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Tablets Google kommt mit Tablet-PC zum Kampfpreis

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Riskante Strategie

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Selbst wenn Google sich auch beim Nexus Tab mit Asus wieder einen Hardware-Partner ins Boot geholt hat, die Strategie auf den Geräteverkauf unter eigenem Namen zu setzen, ist riskant. Denn um einen möglichst breiten Marktauftritt und eine große Produktvielfalt zu erreichen, braucht Google Unternehmen wie Samsung, Acer oder Archos, die eigene Android-Tablets (und –Handys) entwickeln und vertreiben. Dann aber – wie beim neuen Tablet – einen Partner zu präferieren, kann die übrigen vergrätzen. Umso mehr, als die erst kürzlich erfolgte Übernahme der Handysparte von Motorola durch Google die anderen Android-Spieler bereits verunsichert hat.

Damit steht Google vor dem gleichen Problem wie Microsoft, das mit dem Surface-Tablet ebenfalls in Konkurrenz zu den Hardware-Herstellern tritt, die bisher Tablet-Rechner auf der Basis des Windows-7-Betriebssystems, so genannte Slate-PCs, gefertigt haben. Wenn voraussichtlich gegen Jahresende die ersten neuen Tablets mit der nächsten – dann speziell für den Einsatz auf den Touch-Computern optimierten – Windows-Version 8 auf den Markt kommen, dann steckt Microsoft erst recht in einem Dilemma. Denn dann muss der bisher auf Software-Entwicklung konzentrierte IT-Gigant erklären, warum er seinen bisherigen Weggefährten plötzlich das Geschäft streitig macht.

Apple bleibt an der Spitze

Glaubt man allerdings den Hochrechnungen des Marktforschers Gartner dürfte im Wachstumsmarkt der Flach-Computer noch reichlich Platz für neue Anbieter – und deren Tablet-PCs – sein. Im laufenden Jahr soll das Marktvolumen erstmals 120 Millionen Stück erreichen. Und trotz der nun schärferen – erst durch Microsoft und nun auch durch Google vergrößerten – Konkurrenz wird sich Platzhirsch Apple nach Gartner-Prognosen noch mindestens vier Jahre an der Spitze halten.

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Allerdings mit sinkenden Marktanteilen. Während sich Apple im laufenden Jahr noch geschätzte 61 Prozent des Marktes sichern kann, soll der Anteil 2016 auf 46 Prozent sinken. Microsoft, mit seinen derzeit noch primär auf Business-Anwendungen ausgerichteten Slates, noch unterhalb der Wahrnehmungsgrenze im Tablet-Weltmarkt unterwegs, soll sich bis 2016 rund zwölf Prozent des Geschäfts sichern. Und Googles Android baut im gleichen Zeitraum seine Reichweite im Tablet-Geschäft von heute 32 auf dann 37 Prozent aus.

Dazu sollte dann auch das nun vorgestellte Nexus Tablet seinen Beitrag leisten. Ob der auf der I/O präsentierte Plan aufgeht, ist allerdings alles andere als sicher. Schließlich war Googles wichtigste Entwicklerkonferenz in den vergangenen Jahren nicht immer ein sicherer Garant für den durchschlagenden Markterfolg neuer Produkte. So stampfte Google in diesem Frühjahr die wichtigste I/O-Ankündigung des Jahres 2009 still und leise wieder ein. Die Gruppenarbeits-Software Google Wave war den angepeilten Kunden schlicht zu kompliziert und blieb eine Randerscheinung im Googleversum.

Und auch die I/O-Hauptneuigkeit von 2010, die Hybrid-Plattform für Internet- und Fernsehinhalte, Google TV, ist bisher von einem weltweit zwingenden Markterfolg noch weit entfernt. In den USA verpasste der Internet-Riese seinem System mehrere technische und funktionale Umbaumaßnahmen. Und Launch-Partner Logitech stieg mangels Vertriebserfolgs sogar ganz aus der Zusammenarbeit aus. Nun wagen Google und sein verbliebener Hardware-Partner Sony immerhin den Markteinstieg außerhalb der USA: Sonys Internet Player NSZ-GS7 auf der Basis von Googles Android soll im September auch in die deutschen Läden kommen.

Mit Material von dapd

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