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Valley Talk Risikokapital fließt in Strömen

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Wagnisfinanzierer mit Netzwerk

Andreessen und Horowitz Quelle: dapd

Der bullige Andreessen ist inzwischen die erste Adresse für Gründer, vor allem aus dem Internet-Sektor – noch vor den langjährigen Platzhirschen Sequoia Capital und Kleiner Perkins. Dabei hilft, dass er einer der engsten Vertrauten von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg ist, in dessen Aufsichtsrat er sitzt. Es wird erwartet, dass Zuckerberg nach dem Börsengang auf Einkaufstour geht und interessante Startups übernimmt, um das abflachende Wachstum des sozialen Netzwerks anzukurbeln.

Falls sich dabei Interessenkonflikte ergäben, würde sich Aufsichtsrat Andreessen wohl der Stimme enthalten. Doch in der Vergangenheit hat die Nähe von Wagnisfinanzierern zu etablierten Unternehmen noch nie geschadet. So war es bei Google, dessen Investor Michael Moritz von Sequoia Capital im Aufsichtsrat von Yahoo saß. Er enthielt sich, als Yahoo beschloss, Google als exklusiven Dienstleister für seine Suche zu verpflichten. Es war der Durchbruch für Google.

Deutschland abgeschlagen

An Ideen für Startups mangelt es nicht, vor allem aus dem Internet-Sektor. Dorthin flossen vergangenes Jahr rund 6,9 Milliarden Dollar; ein knappes Viertel des gesamten US-Wagniskapitals und ein Plus von 68 Prozent gegenüber 2010. Es ist die höchste Summe seit dem Platzen der Internet-Blase Anfang letzten Jahrzehnts.

Digitale Welt



Die Aufbruchstimmung im Silicon Valley lässt die Lage in Europa noch düsterer erscheinen. 2011 wurden laut Dow Jones VentureSource nur 4,4 Milliarden Euro Risikokapital in Europa investiert, der niedrigste Wert seit 2000. Nach Deutschland flossen gar nur 475 Millionen Euro, 23 Prozent weniger als im Jahr zuvor. In ganz Deutschland wurde also 2011 weniger an Wagniskapital investiert als in Silicon Valley in einem Monat.

Angst vor einer Internet-Blase muss in Deutschland deshalb niemand haben. Eher davor, dass die innovativen Gründer und die gerühmten Mittelständler langsam aussterben.

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