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Streit um Sperrung Gema-Chef wirft YouTube Nutzertäuschung vor

Exklusiv

Die Musikrechtegesellschaft Gema wirft dem Videoportal YouTube bewusste Täuschung der Nutzer vor.

Internetseiten der Gema und von Youtube Quelle: dapd

YouTube hatte das neue Werbevideo von Google mit dem Hinweis gesperrt, die Gema habe die Musikrechte dafür nicht freigegeben. Doch „die Sperrung erfolgte durch YouTube selbst, sagte Gema-Chef Harald Heker der WirtschaftsWoche. „Der Verweis auf die Gema wird zur reinen Stimmungsmache willkürlich eingeblendet. YouTube versucht, den unrichtigen Eindruck zu erwecken, dass die unterbliebene Lizenzierung im Verantwortungsbereich der Gema liege. Dies ist schlichtweg falsch“, sagte der Gema-Chef.

Die Gema habe in einem Musterverfahren lediglich verlangt, dass zwölf Titel unzugänglich gemacht werden. „Die Gema ist verpflichtet, Lizenzen zu angemessenen Bedingungen einzuräumen und ist dazu selbstverständlich bereit. Dies verschweigt YouTube in dem Sperrtext bewusst, um die Öffentlichkeit gegen die Gema aufzubringen.“

Eine außergerichtliche Lösung im grundsätzlichen Streit mit YouTube ist laut Heker zuvor gescheitert. Heker: „Beide Seiten sind nach dem Urteil im April an den Verhandlungstisch zurückgekehrt. Leider konnte bis zum Ende der Berufungsfrist keine Einigung erzielt werden, sodass das Verfahren bezüglich der zwölf Titel nun fortgesetzt wird.“

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