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Valley Talk

Droht Google Microsofts Schicksal?

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Facebook greift an

So sind wir im mobilen Internet unterwegs
1. Killer-App Nachrichten Sechs von zehn Smartphone-Besitzern fragen am Handy Nachrichten, Wetterinformationen oder Blogs ab. 40 Prozent nutzen Soziale Netzwerke, 30 Prozent kaufen via Smartphone ein. Nur jeder Zehnte twittert via Telefon. Quelle: dpa
2. Flut durch Bilder Nur jeder fünfte Mobilfunkkunde schaut auf seinem Handy Videos an. Dennoch verursachen diese 20 Prozent aller Nutzer mehr als 50 Prozent des gesamten mobilen Datenverkehrs in Handynetzen. Quelle: AP
3. Europa beim Tempo im Mittelfeld Knapp die Hälfte der aufgerufenen mobilen Internet-Seiten in Europa sind in weniger als 20 Sekunden geladen. Deutlich schneller ist das mobile Web in Asien (nur 41 Prozent der Downloads brauchen mehr als 20 Sekunden), wesentlich langsamer ist es in Nordamerika (69 Prozent benötigen 20 Sekunden und mehr). Quelle: dpa
4. Run auf Android-Apps Besitzer von Android-Smartphones und Tablets laden mit rund 7,5 Megabyte fast eineinhalb mal mehr Daten aus den App-Stores als Mobilfunkkunden mit iOS-Geräten. Quelle: rtr, Montage
5. Aktive Apple-OnlinerDafür nutzen Benutzer von iPhones und iPads die Geräte deutlich intensiver im mobilen Internet. Sie laden mit gut 33 Megabyte (iPad) beziehungsweise 12,9 Megabyte (iPhone) pro Tag zweieinhalb bis gut als dreimal so viele Daten auf ihre Geräte wie Besitzer von Android-Tablets und Smartphones. Quelle: dpa
6. Mobiler Zeitvertreib Die beliebtesten mobilen Smartphone-Spiele sind "Words with Friends" (gespielt von 40 Prozent der Smartphone-Besitzer), "Temple Run" (20 Prozent), "Angry Birds" (15 Prozent), "Bejeweled" (10 Prozent) und "Solitaire" (10 Prozent). Quelle: Presse
7. Spiel mit Worten Mehr als ein Drittel des durch die Top-Fünf-Spiele verursachten Datenvolumens stammt von "Words with Friends", je etwa 20 Prozent von "Temple Run", "Bejeweled" und "Solitaire". Quelle: Presse

Facebook-Chef Mark Zuckerberg ist deshalb überzeugt, dass auch das Rennen im mobilen Web noch nicht gelaufen ist. Er will mit einer neuen Technik, genannt Applink, Inhalte und Funktionen mobiler Apps verknüpfen – und Facebook als Vermittler zwischenschalten. Wer in einer App eine Restaurantkritik liest, kann direkt von dort aus über eine andere App einen Tisch bestellen. Facebook könnte so Informationen aus unterschiedlichen Apps indexieren, egal, ob die auf Android, iPhone oder Windows-Software laufen.

Doch auch Apple und Google könnten ähnliche Funktionen entwickeln und die App-Anbieter ermuntern, ihre Services auf dem Weg zu verknüpfen. Dazu kommt: Viele Silicon-Valley-Experten halten die Apps selbst für eine Übergangserscheinung. Sie könnten durch Universaldienste abgelöst werden, die vielfältigste Angebote integrieren und die Loyalität der Nutzer durch Preisvorteile belohnen.

In Arbeit
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Kandidaten für solche Dienste sind Amazon oder der US-Kabelanbieter Comcast. In diesem Szenario würden die Konzerne populäre Inhalte und Marken aufkaufen – wie Comcast das mit dem Medienunternehmen NBC bereits getan hat – und als Kundenmagnet einsetzen.

Ende der Neunzigerjahre sah es so aus, als ob Microsoft das Internet dauerhaft dominierte. Dann kam eine von Bill Gates unterschätzte Suchmaschine. Nun ist Google der Platzhirsch im mobilen Internet. Gut möglich, dass auch diesmal die Würfel ganz anders fallen als gedacht. Was den Kunden recht sein kann, solange das bessere Produkt den Ausschlag gibt und nicht erkaufte Marktmacht.

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