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Unterhaltung Die neuen Super-Fernseher im Test

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Frisbee am Flachbildschirm

Die wichtigsten Web-TV-Anbieter
Screenshot Webseite tape.tv Quelle: Screenshot
Screenshot der Webseite Live.tv Quelle: Screenshot
Screenshot der Webseite Sevenload Quelle: Screenshot
Screenshot Zattoo-Webseite Quelle: Screenshot
Screenshot der Webseite Sendungverpasst.de Quelle: Screenshot
Screenshot der Webseite Qtom.de Quelle: Screenshot
Screenshot der Webseite TV-Stream.to Quelle: Screenshot

Immerhin: Einige Web-Apps lassen sich aus LGs TV-App-Store herunterladen. Das funktioniert wie die Installation von Handy-Programmen auf Smartphones. Es erfordert aber, dass ich am Fernseher ein Benutzerkonto anlege – mit den bekannten Tücken beim Tippen. Richtig umwerfend ist das Programm-Angebot ohnehin noch nicht. Weder der kostenlose Fitness-Coach noch die 3,80 Euro teure TV-Adaption eines Frisbee-Spiels überzeugen mich wirklich.

Nützlicher finde ich den persönlichen Stau-Warner, den TomTom für Philips’ Online-Fernseher entwickelt hat. Doch weil fast jeder Hersteller sein eigenes Smart-TV-Portal aufbaut, funktionieren Philips-Apps nicht an LG-Geräten, verweigern Samsung-Programme auf Sony-Fernsehern den Dienst – und umgekehrt.

Online-Anwendungen auf allen Plattformen zu nutzen – was an PC, Notebook oder Tablet funktioniert, ist in der Welt der Web-Fernseher noch längst nicht Standard. „Die Vorstellung, dass Internet am Fernseher das Gleiche ist wie am PC, ist ein Irrtum“, sagt Goldmedia-Experte Kerkau. „Es bleibt ein Unterschied, ob wir am PC aktiv online sind oder am TV-Gerät passiv Inhalte konsumieren.“ Das gelte auch, wenn wir die Inhalte aktiv aus Online-Videotheken oder TV-Mediatheken im Netz abrufen.

Die besten Gadgets 2012
Kugel-FischerDas Echolot Deeper des US-Startups Friday Lab zeigt Anglern auf dem Handy-Display, wo Fische schwimmen. Preis: 149 Dollar Quelle: Pressebild
Taschen-LampeDas Android-Telefon Galaxy Beam von Samsung macht die Diashow mobil. Es projiziert mit einem eingebauten Beamer Bilder mit bis zu 50 Zoll Bilddiagonale an die Wand. Preis: 459 Euro Quelle: Pressebild
Akku-TascheBis zu vier Smartphones, Tablets oder E-Reader zugleich lädt die eingebaute Riesenbatterie im Powerbag des US-Anbieters gleichen Namens. Preis: ab 140 Euro Quelle: Pressebild
Badezimmer-UfoDie Waage Targetscale des Neusser Medizintechnikherstellers Medisana analysiert mithilfe elektrischer Sensorfelder auch Fettanteil, Muskel- und Knochenmasse im Körper. Eine Handy-App protokolliert die Daten. Preis: 150 Euro Quelle: Pressebild
Blick-WinkelDie 20-Megapixel-Kamera NX1000 von Samsung bietet Spiegelreflex-Qualität, passt aber in die Jackentasche - und lässt sich per Smartphone fernsteuern. Preis: 699 Euro Quelle: Pressebild
Nasen-KameraIn der Sonnenbrille Pivothead des US-Startups Cape Evolution steckt eine HD-Videokamera. Damit können etwa Montainbiker ihre Abfahrten filmen. Preis: 349 Dollar Quelle: Pressebild
Holz-LaderDer holzbetriebene Kocher Campstove des New Yorker Startups Biolite erzeugt nicht nur Wärme, sondern auch Strom fürs Handy. Preis: 129 Dollar Quelle: Pressebild

Nicht das gleiche wie am PC

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    Da hat Kerkau wohl recht. Mein Eindruck ist, dass sich die Darstellung der Inhalte und erst recht die Bedienung der Online-Angebote nicht 1:1 auf den TV-Schirm übertragen lassen. Online-Banking, Mitsteigern bei Ebay oder Blog-Beiträge verfassen etwa werde ich nach den ersten Erfahrungen mit der Technik am Fernseher gar nicht erst versuchen.

    Beim Stichwort Mediathek aber wird auch meine Frau hellhörig. Sie ist berufstätig wie ich und hat sich angewöhnt, Sendungen auf einem digitalen Rekorder aufzuzeichnen. Lineares Fernsehen entlang den Sendeplänen der TV-Programmgestalter ist bei uns längst Ausnahme.

    Digitale Welt



    Die große Stärke Verfügbarkeit

    Und genau hier liegt die große Stärke vernetzter Fernsehgeräte: Sie machen Videoinhalte aller Arten – unabhängig von den starren Vorgaben der Sender – jederzeit verfügbar. Etwa in den umfangreichen Mediatheken, die sowohl die öffentlich-rechtlichen als auch die privaten TV-Sender inzwischen im Internet betreiben.

    Viele Sendungen könnten wir dort schon heute nachträglich ansehen – wenn wir uns an den Computer setzen. Denn nur dort war es bisher möglich, das umfangreiche Angebot komfortabel zu nutzen. Das aber ändert sich jetzt, wie unser Selbsttest belegt: Die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Kanäle sind auf fast allen Web-Fernsehern als TV-App eingebunden. Und auch die oft kostenlosen Streams der Privaten lassen sich auf vielen Smart-TVs abrufen. Ob Tagesschau oder Dr. House – die Fernseh-Konserve im Internet ist dann nur noch ein paar Tastendrücke auf der Fernbedienung entfernt.

    Und mit dem Angebot kann ich sogar meine bessere Hälfte für die vernetzte Fernsehwelt begeistern. Aus Twittern beim Tatort allerdings wird wohl auch im Zeitalter des Smart-TV nichts mehr.

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