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Studie zum Mobile Banking Viele Banken-Apps sind mangelhaft

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Das größte Problem ist die Sicherheit

Kann sich über Platz eins freuen: Der scheidende Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann belegt mit seinen mobilen Apps Platz eins in der Studie. Quelle: dpa

Android hin oder her - das größte Problem ist oftmals allerdings die Sicherheit: Obwohl die Bedenken beim mobilen Internet größer sein müssten, sind die Maßnahmen laut Studie in vielen Fällen sogar schwächer als beim Online-Banking. Wer beispielsweise die App der US-Bank Merrill Lynch nutzt, kann demnach noch nicht einmal herausfinden, ob seine Informationen im Internet verschlüsselt übertragen werden. Im App-Store kritisieren Nutzer außerdem, die App sei instabil. "Einige Apps speichern sogar Kontoinformationen, die einfach auszulesen sind. Da haben Diebe leichtes Spiel", sagt Binder.

Ein entscheidendes Dilemma haben die Banken zudem noch nicht einheitlich geregelt: Wie sollen Überweisungen von unterwegs sicher funktionieren? Beim Online-Banking haben viele Banken die klassische Transaktionsnummer (TAN), die auf einer Nummernliste steht, bereits abgeschafft. Dieses Verfahren gilt schon seit Jahren nicht mehr als sicher. Und eine TAN-Liste mit sich zu tragen, wäre zudem unbequem. Eine praktische Alternative bietet das Mobile-TAN-Verfahren, bei dem eine zufällig generierte TAN an eine Handynummer geschickt wird. Auch das würde es Dieben jedoch ziemlich einfach machen, wenn das Handy mal gestohlen wird. "Momentan bietet da noch niemand eine optimale Lösung an", sagt Binder. Er rechnet damit, dass Banken bald alternative Identifizierungsverfahren anbieten werden, etwa Gesichtserkennung oder Fingerabdruckscans.

Die besten Smartphones im Überblick
Nokia Lumia 800/900 Quelle: REUTERS
A model displays HTC One X during a press conference in Taipei, Quelle: dapd
A worker moves an advertisement for the Samsung Galaxy SIII smartphone Quelle: REUTERS
Samsung Galaxy S2: Der Blick-FängerDer Vorgänger, das Samsung Galaxy S2, ging bereits weg wie warme Semmeln. Die Zehn-Millionen-Marke beim Verkauf hatte Samsung für Ende 2011 angepeilt, aber schon im September geschafft. Im April 2012 waren es bereits 20 Millionen verkaufte Geräte. Trotz des Riesendisplays ermöglicht das Top-Gerät knapp sechs Stunden Dauertelefonieren. Wegen seines Plastikgehäuses wirkt das extrem schlanke Handy allerdings nicht sehr wertig und fast schon zerbrechlich. Technik, Preis:Google Android 2.3 Elf-Zentimeter-Display 800 x 480 Bildpunkte neun Millimeter dick Acht-Megapixel-Kamera FullHD-Video Preis (online, ohne Vertrag): ab 440 Euro Quelle: Pressefoto
Huawei Ascend P1s Quelle: Pressebild
Apple iPhone 4 S - Das DesignerstückDas Gerät, an dem sich alle anderen messen lassen müssen, ist dagegen schon seit Oktober 2011 in Deutschland in den Läden. Obwohl das Smartphone "nur" die überarbeitete Version des iPhone 4 ist, rissen die Kunden es den Händlern nur so aus den Händen - sowohl in den USA als auch im Rest der Welt. In den ersten 24 Stunden gingen bei Apple mehr als eine Million Vorbestellungen für das 4S ein, die Deutsche Telekom warnte die Kunden schon vor Verzögerungen. Äußerlich ist das 4S nicht vom Modell 4 zu unterscheiden. Die Neuerungen stecken im Inneren. Wichtigste funktionale Verbesserung ist die Funktion Siri - ein persönlicher digitaler Assistent, der mit Stimmbefehlen gesteuert wird. Der neue A5-Doppel-Kern-Prozessor macht das Handy gegenüber den Vorgängern deutlich schneller. Allerdings sinkt die maximale Standby-Zeit des Gerätes um ein Drittel von 300 auf 200 Stunden. Die Kamera wurde deutlich verbessert und soll Videos in HD-Qualität aufnehmen können. Die Antenne ist nun ebenfalls deutlich leistungsfähiger. Technik, Preis:Apple iOS 5 Zehn-Zentimeter-Display 960 x 640 Bildpunkte Acht-Megapixel-Kamera mehr als 425.000 Apps Preis: 629 - 849 Euro (ohne Vertrag) Quelle: Pressefoto
Sony Xperia S Quelle: dapd

Verglichen mit dem klassischen Online-Banking dürfte die Zahl der Nutzer mobiler Banking-Apps noch relativ gering sein. Doch mit knapp 30 Prozent Marktanteil, den Smartphones inzwischen am weltweiten Handy-Markt haben und der rasant zunimmt, wächst nach Ansicht der Marktforscher auch der Druck auf die Banken. "Schon bald werden Bankkunden mehr Zeit mit Apps verbringen, als am PC-basierten Internet", erwartet Binder. Spätestens, wenn die Qualität der Apps zum Auswahlkriterium für den Bankkunden werde, stellten sich die Banken darauf ein. Bis dahin bleibt unzufriedenen Smartphone-Nutzern immer noch der Umweg über den Web-Browser.

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