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Topraks Technik Talk Mein schöner gelber Porsche

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Elektroautos sind Öko-Flops

Das Argon TR ist mit Hightech-Komponenten wie SON Nabendynamo, Scheibenbremsen und Rohloff-Nabenschaltung bestückt.

Die Diskussion verengt sich viel zu sehr auf das Thema CO2-Emissionen. Von Elektroautos wird ja erwartet, dass sie annähernd dieselben Fahrleistungen und den gleichen Komfort bieten wie ein Benziner. Auf Komfort zu verzichten, fiele keinem ein. Folglich müssen sie genauso groß und genauso schwer sein wie der Sechszylinder von Mercedes oder BMW. Zwei Tonnen rollendes Metall, um einen Menschen von A nach B zu bringen. Was für eine irrsinnige Verschwendung von Energie und Material. Selbst ein Kleinwagen wie der neue strombetriebene Mini E wiegt noch 1,5 Tonnen.

Autos sind gemessen an ihrem Zweck zu schnell, zu schwer und zu groß. Deshalb stehen sie für ein überholtes Konzept von Mobilität. Solange die so hochgelobten Elektroautos nichts anderes sind als modifizierte Benzinkutschen, gilt das auch für sie. Diese sind nicht die Lösung des Umweltproblems, sie verschieben es höchstens und gewähren eine kurze Verschnaufpause im Wettrennen gegen die nahende Klimakatastrophe.

Das schnellste Verkehrsmittel

Wenn das Elektroauto die Probleme nicht löst, sollen wir dann alle wieder U-Bahn fahren oder zu Fuß gehen. Angesichts der Fortschritte in der Outdoor-Technik mit Walking-Schuhen und Funktions-Textilien sowie mobilen Helfern wie Handys, GPS-Navis und iPods ist der Fußgängergedanke gar nicht so mehr so abwegig. Schneller ist allerdings das Fahrrad. Es gibt kein Verkehrsmittel, das so wenig Energie benötigt, um den Menschen von A nach B zu bringen. In einem Umkreis von etwa 12 Kilometern ist das Rad auch das schnellste Verkehrsmittel in der Stadt.

Ein geniales Stück Technik, das mit minimalen Aufwand die maximale Wirkung, sprich Mobilität bringt. Es benötigt weniger Material als der Kofferraumdeckel eines Kleinwagens und kostet wahrscheinlich auch weniger als dieser. Gleichzeitig schenkt es seinem Besitzer Fitness, Spaß und echte Mobilität. Wer jetzt die Nase rümpft, weil Fahrräder nicht "techie" genug sind, sollte sich mal ein aktuelles Modell wie das Argon TR Super ansehen: Magura-Scheibenbremsen, SON-Nabendynamo und Rohloff-Schaltung, alles was das Hightech-Herz begehrt.

City-Hubschrauber mit Öko-Motor

Stilvolle Fortbewegung – Retroräder wie dieses von Stilrad verbinden Retro-Design mit guter Verarbeitung.

Sollte es der Menschheit jemals gelingen, ein Vehikel zu bauen, das den Gesetzen der Vernunft gehorcht, dann werden mehrere Entwicklungslinien zusammenfließen: Komfort und Platzangebot des Automobils, Einfachheit und Effizienz des Fahrrads und Energiequellen aus Solar- und Akkutechnik. In der Kombination ergibt das ein überdachtes Vier-Sitzer-Rad, mit Carbon-Rahmen, Anhängerkupplung und Triple-Antrieb: Muskelkraft, Akkus und Solarzellen. Vielleicht sogar als kompakten City-Hubschrauber mit Windrad-Antrieb.

Zugegeben, das klingt ziemlich verwegen. Techno-Quacksalberei? Aber schließlich bin ich nur der Kolumnen-Schreiber, der sein Hirn quält, um Ideen zu formulieren, die andere schon vor Jahren realisiert haben sollten. Die hochbezahlten Entwickler-Genies sitzen in den Konzernzentralen von VW, BMW, Mercedes und Porsche. Sollen die sich was einfallen lassen. Ich will endlich meinen Öko-Porsche mit eingebautem gutem Gewissen haben. Und wenn er mit Kuhmist fährt …

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