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Valley Talk

Warum Yahoo gegen Facebook kämpft

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Facebook- Gründer Mark Quelle: AP

Das geplante Auslagern von Yahoos Suchmaschine an Microsoft halte ich zwar für einen Fehler. Doch zumindest kann Yahoo-Chefin Carol Bartz sich nun darauf konzentrieren, Facebook Paroli zu bieten.

Einen ersten Schritt hat sie schon getan: Mit einer optisch aufgefrischten Startseite, die das Einbinden von Inhalten anderer Anbieter erlaubt, mit verbesserten E-Mail-Funktionen, einem renovierten Messenger sowie neu gegliederten Suchergebnissen will das Unternehmen die Konkurrenz in Schach halten.

Yahoo: Versuch mit eigenem Netzwerk scheiterte

Doch die kürzlich in Yahoos Hauptquartier präsentierte Kosmetik hat mich nur wenig begeistert. Ein Anreiz, öfter bei Yahoo zu suchen, statt Facebook, Google oder Bing zu nutzen, ist sie nicht. Auch glaube ich den Beteuerungen von Yahoos Suchstrategiechef Prabhakar Raghavan nicht, dass eine eigene Suchmaschine nicht mehr wichtig sei und man gegen Google konkurrieren könne, indem man einfach die vom Allianzpartner Microsoft zugelieferten Suchresultate besser aufbereite. Wenn der Motor in einem Auto muckt, hilft auch die beste Karosserie nichts.

Als der Kauf von Facebook vor drei Jahren misslang, entschied sich Yahoo, das gesparte Geld in den Aufbau eines eigenen Netzwerks zu investieren. Der Versuch scheiterte. Auch weil es Yahoo nicht gelang, die benötigten Koryphäen dafür anzuwerben. Doch die braucht das Unternehmen jetzt dringender denn je. Keine Frage – Yahoo-Chefin Bartz hat den schwersten Job im Silicon Valley. Erst muss sie den Kampf um Talente gewinnen, dann den Kampf gegen Facebook.

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