US-Wahl FBI soll mögliche russische Manipulation prüfen

Die US-Bundespolizei FBI hat nach zwei Hackerangriffen auf Wählerverzeichnisse einen verstärkten Schutz der entsprechenden Computersysteme gefordert.

US-Wahl: FBI soll mögliche russische Manipulation prüfen Quelle: AP

Das FBI sollte aus Sicht des ranghöchsten Demokraten im Senat eine mögliche russische Einflussnahme auf die US-Wahl prüfen. Dazu gehöre die Gefahr, dass womöglich Ergebnisse der Abstimmung verfälscht werden könnten, schrieb der Minderheitsführer im Senat, Harry Reid, in einem Brief an FBI-Direktor James Comey. Es gebe zudem zunehmende „Beweise einer direkten Verbindung zwischen der russischen Regierung und Donald Trumps Präsidentschaftskampagne.“

Dazu verwies Reid auf jüngste Hackerangriffe auf Organisationen der US-Demokraten. Es sei notwendig, den Umständen und „mitschuldigen Mittlern“ zwischen der Regierung in Moskau, den Informanten und mögliche US-Bürgern nachzugehen. Die Vorstellung, dass eine feindlich gesinnte Regierung die Wahlen untergraben könnte, sei eine gravierende Bedrohung, schrieb Reid weiter. Die US-Öffentlichkeit verdiene vor der Abstimmung lückenlose Aufklärung.

Erst am Montag hatte das FBI die Behörden als Reaktion auf mutmaßliche Hackerangriffe auf Wahldatensysteme zweier US-Staaten zur Erhöhung der Cyber-Sicherheitsmaßnahmen aufgerufen. Die beiden Vorfälle würden untersucht. Im Frühsommer waren die Wahlsystem-Websiten in Illinois und Arizona zum Teil ausgefallen. In beiden Fällen waren auf den Seiten Rubriken zur Online-Wählerregistrierung betroffen.

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