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US-Gründermesse Fantasien aus der Wüste

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Greenplug

So glaubt David McIntosh eine Marktlücke im umkämpften Geschäft der sozialen Netzwerke ausgemacht zu haben. Seine Kreation Redux, die er gemeinsam mit einem Ex-Mitarbeiter von Facebook entwickelte, will Wildfremde übers Internet zusammenbringen. Wenn man in eine neue Stadt zieht, sagen wir mal San Francisco, fragt Redux Vorlieben sowie Hobbys ab und schlägt anhand der Aussagen passende Bekannte vor. Finanzieren soll sich das Ganze mit Werbung. Wer angibt, mehr als drei Paar Sportschuhe zu besitzen und regelmäßig zu joggen, bekommt auf seiner Seite Anzeigen von Nike eingespielt. „Die Daten geben wir natürlich nicht raus“, versichert McIntosh, der mit 21 Jahren noch ganz am Anfang seiner Gründer-Laufbahn steht.

Und dann sind da noch furchtlose Veteranen wie Kevin Merritt und David Kaufman, die sich mit neuen Produkten in die von Platzhirschen wie Microsoft oder dem Finanzsoftwareanbieter Intuit belegten Märkte drängeln. Merritt hat mit Blist eine elegante Datenbanksoftware entwickelt – Werbespruch: „Die unkompliziertes Datenbank der Welt“. Kaufman, Gründer von Voyant, hat sein Leben einer Finanzplanungssoftware gewidmet und präsentiert sie mit Worten wie sie nur ein Ingenieur wählen kann: „Und jetzt schauen wir mal, wie sich die finanzielle Situation der Familie verändert, wenn beide Eltern in den nächsten zwei Jahren versterben.“ Nicht gut, ist die kurze Antwort.

Und dann ist da noch Frank Paniagua, der die Armada von Stromadaptern für Laptops, Mobiltelefon und MP3-Player durch eine universelle Lösung Greenplug ersetzen will. Gemeinsam mit Technikchef Gus Pabon, lange Jahre bei Apple für Stromadapter verantwortlich, hat er einen Chip entwickelt, der automatisch die angeschlossenen Geräte erkennt, die Stromzufuhr regelt und sich automatisch abschaltet, wenn die Akkus geladen sind.

Paniagua und Pabon sind nicht die ersten, die sich an dem Problem versuchen. Knackpunkt ist, dass Computer- und Unterhaltungselektronikhersteller gar kein Interesse an einem universellen Adapter haben. Mit einem als Zubehör verkauften Adapter lässt sich mehr Profit erwirtschaften als mit einem knallhart kalkulierten Notebook.

Auch Nicholas Lewis ist Idealist. Der Neuseeländer treibt eine Art soziales Netzwerk voran, wobei „Aktionsnetzwerk“ der bessere Begriff ist. Statt massenhaft echte oder Pseudo-Bekannte für sein Profil zu rekrutieren, setzt  Celsias auf das gemeinsame Organisieren von Projekten – in diesem Fall das Einsammeln von Spenden und Auswählen von Umweltprojekten. Das Geschäftsmodell sind Spenden, Provisionen aus dem Verkauf von als sinnvoll eingestufter Umwelttechnik sowie Sponsoringgelder von durch Firmen finanzierten Umweltprojekten.

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