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Valley Talk

Im Internet gibt es keine Privatsphäre

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Die Geschäftsmodelle fußen auf Datenauswertung

Woher die meisten Cyber-Angriffe kommen
Platz 10Mit 204.000 kommen die wenigstens Cyberangriffe in dieser Aufzählung aus Brasilien. Die Zahlen basieren auf den Angriffen, die Sensoren der Telekom im April 2013 weltweit registriert haben. Quelle: Deutsche Telekom /// Angriffe, die Sensoren der Telekom im April 2013 weltweit registriert haben Quelle: dapd
Platz 9 Aus Großbritannien gibt es 229.000 Cyberangriffe. Quelle: dpa
Platz 8 262.000 Angriffe kamen im April aus Ungarn. Quelle: Blumenbüro Holland/dpa/gms
Platz 7312.000 der Cyberangriffe wurden von der Telekom aus Australien registriert. Quelle: REUTERS
Platz 6Aus Taiwan kamen 359.000 "Angriffe". Quelle: dpa
Platz 5 Der Blick über einen Teil der rumänischen Hauptstadt Bukarest: Aus Rumänien wurden 370.000 Cyberangriffe registriert. Quelle: dpa
Platz 4 Mit 491.000 kommt eine knappe halbe Millionen der Angriffe, die Sensoren der Telekom im April 2013 weltweit registriert haben, aus den USA. Quelle: REUTERS

Denn die Behörden könnten dann nichts mehr mitverfolgen. Und die Geschäftsmodelle von Google, Facebook & Co. fußen ja darauf, dass sie die Daten auswerten werden können, um Werbung bereitzustellen, etwa in den kostenlosen Diensten. Genau deshalb nötigt Yahoo gerade den Nutzern seines E-Mail-Dienstes die Zustimmung zur Analyse der elektronischen Post ab.

Deutsche Politiker sollte die „Abhöraffäre“ endlich aufrütteln. Besonders weil US-Politiker nonchalant erklären, dass hauptsächlich die Kommunikation von Ausländern ausgewertet wird. Es sind eben nicht nur die Chinesen, die im Ausland eifrig Daten sammeln. Cloud-Computing-Dienste werden fast gänzlich von US-Anbietern dominiert.

Zwar gibt es Gesetze, wonach Unternehmen des europäischen Wirtschaftsraums sensible Informationen auf Servern in der EU speichern müssen. Doch weil private und geschäftliche Nutzung des Internets immer mehr verschwimmen, reicht das nicht mehr aus. Und weil Anbieter aus den USA ohnehin US-Gesetzen unterliegen, ist es belanglos, ob deren Datenspeicher in Europa oder den USA stehen. Eigene Internet-Infrastrukturen deutscher Anbieter, abseits von Google, Facebook, Microsoft, Amazon und Co., könnten da zum Standortvorteil werden, beim Schutz (auch) von Geschäftsgeheimnissen.

Digitale Welt



Zwar scheint der Aufbau solch einer Infrastruktur in einer vernetzten Weltwirtschaft illusorisch. Androhen aber muss die Politik sie zumindest und wohl auch ein Verbot für Unternehmen, Online-Angebote ausländischer Anbieter im Geschäftsverkehr und zum Sichern sensibler Informationen zu nutzen.

Denn als Folge würden US-Unternehmen ihre Lobbyisten in Washington losschicken, damit diese angesichts drohender Wettbewerbsnachteile im Internet Alarm schlagen. Und wirtschaftlicher Druck würde die US-Politik am besten dazu bringen, ihre Überwachungsmethoden zu überdenken.

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