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Verrücktes Experiment Leben wie 1986

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Und wie reagierte die Umgebung?

Diese Technik! Dinge, die Ihre Kinder nicht mehr kennen
Früher war alles besser? Von wegen. Wer heutzutage einen Reise buchen will, geht nicht als erstes in ein Reisebüro, sondern sucht im Internet. Dort gibt es alles, individuell zusammenstellbar und vom heimischen Rechner aus. Quelle: dpa/dpaweb
Können Sie sich erinnern, wann Sie das letzte Mal bei der Auskunft angerufen haben, weil Sie eine Telefonnummer nicht gefunden haben? Halt: Kennen Sie eine Nummer, bei der Sie anrufen könnten? Eben. Quelle: dpa
Erinnern Sie sich noch? Irgendwann landete die Abholkarte in der Post, mit der jeder Haushalt sein persönliches Exemplar des Telefonbuchs und der Gelben Seiten ausgehändigt bekam. Zwar gibt es die Papierausgaben immer noch. Doch vieles spricht für die digitale Ausgabe - Verfügbarkeit, Aktualität und Benutzerfreundlichkeit sind da nur drei Argumente. Quelle: AP
Im Bücherregal machen die dicken Wälzer natürlich schon was her. Doch selbst Duden und Wörterbücher sind online deutlich bequemer zu benutzen als auf Papier. Quelle: dpa/dpaweb
Saßen Sie in ihrer Jugend auch sonntags vor dem Radio, um während der Chartsendung die Lieblingslieder auf Kassette aufzunehmen? Wie groß der Ärger doch jedes Mal war, wenn der Moderator in die letzten Sekunden des Songs hineinquasselte. Und wie gehütet wurde die eigens für einen aufgenommene Kassette der ersten großen Liebe. Heute ist alles digital. Kaum noch Musiksammlungen, die man beim ersten Date in der eigenen Wohnung durchsuchen kann. Dabei war das doch die perfekte Methode, schon frühzeitig Konfliktpotenzial aufgrund unterschiedlicher Geschmäcker aus dem Weg zu räumen. Quelle: REUTERS
Wie aufwändig es das Fotografieren und Austauschen von Fotos doch einmal war. Jetzt gibt es Fotos fast nur noch digital und wer die Printvariante bevorzugt, bekommt sie innerhalb weniger Minuten ausgedruckt. Quelle: dapd
Wer heute einmal nicht telefonieren kann, hat entweder gerade ein leeres Akku oder gehört zu der Minderheit, die sich bewusst gegen ein mobiles Telefon entschieden hat. Auf die Idee, ein öffentliches Telefon zu benutzen, kommen daher die wenigsten, weshalb die Telefonsäulen in den vergangenen Jahren immer mehr aus dem Stadtbild verschwunden sind. Quelle: AP

Und wie reagierte die Umgebung? „Unsere Freunde fanden es ganz toll, was wir machen. Das sei gut für die Kinder, hörten wir. Aber niemand ist uns gefolgt“, sagt Blair rückblickend. Zu den eher enttäuschenden Erfahrungen gehört, dass die Kontakte mit manchen Freunden nachließen. Wer nicht textet oder auf Facebook präsent ist, ist von Informationen abgeschnitten.

Einige seien gar nicht auf die Idee gekommen zum Telefon zu greifen, um sie anzurufen, sagt Morgan. Selbst dass Freunde Nachwuchs bekamen, erfuhren sie verspätet. „Es ist etwas beängstigend, wie Kommunikation läuft.“ Auch für Kinder bestehe Kommunikation oft darin, dass man sich Nachrichten sendet anstatt sich zu treffen und miteinander zu reden.

Zum gemeinsamen Fernsehschauen kam ohnehin niemand, weil die Familie ja kein Kabelfernsehen hatte, und an ihrer Tür war ein Kasten angebracht, in dem Besucher ihre Handys, iPhones und iPads abgelegen konnten. Für manche war es wohl zu viel, für ein paar Stunden auf ihre Geräte zu verzichten. „Aber wir hatten ein sehr schönes Thanksgiving-Fest mit Freunden und Familie“, erzählt Blair. „Jeder gab sein Handy ab und wir hatten eine gute Zeit zusammen.“

In Arbeit
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Noch weiß Blair nicht genau, wie es beruflich mit ihm weitergeht. Möglicherweise wird er als „Consultant“, als Berater tätig sein. „Vielleicht wollen andere Familien ja Hinweise und Hilfe, wie sie die richtige Balance zwischen der Nutzung der modernen Technologie und dem Familienleben finden.“

Zunächst aber werden einige der modernen Dinge, auf die die Familie McMillan-Patey ein Jahr verzichtete, wieder aktiviert. „Aber in Maßen“, meint Morgan, „wir wollen nicht in alte Verhaltensmuster zurückfallen.“ Ein Handy statt drei, dann vielleicht der Computer mit Internet, und der Fernsehapparat. „Das Fernsehgerät muss sein“, betont Blair. „Schließlich sind jetzt die Playoffspiele der NHL.“

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