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Studie Junge Europäer sorgen sich um ihre Privatsphäre

Junge Europäer machen sich Gedanken über ihre digitale Privatsphäre. Auf die größten Datenkraken – ihr Smartphone und ihren Laptop – wollen sie trotzdem nicht verzichten, wie eine Studie zeigt.

Ein junger Mann mit seinem Smartphone. Junge Europäer sind um ihren Datenschutz im Netz besorgt. Quelle: dpa

Wer ein Smartphone benutzt, hinterlässt Spuren. Die GPS-Daten geben Auskunft über den Aufenthaltsort – genau so die Einwahldaten in das mobile Netz. Wer Apps nutzt, gibt oft noch weitaus mehr über sich preis.

Einige Likes bei Facebook ergeben ein für das Unternehmen verwertbares Nutzerprofil. Uber konnte aus seinen gesammelten Daten auswerten, wer den Fahr-Dienst für One-Night-Stands nutzte. Amazon analysiert anhand der Kaufgewohnheiten, was man als nächstes kaufen könnte.

Zustimmung zur Aussage: "Ich sehe meine Privatsphäre durch die Nutzung digitaler Technologien bedroht"

Kurzum: Die Daten, die man seinem Smartphone anvertraut, nehmen Unternehmen gerne an und nutzen sie für ihre Geschäfte – und manchmal sogar für die Manipulation von Nutzern, wie Facebook etwa bei einem Experiment im Januar 2012, bei dem das Unternehmen die Timelines von hunderttausend Nutzern veränderte.

Dieser Tatsache sind sich die meisten jungen Europäer bewusst – und sie bereitet ihnen Sorge. Das ergibt eine repräsentative Studie. Hierfür hatte das Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag des Vodafone Instituts für Gesellschaft und Kommunikation im Herbst 2014 über 8000 Erwachsene zwischen 18 und 30 Jahren aus acht europäischen Ländern befragt.

Zustimmung zur Aussage: "Ich kann mir ein Leben ohne digitale Technologien nicht mehr vorstellen"

In Deutschland gaben 74 Prozent der 18- bis 30-Jährigen an, dass sie sich um ihre Privatsphäre sorgten, wenn sie digitale Technologien nutzten. In Spanien und Portugal liegen die Werte sogar bei über 80 Prozent.

In der Verantwortung für den Schutz der persönlichen Daten sehen die meisten europäischen Jugendlichen sich selbst. 62 Prozent der befragten Deutschen gaben das an, in Irland und Italien waren 67 Prozent dieser Meinung.

Welche der folgenden Devices nutzen Sie regelmäßig?

Trotz der Gefahr für die Privatsphäre – Smartphone, Tablet und Co. sind aus dem Leben der jungen Europäer nicht wegzudenken. Jeweils über 70 Prozent der Deutschen, Spaniern und Iren gaben zu, ein Leben ohne digitale Technologien sei nicht mehr vorstellbar.

Das spiegelt sich an den Nutzergewohnheiten wieder: Acht von zehn Deutschen zwischen 18 und 30 Jahren nutzen regelmäßig ein Smartphone und drei Viertel einen Laptop. Auch in Irland, Italien, den Niederlanden, Spanien und Großbritannien sehen die Werte ähnlich aus.

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