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Valley Talk

Wettlauf der Video-Apps

Matthias Hohensee Quelle: Frank Beer für WirtschaftsWoche
Matthias Hohensee Korrespondent (Silicon Valley)

Nach dem Milliardenverkauf von Instagram könnte eine Video-Version der nächste Coup werden. Viddy hat die Nase vorn.

Die Viddy-Homepage Quelle: Screenshot

Früher buhlten Internet-Unternehmer primär um prominente Wagniskapitalgeber, um mit deren Segen und Geld, Kontakten und Renommee ihr Startup erfolgreich wachsen zu lassen. Heute gehört in den Investorenmix noch mindestens ein populärer Web-Milliardär, am besten mit Verbindungen zum Online-Medien-Adel wie Facebook, Twitter und Google. Und idealerweise der eine oder andere echte Superstar, aus dessen Fans sich auch ein Millionenpublikum für den eigenen Online-Dienst begeistern lässt.

Solche Prominente ködern die Web-Startups gerne damit, dass sie den Stars nicht nur einen Marketingvertrag geben, sondern sie auf Wunsch auch noch zu günstigen Konditionen mitinvestieren lassen. Die erste Promi-Garde lässt sich umso leichter ködern, wenn sie sich an einem Internet-Unternehmen beteiligen kann, das auf das populärste und am schnellsten wachsende Unterhaltungselektronikgerät setzt – das Smartphone.

Videos wie Twitter

Brett O’Brien hat das Glück, mit seiner jüngsten Neugründung all das bieten zu können. Der Unternehmer hatte sein erstes Unternehmen, den Online-Backup- und -Speicher-Dienstleister XDrive, im Sommer 2005 für 30 Millionen Dollar an America Online verkauft. Heute ist er Chef des im Surferstädtchen Venice bei Los Angeles angesiedelten Startups Viddy.

Dessen Produkt ist eine iPhone-App, mit der sich kurze Videoclips aufzeichnen und über soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter, YouTube oder Tumblr an Freunde und Bekannte verteilen lassen. Bedienerführung und Funktionen ähneln der bekannten Smartphone-App Instagram. Nur, dass sich das große Vorbild auf Fotos fokussiert hat und gerade erst für eine Milliarde Dollar an Facebook verkauft wurde.

Viddys Reiz ist, dass die Videoclips auf maximal 15 Sekunden begrenzt sind, ideal zum schnellen Konsum und damit ähnlich wie Twitter. Der wichtigste Wettbewerber aus dem Silicon Valley, Socialcam, macht bei der Länge keine Auflagen.

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