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Valley Talk

Bitcoin ist zu gut für diese Welt

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Noten pressen ausgeschlossen

Nüchtern betrachtet hat Bitcoin zwei Vorteile. Die Höchstmenge ist von den Schöpfern auf 21 Millionen Stück festgelegt. Wenn diese durch die immer schwerer werdende „digitale Schürferei“ erreicht ist, gibt es keine weiteren Cybermünzen. Im Gegensatz zu Papiergeld können also keine Notenpressen angeworfen werden. Außerdem lassen sich Bitcoins schnell und ohne große Kosten weltweit zu Adressaten transferieren. Wie teuer das bei traditionellen Guthaben ist, musste ich kürzlich erfahren, als ich schnell Geld von meinem US-Konto nach Deutschland überweisen wollte.

Beide Vorteile erübrigen allerdings auch die hitzige Diskussion darüber, ob der Bitcoin-Boom eine Spekulationsblase ist oder nicht. Selbstverständlich ist sie das, wenn sich ihr Wert innerhalb von zwölf Monaten verneunzigfacht und Märchen von unverhofftem Reichtum die Runde machen.

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Wichtiger ist aber, dass eine mathematisch kontrollierte Währung nur in einer idealen Welt funktioniert, einem Utopia, wo Banken faire Gebühren für ihre Dienstleistungen verlangen. Für die reale Welt sind Kryptowährungen wie Bitcoin zu gut – und eine Bedrohung. Deshalb wird sie als anonyme Geldwaschanlage für Drogen- und Waffenhändler zum Problem. Ungeachtet des Fakts, dass sich solche Transaktionen sehr wohl nachvollziehen lassen.

Auch der Umstand, dass Bitcoin ein globales Phänomen ist, wird die Regulierung nicht verhindern. Denn irgendwann muss jemand die Gelder in Dienstleistungen oder Waren umtauschen. Aber bis zum Angriff der Banken und Politiker lässt sich mit der Infrastruktur rund um Bitcoin gut verdienen. Im Silicon Valley ist man bereits dabei.

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