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Valley Talk

Deutschland hat ein BWLer-Problem

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Die Grundkenntnisse fehlen

Die besten Standorte für Startups
Platz 17: Berlin Quelle: dpa
Platz 10: Moskau Quelle: dpa
Platz 9: Bangalore Quelle: Reuters
Platz 8: Sao Paulo Quelle: Reuters
Platz 7: Singapur
Platz 6: Los Angeles Quelle: AP
Platz 5: Tel Aviv Quelle: Reuters

Hommels hat noch eine weitere Erklärung dafür, dass in Deutschland zu wenig „Techies“ eigene Unternehmen starten: In vielen europäischen Ländern, so hat er festgestellt, würden Wirtschaftskenntnisse schon in der Schule vermittelt. Etwa in seiner Wahlheimat Schweiz oder in Schweden. In Deutschland hingegen vermitteln Schulen diese Grundlagen nicht oder nur ungenügend. Grundwissen über das Unternehmertum aber würde vielen Berührungsängste nehmen.

Xing-Gründer Hinrichs bekam diese Grundlagen anders vermittelt: Er stammt aus einer Hamburger Unternehmerfamilie. Mit seinem Inkubator HackFwd kopiert er das Techie-Auswahlprinzip aus dem Silicon Valley: Anschubkapital gibt es nur für Leute, die die von ihnen vorgeschlagenen Produkte auch bauen können.

Die Billion-Dollar-Start-ups
Foursquare auf dem iPhone Quelle: dapd
airbnb Quelle: Screenshot
Das undatierte Firmenhandout des Internet-Musik-Diensts Spotify zeigt den Firmengründer einen Screenshot der Plattform Quelle: dpa
Bleacher ReportDie Sportseite Bleacher Report gibt es erst seit 2007. Mittlerweile besuchen rund 25 Millionen Nutzer pro Monat die Homepage, um sich Videos, Analysen und Hintergrundberichte zu verschiedensten Sportthemen anzusehen. Die Zahl der sogenannten unique user macht den bleacher report zur viertgrößten Sport-Website im Netz. Für Nachrichtendienste ohne Sportberichterstattung wäre der Kauf von br also eine Überlegung wert. Quelle: Screenshot
FabBei der Shopping-Community Fab macht pro Tag rund 300.000 Dollar Umsatz. Die mehr als drei Millionen Nutzer können über Fab nach ihren Lieblings-Designer-Stücken suchen und beim Einkauf bis zu 70 Prozent sparen. Das Unternhemen hinter der Community hat bereits 50 Millionen Dollar Investorengelder einsammeln können und ist derzeit um die 200 Millionen Dollar wert. Für Groupon oder andere Schnäppchen-Anbieter wäre Fab eine gute Ergänzung. Quelle: Screenshot
A visitor tries on the new game "Angry Birds Space" during a launching ceremony in Hong Kong Quelle: dapd
PathMit der App Path können Nutzer private Momente, Bilder und Videos mit ihren Freunden teilen. Path funktioniert quasi wie ein Tagebuch, das ein bestimmter Kreis von Menschen lesen darf und von dem bestimmte Einträge auch bei Twitter, Foursquare, Facebook oder Tumblr veröffentlicht werden können. Rund drei Millionen Menschen nutzen das soziale Netzwerk für unterwegs. Google hatte schon einmal bei Erfinder Dave Morin angeklopft und ein 100 Millionen Dollar für Path geboten. Morin lehnte jedoch ab. Quelle: Screenshot

Betriebswirt-Startup-Kultur

Nun bestätigen Ausnahmen die Regel. Viele halten Xing für eine Kopie des US-Vorbilds LinkedIn, was sein Schöpfer bestreitet. Doch Xing hatte zumindest zu Hinrichs Zeiten – er hat sich nach dem Verkauf seiner Anteile an Burda zurückgezogen – nützliche Funktionen, die man bei LinkedIn nicht fand. Und wie die Samwer-Brüder bewiesen haben, kann man auch mit dem Kopieren von Geschäftsmodellen wirtschaftlich höchst erfolgreich sein. Wobei auch das Kopieren eine unternehmerische Herausforderung ist.

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    Hinrichs hatte jüngst einen Termin bei der Bundeskanzlerin, die sich von ihm Einsichten erhoffte, wie man Internet-Startups in Deutschland fördern könnte. Über die Inhalte wurde Stillschweigen vereinbart. Aber es ging sicherlich auch um die Betriebswirt-Startup-Kultur in Deutschland.

    Mehr Schulwissen übers Unternehmertum wäre schon mal ein erster Schritt.

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