WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

TorBoox Illegales E-Book-Portal will Verleger zu Allianz zwingen

Exklusiv
Seite 2/2

Torboox ist nicht Kino.to

Preiswerte E-Reader auf dem Vormarsch
TolinoNina Hugendubel (Geschäftsführende Gesellschafterin Buchhandlung H. Hugendubel GmbH & Co. KG) posiert mit dem eReader tolino. Die führenden deutschen Buchhändler Thalia, Weltbild, Hugendubel sowie Club Bertelsmann bündeln künftig ihre Kompetenzen im Hinblick auf das digitale Lesen. Die Partner setzen dabei auf die neue Marke tolino. Das neue Gerät verfügt über einen sechs Zoll großen Bildschirm und wiegt 183 Gramm. Der Akku läuft angeblich bis zu sieben Wochen. Die integrierte Beleuchtung ist stufenlos regelbar. Der eReader ist mit einem Zwei- und einem Vier-Gigabyte-Speicher erhältlich. Der Cloud-Speicher verfügt über 25 GB, wobei Einzeldateien in einer Größe von 500 MB geladen werden können. Das gerät läuft mit dem Google-Betriebssystem Android. Quelle: dpa
Drei Frauen lesen auf dem E-Reader 'txtr Quelle: Presse
Amazon gehört bei den elektronischen Lesegeräten zu den Vorreitern. Der US-Konzern bietet in Deutschland mittlerweile eine ganze Palette an. Die billigste Version ist ein Kindle für 80 Euro. Das Gerät ist sechs Zoll groß und greift per WLAN auf die Amazon-Website zu. Doch der US-Riese hat noch mehr im Angebot. Quelle: dpa
Kindle Fire Quelle: REUTERS
Die Buchhandelskette Thalia bietet das Cybook Odyssey vom französischen Hersteller Bookeen für 120 Euro an. Das Gerät hat einen Touchscreen und einen WLAN-Anschluss, über den Nutzer direkt zum vorinstallierten Online-Shop des Unternehmens gelangen. Weitere Geräte sollen zum Weihnachtsgeschäft herauskommen. Quelle: Presse
eBook Reader 4 Quelle: Presse
Auch Sony vertreibt in Deutschland Lesegeräte - etwa dieses Modell mit WLAN. Quelle: Presse

Den Betreiber von TorBoox zu enttarnen dürfte derweil schwieriger sein als bei Kino.to. Denn anders als auf Raubkopierseiten üblich gibt es bei TorBoox keine Werbung. Über sie könnte die GVU den Hintermännern leichter auf die Spur kommen. „Die Website ist außerdem im rechtsfreien Ausland gehostet, ein Knotenpunkt ist die Ukraine“, sagt GVU-Chef ­Matthias Leonardy und geißelt das Vorgehen von TorBoox als Mafiamethode und Schutzgeldmentalität.

Spiegelbest zweigt nach eigenen Angaben vom Umsatz nichts für sich persönlich ab, „um nicht die rote Linie zur Gewerbstätigkeit zu übertreten“. Dann drohen härtere Strafen. Auch kennten sich Mitarbeiter untereinander nicht. Die Betreiber von Kino.to seien extrem unvorsichtig gewesen, bei TorBoox sei man dagegen geradezu paranoid. Gleichzeitig prahlt Spiegelbest in seinem Blog mit 38.000 verfügbaren Buchtiteln, zwei Millionen monatlichen Downloads und schreckt selbst vor politischer Kritik nicht zurück: „Die Wähler der Politiker – selbst ihre Söhne und Töchter, ihre Sekretärinnen und Praktikanten – downloaden massenhaft. Ich spreche von der Wirklichkeit, die den Gesetzen enteilt ist und fordere im Wesen eine Reform.

Die GVU sieht darin eine ausgeprägte „Geltungsbedürftigkeit“, die den Betreiber irgendwann einen Fehler machen lasse. „Die Szene ist zudem kleiner als man denkt“, sagt Leonardy. Am Ende müsse nur irgendein Kooperationspartner plaudern, und schon gebe es eine Spur.

Börsenvereins-Geschäftsführer Skipis hofft unterdessen auf die Konkurrenzfähigkeit der legalen Angebote. Umfragen haben laut Börsenverein ergeben, dass 76 Prozent der deutschen E-Book-Leser mit den aktuellen legalen Produkten zufrieden sind.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
Zur Startseite
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%