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Überwachung Die wichtigsten Fragen und Antworten zum NSA-Skandal

Wie funktionieren Prism und die anderen Spionageprogramme? Wer überwacht wen? Und wer kontrolliert die Überwacher? Die wichtigsten Fakten im Überblick.

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Schild "Bundesnachrichtendienst" Quelle: AP
Schilder US. Cyber Command, National Security Agency, Central Security Service Quelle: dpa
Ein Mann mit Fotoapparat Quelle: Fotolia
Kabel Quelle: dpa
Eine Frau telefoniert mit einem Telefon Quelle: obs
Ein E-Mail-Symbol Quelle: dpa
Bildcollage zum Thema Telekommunikation Quelle: dpa

Anfang Juni begannen die Enthüllungen über die Überwachungspraktiken der NSA und anderer Geheimdienste. Seitdem sind viele Details ans Licht gekommen. 

Die wichtigsten Fragen und Antworten über Täter, Opfer, Kontrolle und die Technik:

Wer sind die Überwacher?

Kurze Antwort: alle Geheimdienste. 

Lange Antwort: Die größten Datensauger sind der US-Geheimdienst NSA (National Security Agency) und der britische Geheimdienst GCHQ (Government Communications Headquarters). Gemeinsam werten sie in großem Stil Telefon- und Internetverbindungen in den USA aus, indem sie transatlantische Glasfaserkabel anzapfen. Tempora heißt dieses massive Überwachungsprogramm. 

Die NSA hat außerdem auch innerhalb der USA Zugriff auf Telefon- und Internetdaten. Sie kann Metadaten beziehungsweise Verkehrsdaten auswerten, also wer wann wo und wie lange mit wem kommuniziert hat, und außerdem die Inhalte von Telefonaten, E-Mails oder Chats einsehen.

Kanadas Geheimdienst CSE (Communication Security Establishment) greift ebenfalls weltweit auf Telefon- und Internetdaten zu. Auch Frankreich hat ein großes Überwachungsprogramm. Die Dienste anderer Länder wie zum Beispiel Belgien können auf die Daten und Erkenntnisse der US-Amerikaner zurückgreifen.

Der deutsche BND (Bundesnachrichtendienst) darf laut G-10-Gesetz bis zu 20 Prozent des Fernmeldeverkehrs überwachen, also aller Kommunikationsverbindungen ins Ausland, die über deutsche Infrastruktur laufen. "Strategische Fernmeldeaufklärung" heißt das. Nach offiziellen Angaben schafft es die Behörde aus Kapazitätsgründen aber nur, fünf Prozent der E-Mails, Chats und Telefongespräche nach Stichworten zu durchkämmen.

Zudem gibt es in Deutschland die sogenannte Telekommunikationsüberwachung, mit der die verschiedenen Polizei- und Sicherheitsbehörden der Länder und des Bundes auch im Inland Telefone und E-Mails überwachen dürfen. Auch die Funkzellenabfrage gehört zu diesen Maßnahmen.

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