. Ähnliche Erfolgsgeschichten wiederholen sich fortlaufend im Silicon Valley. Nur nicht in Deutschland. Warum nur?

Apple ist nur ein Beispiel für den Erfolg des Silicon Valley Quelle: AP

Catalin Voss hat den Wert seiner Universität schnell umschrieben: „Das hier ist ein Umfeld, in dem ich sehr gut und glücklich scheitern kann.“ Glücklich scheitern? Das sagt einer, dem dieses Prinzip vor allem Erfolg brachte. Voss ist ein deutscher Student an der kalifornischen Elite-Universität Stanford - und zwar, seit er 17 ist. Das App-Programmieren brachte er sich als Kind bei.

Heute erlaubt die von Voss mitentwickelte Technik seines Start-ups Sension, mit künstlicher Intelligenz menschliche Mimik zu erkennen. Diese Rückschlüsse auf die Gemütslage helfen Autisten. Oder der Firma GAIA, die zu Toyota gehört. Sie hat Sension inzwischen gekauft.

So kann es gehen mit Talenten in einem akademischen Umfeld, in dem sie „gut und glücklich scheitern“ dürfen. Für diesen Geist hat die Stanford-Uni allerdings auch einen Jahresetat über fast sechs Milliarden Euro - gut zehnmal mehr als etwa die Uni in Hannover.

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Geschichten wie die von Catalin Voss überraschen. Aber es überrascht nicht, dass sie im kalifornischen Silicon Valley passieren. Dort und rund um die benachbarte Bay Area bei San Francisco liegt eine ganz eigene Welt: Globale Tech-Firmen - soweit das Auge reicht. Apple, Google und Facebook haben dort ebenso ihre Zentrale wie jüngere Senkrechtstarter, darunter etwa der Elektroautopionier Tesla, der Taxifahrtenvermittler Uber oder der Hotelschreck Airbnb.

Warum gedeiht so etwas im Valley?

Viele der größten Firmen aus dem Valley erwuchsen aus dem Umfeld der Universitäten dort. Sie benötigten nur Jahre zur Weltspitze. Die Geschäftsmodelle der Valley-Größen basieren auch auf Innovationen, doch die generieren nicht nur mit neuen Produkten neue Märkte, sondern lassen parallel bestehende wegbrechen. „Desruptiv“ heißt das im Branchensprech - also zerstörend, unterbrechend. Und dort im Valley ist die Zentrale, das Epizentrum dieser neuen Spielregeln.

Uber attackiert die Taxiwelt, Airbnb die der klassischen Hotelketten. Alten Riesen wie etwa dem Handyhersteller Nokia wurde im Valley das Grab gegraben - denn natürlich stammt auch Apples iPhone von dort.

So sieht der deutsche Start-up-Markt aus

Warum gedeiht so etwas im Valley? Warum nicht in Berlin oder Tokio? Auch fern der USA gibt es schließlich exzellente Unis, Geldgeber für Wagniskapital und erfahrene Mentoren. Was macht also den Unterschied?

„Das Silicon Valley ist eher kein bestimmtes Areal auf der Landkarte, sondern eine bestimmte Denkweise und Mentalität“, sagt Chuhee Lee, der bei Volkswagen im Valley an der Mobilität von Morgen forscht. Und auch er sagt: „Ohne aus Scheitern schon einmal schlau geworden zu sein, wird man hier eigentlich nicht so richtig ernst genommen.“

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