Studie des Gottlieb Duttweiler Instituts So könnte unsere Gesellschaft im Jahr 2030 aussehen

Smartphones, Tablets und Elektroautos: Im Jahr 2030 dürften die technischen Errungenschaften unserer Zeit so altbacken anmuten, wie heute ein Bakelit-Telefon. Unserer Gesellschaftsform könnte es ähnlich ergehen.

Die Grafik zeigt die Weltkarte mit verschiedenen Knotenpunkten. Quelle: Fotolia

In Hongkong wurde in diesem Jahr erstmals eine künstliche Intelligenz in eine Geschäftsleitung berufen. „Forschung und Technik sind heute so weit fortgeschritten, dass wir alles bauen können, was wir wollen – wir sind lediglich durch unsere Vorstellungskraft beschränkt“, meint Justin Rattner, Corporate Vice President bei Intel. Und es scheint wirklich alles möglich. Selbstfahrende Fahrzeuge könnten der Beginn von ganzen Unternehmen sein, deren „Mitarbeiter“ nur noch aus intelligenten Maschinen bestehen.

Der Schweizer Think Tank, das Gottlieb Duttweiler Institute (GDI), hat auf Rattners Gedanken aufbauend vier Szenarien entworfen, die zeigen, wie eine hochvernetzte Welt 2030 aussehen könnte und was das für Auswirkungen auf die Gesellschaftsformen hätte. Die Szenarien sollen allerdings nicht als Prognosen verstanden werden. Sie schildern Extremfälle, die in dieser Form nicht auftreten werden. Die Autoren wollen Orientierungspunkte für aktuelle Entwicklungen in unserer Gesellschaft geben.

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Zwar ist, wie Rattner sagte, alles möglich. Aber nur weil alles möglich ist, heißt das noch lange nicht, dass es auch Realität wird. „Wenn das technisch Mögliche die Anpassungsfähigkeit der Menschen übersteigt, hängt der technische Fortschritt immer mehr vom Menschen ab“, schreiben die Autoren.

Letztendlich muss die Gesellschaft aushandeln, wo es hingeht. Die Technisierung könnte weiter fortschreiten und das, was heute wie Science Fiction anmutet, zur Wirklichkeit werden. Es könnte aber auch ganz anders kommen: Die Angst vor der totalen Kontrolle durch Staaten oder Unternehmen könnte zur Abwendung von der Technik führen.

Vier mögliche Szenarien.

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