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Unternehmenssoftware SAP stellt Patentantrag für mobilen Computer

Der Softwarehersteller SAP betritt neue Ufer: Offenbar plant das Unternehmen die Herstellung eigener Software für den Businessbereich.

SAP Tablet Quelle: USPTO

Der Softwarehersteller SAP will offenbar in den Hardwarebereich einsteigen. Bereits im Januar 2013 wurde ein Patentantrag für ein „faltbares mobiles Endgerät“ eingereicht, das mit wenigen Handgriffen verschiedene Funktionen offenbart. Das Gerät lässt sich als Smartphone, Tablet, Laptop und E-Reader verwenden, als Patent-Bevollmächtigter wird die SAP AG Walldorf geführt.

Jeder verfügbare Betriebszustand soll so viele Funktionen bieten wie das korrespondierende Einzelgerät. So soll man das Gerät als Smartphone nutzen können und eine E-Mail lesen, um sie kurze Zeit später auf dem ausgeklappten Gerät als Quasi-Laptop ausführlich zu beantworten.

Auf den ersten Blick erscheint es seltsam, dass ein Softwaregigant wie SAP, der im Geschäftsumfeld tätig ist, eigene Hardware entwickelt. Die Software von SAP findet sich in zahlreichen Unternehmen, im Mittelstand oder im Großkundengeschäft. Da sich alle Prozesse des Geschäftsbetriebs mit SAP abwickeln lassen, spricht wirtschaftlich einiges dafür, direkt die passende Hardware anzubieten. Aktuell arbeitet SAP mit Technologiepartnern wie HP, IBM, AMD und weiteren Anbietern zusammen, um ihren Kunden ein Komplettpaket anbieten zu können. Mobil ist SAP derzeit gut aufgestellt, sowohl das Unternehmen selbst als auch zertifizierte Partner bieten Apps an, die mit SAP verbunden werden können.

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Es ist denkbar, dass SAP bald alles zusammen auf eine Plattform führt, um vielreisenden Geschäftsleuten die Arbeit mit dem System zu erleichtern. Zudem ist der mobile Markt derzeit im Wachstum begriffen – möglicherweise ist es der richtige Schritt für SAP, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken. Der Patentantrag an sich bedeutet allerdings nicht automatisch, dass das dargestellte Gerät auch wirklich kommen wird – spannend und sinnvoll wäre es für SAP aber gewiss. Der Trend vieler Unternehmen geht mittlerweile dahin, Komplettlösungen anzubieten. Apple und IBM pflegen beispielweise seit kurzem eine Partnerschaft, bei der die Softwarelösungen von IBM mit entsprechender Hardware von Apple kombiniert werden. Dies soll dem Kunden ein noch bessere Nutzungserfahrung bieten.

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