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Tariftipps und Tücken So nutzen Sie das Handy im Urlaub wirklich günstig

Mobiltelefonieren und mobiles Surfen im Urlaub sind deutlich günstiger als früher – dank EU-Preisdiktat und spezieller Optionstarife der Netzbetreiber. Doch die haben auch ihre Tücken. WirtschaftsWoche-Gadget-Inspektor Thomas Kuhn hat die wichtigsten Infos zusammengestellt.

Zehn Gründe, warum der Handy-Empfang rumzickt
Das falsche Handy „Neu“ heißt nicht immer auch „besser“! Im Falle von iPhone 5 und Galaxys S3 hat eine Studie der Universität Alborg beispielsweise festgestellt, dass Antennenleistung der neuen Geräte gegenüber ihren Vorgängern nachgelassen hat. Quelle: REUTERS
Falsche Zeit, falscher Ort Mitunter liegt der Zähfluss gar nicht am Handy, sondern daran, dass man mitten in der Hauptverkehrszeit online ist … und sich die Übertragungskapazität einer Funkzelle mit zig anderen Menschen teilen muss. Wird’s leerer, wird’s auch schneller. Quelle: dpa
Gratis-Apps Kostenlose Spiele gibt’s nur scheinbar gratis, tatsächlich finanzieren sich viele über eingeblendete Werbung. Die Bilder, Banner oder Videos werden parallel zu anderen Daten empfangen und fressen nicht nur Bandbreite sondern auch Batteriepower. Quelle: dpa
Allzu mobil Wer mit Auto oder Zug unterwegs ist, hat oft schlechteren Empfang, weil das Metall des Wagens die Signale abschirmt. Und je schneller es voran geht, desto schwerer wird es für’s Handy, die Verbindung beim Funkzellen-Wechsel intakt und schnell zu halten. Quelle: dpa/dpaweb
Zu aktive Freunde Wer gut in sozialen Netzen verwurzelt ist, bekommt von seinen digitalen Freunden fortwährend Updates und Nachrichten, die alle (neben den normalen Online-Daten) übertragen werden müssen … und natürlich das Online-Tempo drücken. Quelle: REUTERS
Gleiche Telefone sind nicht gleich Hersteller beziehen die Bauteile Ihrer Handys von unterschiedlichen Quellen, und nicht alle sind – trotz identischen Aussehens – gleich gut bei Leistung oder Stromverbrauch. Allein vom Galaxy S3 gibt es mindestens zehn Varianten. Quelle: REUTERS
Zu viele Apps Haufenweise Apps auf dem Smartphone fressen nicht nur den Speicher auf, sondern können auch die Netzverbindung beeinträchtigen, weil ihr Betrieb im Telefon unerwünschte magnetische Störungen auslösen kann. Quelle: dpa

Schnell ein Handyfoto mit dem traumhaften Blick über den Strand in die Brandung oder das atemberaubende Panorama der Alpen vor Augen an die Kollegen verschicken,  oder einfach einen kurzen telefonischen Gruß nach Hause absetzen – das reizt in den kommenden Urlaubswochen wieder Millionen Urlauber, die mit dem Handy im Ausland unterwegs sind. Und das, so trommeln in diesen Tagen die deutschen Mobilfunker gegen das etablierte Image sündhaft teurere Auslandstarife an, sei inzwischen viel, viel billiger als früher.

Das ist einerseits richtig, weil die EU, die Mobilfunker seit 2008 in mittlerweile sechs Schritten zur Senkung ihrer Auslandstarife genötigt hat. Statt 54,74 Cent pro Minute für abgehende Gespräche (2008) zahlen EU-Bürger seit 1. Juli dieses Jahres nur noch 28,56 Cent – ein Minus von fast 48 Prozent. Eingehende Anrufe schlagen statt mit 26,18 Cent (2008) nur noch mit 8,33 Cent zu Buche – das sind fast 70 Prozent (erzwungener) Preisnachlass.

Die Smartphones mit der längsten Akku-Laufzeit
Samsung Galaxy Note IIAkkukapazität: 3100 Milliamperestunden Laufzeit im besonders stromfressenden Anwendungsmix (typische Nutzung): 17 Stunden Standby-Zeit: 247 Stunden Telefonieren: 29 Stunden Musik hören: 35 Stunden Akku-Zwischennote: 1,63 (gut) Quelle: REUTERS
Samsung Galaxy S3Akkukapazität: 2100 Milliamperestunden Laufzeit im besonders stromfressenden Anwendungsmix (typische Nutzung): 12 Stunden Standby-Zeit: 197 Stunden Telefonieren: 18 Stunden Musik hören: 24 Stunden Akku-Zwischennote: 2,05 (gut) Quelle: dpa
Sony Xperia JAkkukapazität: k.A. Laufzeit im besonders stromfressenden Anwendungsmix (typische Nutzung): 15 Stunden Standby-Zeit: 168 Stunden Telefonieren: 13 Stunden Musik hören: 23 Stunden Akku-Zwischennote: 2,20 (gut) Quelle: Presse
Samsung Galaxy S4Akkukapazität: 2600 Milliamperestunden Laufzeit im besonders stromfressenden Anwendungsmix (typische Nutzung): 12 Stunden Standby-Zeit: 141 Stunden Telefonieren: 20 Stunden Musik hören: 36 Stunden Akku-Zwischennote: 2,22 (gut) Quelle: dpa
Samsung Ativ SAkkukapazität: 2300 Milliamperestunden Laufzeit im besonders stromfressenden Anwendungsmix (typische Nutzung): 13 Stunden Standby-Zeit: 179 Stunden Telefonieren: 16 Stunden Musik hören: 16 Stunden Akku-Zwischennote: 2,22 (gut) Quelle: Presse
Samsung Galaxy NoteAkkukapazität: 2500 Milliamperestunden Laufzeit im besonders stromfressenden Anwendungsmix (typische Nutzung): 8 Stunden Standby-Zeit: 162 Stunden Telefonieren: 21 Stunden Musik hören: 40 Stunden Akku-Zwischennote: 2,30 (gut) Quelle: dpa
Huawei HonorAkkukapazität: 1900 Milliamperestunden Laufzeit im besonders stromfressenden Anwendungsmix (typische Nutzung): 14 Stunden Standby-Zeit: 182 Stunden Telefonieren: 17 Stunden Musik hören: 17 Stunden Akku-Zwischennote: 2,35 (gut) Quelle: Presse

Und doch ist es, andererseits, doch nur die halbe Wahrheit. Denn noch immer gilt, vom Preisniveau deutscher Inlandstelefonate ist die Plauderei im Ausland auch heute weit entfernt, umso mehr als viele Telefonkunden inzwischen Verträge mit Minuten-Inklusiv-Kontingenten oder gar komplette Telefonie-Flatrates nutzen, die beide im Ausland im Normalfall nicht gelten. Und richtig teuer wird es, wenn der von nationalen Internet-Flatrates verwöhnte Reisende jenseits der Grenzen sorglos online geht.

Damit Sie den Kostenschock beim Blick auf die Mobilfunkrechnung nach der Rückkehr vermeiden können, haben wir Ihnen im Folgenden wichtige Tipps fürs kostensparende Telefonieren und eine Übersicht über die wichtigsten Optionstarife der großen Mobilfunker zusammengestellt. Außerdem geben wir Tipps, wie sie die sensible High-Tech auch wieder heil aus dem Urlaub mit nach Hause bringen. Denn Sommer, Sonne, Strandgenuss – was uns Menschen den Urlaub erst schön macht – all das wird für Smartphones ganz schnell zum Megastress.

Vor dem Urlaub abgezockt
Vorsicht beim VergleichenOb Flugticket oder Hotelzimmer – Reisen online zu buchen liegt im Trend. Die Preise lassen sich einfach bei verschiedenen Reiseportalen vergleichen. Wer dabei am heimischen PC allerdings nicht aufpasst, zahlt schnell zu viel, denn nicht jedes Portal ist gleich fair. Einige Online-Anbieter haben eine ganze Reihe Tricks auf Lager. Die Zeitschrift „Clever reisen!“ entlarvt die Fallen der Abzocker und nennt die Seiten, mit denen man wirklich sparen kann. Quelle: dapd
Zu teuer und versteckte GebührenAuch der penibelste Preisvergleich bringt nichts, wenn der zuerst ausgewiesene Ticketpreis nicht stimmt: Einige Anbieter schlagen erst am Ende des Buchungsvorgangs die Servicepauschale auf die Rechnung, der Endpreis fällt also um einiges höher aus als angenommen. Quelle: dpa
Preis-Versteckspiel trotz VerbotEigentlich muss der komplette Endpreis eines Fluges gleich von Anfang an angezeigt werden. Laut EU-Verordnung dürfen Gebühren, Zuschläge oder Steuern nicht erst am Ende der Buchung aufgeschlagen werden. Dennoch berichtet „Clever Reisen!“, dass die Portale Fluege.de, Billigfluege.de und Flug24.de immer noch zuerst mit günstigen Preisen locken und später mit einer saftigen Service-Pauschale aufwarten. Quelle: dpa
Vorsicht VersicherungsfallenVersteckte Kosten entstehen auch durch Reiserücktrittsversicherungen oder ähnliche Policen. Die werden bei einigen Anbietern nämlich standardmäßig dazugekauft, wenn der Kunde sich nicht aktiv dagegen entscheidet. Im schlimmsten Fall entstehen dabei hohe Folgekosten, weil eine Art Versicherungs-Abo abgeschlossen wird, das sich automatisch verlängert, berichtet die Reisezeitschrift. Besonders aufpassen müssen Kunden bei den Portalen Billigfluege.de, Fluege.de und Flug24.de. Quelle: dpa
Kaufen unter Druck Auch Hotelzimmer werden immer häufiger im Internet gebucht. Genau wie bei Flügen haben die einschlägigen Vergleichsportale so manchen Trick auf Lager. Einige Anbieter erzeugen bewusst Kaufdruck beim Kunden, indem sie behaupten, es gäbe für den betreffenden Termin nur noch wenige Plätze im Flugzeug oder Betten im Hotel. Im Test hatten sowohl Hotelreservierung.de als auch Fluege.de mehr Plätze zur Verfügung als in warnenden Meldungen verkündet. Quelle: dpa
Sechs mal „sehr gut“Doch es gibt auch gute Nachrichten: Ganze sechs Preisvergleichs-Portale schnitten im Test mit der Note „sehr gut“ ab. An erster Stelle steht die Seite Ebookers, darauf folgen Tripsta und Expedia. Bei diesen Anbietern waren die testweise gekauften Flüge am günstigsten. Quelle: dpa
Der Überflieger Im wenige Monate vorher von n-tv in Auftrag gegebenen Test erzielte das Portal fly.de das beste Ergebnis. Knapp dahinter folgte billigflug.de und flug.de. Verglichen wurde hier sowohl der Preis als auch die Qualität des Service. Flug.de ist der einzige Anbieter, der in beiden Tests vorne mit dabei ist. Es gibt also durchaus eine ganze Reihe zuverlässiger Preisvergleichsanbieter. Quelle: dpa

Doch zuerst zum Geld, und zwar fürs Telefonieren: Wichtig ist, alle Netzbetreiber MÜSSEN ihren Kunden einen Auslandstarif anbieten, der den EU-Konditionen entspricht, KÖNNEN aber auch Alternativen vorschlagen, die den Vorgaben nicht entsprechen müssen, sondern in einzelnen Konditionen deutlich günstiger sein können, aber auch teurer sein dürfen.

Bei der Deutschen Telekom heißt das Angebot „Smart Traveller“ , bei VodafoneReisePaket Plus“ , bei E-Plus/Base „Top Reisevorteil Plus“ . Und o2 hat mit der „Reise-Option“ sowie „My Europe Top“ sogar zwei Tarife im Angebot.

In der Regel sehen diese Haus-Tarife fürs Ausland an entscheidender Stelle sogar besser auch – und für viele Kunden sind sie es auch. Aber eben nicht in allen Details.

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