WiWo App Jetzt gratis testen!
Anzeigen

Umfrage Jeder Dritte würde gerne mit dem Smartphone bezahlen

Vor allem an Tankstellen wollen immer mehr Nutzer gerne auf den Geldbeutel verzichten. Warum die Kluft zwischen dem Wunsch der Kunden und der Realität immer noch so groß ist.

Mit diesen Apps können Sie mobil bezahlen
YapitalDie QR-Code-App der Otto-Gruppe gilt ab November in 3.300 Rewe-Filialien und schon jetzt beim Schuhhändler Görtz so-wie Lieferungen von Otto, Sport Scheck, H.I.S. Jeans und anderen Anbietern. Quelle: Presse
CashCloudErmöglicht kostenlosen Geldtransfer an Freunde. Ab November verschickt das Luxemburger Startup NFC-Tags zum Zahlen an allen NFC-fähigen MasterCard- und Visa-Terminals. Quelle: Presse
mpassKunden des vom Mobilfunker Telefónica betriebenen mpass-Dienstes zahlen per NFC-Handy oder mit Funkstickern in mehr als 10.000 Geschäften mit Paypass-Terminal von Mastercard, darunter Douglas und Aral-Tankstellen. Quelle: Presse
NettoIn den rund 400 Filialen der Einzelhandelskette Netto können Kunden per QR-Code-App zahlen. Das Programm zeigt dem Nutzer auch aktuelle Angebote und Coupons an. Quelle: Presse
EdekaRund 100 Edeka-Filialen in Berlin und Hamburg akzeptieren QR-Code-Zahlungen. Auch Einkaufzettel, Lieblingsrezepte und aktuelle Wochenangebote enthält die Software. Quelle: Presse
PaycashBei 20 Filialen der Kaffeekette Cafetiero, einigen Hochschul-Mensen sowie mehreren Restaurants in Düsseldorf und Luxemburg können Kunden bereits Essen und Trinken mit der QR-Code-App von Paycash bezahlen. Quelle: Presse

Die Deutschen wollen mit ihrem Smartphone nicht nur im Internet Surfen und Nachrichten verschicken. Inzwischen scheinen sie auch bereit für das mobile Bezahlen zu sein – zumindest an Tankstellen. Das ergab eine repräsentative Umfrage von TNS Infratest, die vom Online-Bezahldienst Yapital in Auftrag gegeben wurde.

Danach würden 33 Prozent der Befragten bei Shell, Aral und anderen Unternehmen gerne mit dem Handy bezahlen. Von den 40 Millionen Smartphone-Besitzern in der Bundesrepublik würden sogar 43 Prozent das Handy an der Kasse zücken, also mehr als 17 Millionen potenzielle Kunden. Überraschend: Auch ein Viertel der Befragten ohne Smartphone würde an der Tankstelle gerne eine mobile Bezahllösung nutzen.

Auch im öffentlichen Personennahverkehr, in Super- und Drogeriemärkten scheint der Bedarf zu wachsen. 33 Prozent aller Befragten und 45 Prozent der Smartphone-Besitzer (18 Millionen Menschen) würden ihre Bus- und Bahntickets gern mobil bezahlen – genau wie 21 Prozent der Menschen ohne Smartphone. 30 Prozent aller Befragten, 41 Prozent der Smartphone-Besitzer und ein Fünftel (20 Prozent) der Verbraucher ohne Smartphone würde in Supermärkten und Drogerien gern Mobile Payment nutzen.

Wo die Deutschen gerne mit dem Smartphone zahlen würden

Hohes Interesse bestünde laut Umfrage auch an Zusatzfunktionen, wie einem aktuellen Überblick über getätigte Ausgaben. Dies wäre ein Mehrwert des Bezahlens mit dem Smartphone, der sie überzeugen würde.

Auch Schnelligkeit steht hoch im Kurs: 28 Prozent aller Befragten und 37 Prozent der Smartphone-Besitzer würden einen gegenüber herkömmlichen Methoden schnelleren Bezahlvorgang durch Mobile Payment zu schätzen wissen. Dazu passt, dass insbesondere die 14- bis 29-Jährigen (83 Prozent) lange Warteschlangen an der Ladenkasse stören und 43 Prozent der 30- bis 39-Jährigen genervt sind, wenn sie einen Umweg zur Bank machen müssen, um Bargeld zu holen.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Dieses Element gibt es nicht mehr.

So positiv die Zahlen auch sind, mit der tatsächlichen Nutzung von mobilen Bezahldiensten haben sie relativ wenig zu tun. Immer wieder belegen in Auftrag gegebene Studien wie groß der Wunsch danach ist, künftig mehr mobil zahlen zu können. Auch der Hightech-Verband Bitkom verweist in einer eigenen Studie darauf, dass jeder dritte Bundesbürger am liebsten bargeldlos zahlt (das schließt allerdings auch die EC- und Kreditkartenzahlungen sowie Online-Banking mit ein).

Doch über tatsächliche Nutzungszahlen beim mobilen Bezahlen ist relativ wenig bekannt. Grund dafür mag sein, dass der Markt noch sehr zerpflückt ist. Die Vielzahl der Apps auf dem Markt ist für den Endverbraucher eher verwirrend als hilfreich.

Gleichzeitig ist das Bewusstsein für und die Angst vor Datenmanipulationen und Sicherheitslücken im vergangenen Jahr extrem gestiegen. Gerade kleinen Anbietern trauen die Kunden oft nicht über den Weg, wie gleich mehrere Studien zeigen.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%