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Topraks Technik Talk

Acht Technik-Mythen über Männer

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Miss World 2008 Ksenja Suchinowa wird sicherlich immer einen Mann finden, der für sie den Computer repariert

Mythos Nr. 4: Männer lieben primitive Ballerspiele

Primitiv sind diese Spiele nur im Auge des Betrachters. Für die Jungs ist aber nicht das blutige Szenario, sondern die Mission dahinter das Wesentliche, da geht es um Taktik, Entscheidungen, schnelle Reaktionen, Kooperation im Team und das alles. Das ist geistige Höchstleistung, fast so schwierig wie ein Shopping-Nachmittag im Schuhladen.

Mythos Nr. 5: Männer verstehen Technik besser

Reine Schutzbehauptung. Frauen lesen lange Romane (meistens von Paulo Coelho), besuchen Sanskrit-Kurse, lernen Italienisch, und können sich bei H&M pfeilschnell orientieren. Diese so edlen wie hochbegabten Geschöpfe sollen zu doof sein, um einen Staubsaugerbeutel zu wechseln? No way. Sie sind einfach zu faul dafür. Alles Edle ist im Alltag faul.

Wozu bücken, sie haben doch ihre Heimwerker-Sklaven, die sich darum bemühen, einmal (einmal!) etwas richtig zu machen, und deshalb mit Feuereifer die Technik für sie klar machen. Die Bedienungsanleitung müssen wir Männer genauso lesen. Frauen machen währenddessen lieber Sudoku.

Mythos Nr. 6: Frauen können besser Autofahren

Dazu nur soviel: Haben Sie die Power-Slide-Einpark-Video auf Youtube gesehen? Da sitzt ein Mann am Steuer. Und warum gibt es eigentlich keine Formel 1 für Frauen, wenn die so gut fahren können?

Mythos Nr. 7: Frauen können Ikea-Schränke besser zusammenbauen

Das stimmt. Zuerst lassen sie den Mann ran und sehen mit verschränkten Armen zu, wie der schwitzend versucht, auseinanderkippende Schrankwände zusammenzuhalten, Schrauben zu sortieren und Holzdübel einzuschlagen. So haben sie Zeit zu beobachten und aus seinen Fehlern zu lernen.

Wenn er dann am Schluss eine Schublade falsch zusammengesteckt hat, dann tritt sie großmütig an den Erschöpften heran und startet die Aktion "Rettet den Schrank". Der Mann steht mit hängenden Armen da als hektischer Wichtigtuer, der nicht mal eine Ikea-Schublade richtig zusammenstecken kann.

Mythos Nr. 8: Männer kucken Sex-Bilder im Web

Stimmt leider. Darf man aber auch mal andersrum sehen. Mann kann keine Computerzeitschrift in der U-Bahn durchblättern, ohne rot zu werden. Vor allem die Werbung ist schlimm. Da posieren leicht bekleidete Models dämlich lächelnd mit Mainboards oder Netzteilen. Der Mann, den solch hirnrissige Werbung anspricht, existiert nur in der Phantasie der Werbeagenturen.

Die sind dem nicht mehr hinterfragten Common Sense auf den Leim gegangen, dass Sex in der Werbung Produkte verkauft. Solche Bilder haben doch nur den Effekt, Männer als instinktgesteuerte Tiere vorzuführen. Beim Playboy, so heißt es, suchen Frauen die Fotos für die "Mädchen-Strecke" aus. Das ist ja höchst interessant.

Langsam beginnen wir Männer das Ungeheuerliche zu begreifen: Die Welt der Apparate mit all den Computern, Handys, Ikea-Möbeln und Surround-Receivern ist eine Art futuristischer Strafkolonie, in der die Männer schuften und Frauen die Aufsicht haben. Und erotische Technikreklame ist das Opium für den Mann, um das Nachdenken darüber zu verhindern.

Aber jetzt wendet sich das Blatt. Männer treten in den Technik-Streik. Wenn sie nächstes Mal darum bittet, den 7.1.-Surround-Receiver einzustellen, reichen wir ihr das Bedienerhandbuch…

Zum Weitersurfen

Miss World 2008:

Powerslide Parking:

Topraks Technik Talk:

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