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Von Nullen und Einsen

Mini-Sensor bringt Faule auf Trab

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Informationen über den eigenen Schlaf

Ein Person hält ein Fitbit Ultra zwischen den Fingern

Auch ohne Web-Auswertung (die es auch in Form von Smartphone-Apps für Android und iOS gibt) versucht der Tracker, den Nutzer motiviert zu halten: So zeigt eine schrumpfende Blume an, wenn man sich zu wenig bewegt hat und jedes Aufheben des Geräts wird von einem motivierenden Sätzlein ("You rock, Ben!") begleitet. Wer Lust darauf hat, kann seine Daten auch mit der Menschheit teilen - per Web-Portal, Facebook und Twitter. So kann man sich dann mit anderen Fitbit-Nutzern vergleichen und Wettkämpfe abhalten. Auf Wunsch landen die erfassten Daten aber auch nur beim Nutzer selbst - die Privatsphäreneinstellungen sind zum Glück recht einfach zu verstehen.

Geräte werden kompatibel

Auch als Schlaftracker ist der Fitbit interessant: Hierzu startet man eine genauere Erfassung über einen Druck auf den (im übrigen einzigen) Knopf des Geräts. Beim Aufstehen deaktiviert man den Modus dann wieder und kann im Web ablesen, wie häufig man in der Nacht aufgewacht ist. Fitbit will es außerdem nicht bei der Bewegungserfassung belassen - das Start-up plant demnächst den Verkauf einer eigenen Waage, deren Daten man dann einbinden kann. Auch andere Gerätschaften sollen nach und nach mit der Fitbit-Datenbank kompatibel gemacht werden, darunter die Herzfrequenz. Integriert ist außerdem die Möglichkeit, online zu erfassen, was man täglich isst.

Ganz ohne technische Unzulänglichkeiten kommt der Fitbit Ultra allerdings nicht aus. So funktionierte der Stockwerkszähler bei uns nur suboptimal und zählte auch leichte Hänge als Treppen. Die drahtlose ANT-Basisstation erscheint außerdem auf den ersten Blick eher unnötig - sie setzt unter anderem das nervige Installieren von Treibern voraus und bedingt für die Übertragung, dass der Rechner eingeschaltet ist. Statt ANT hätte Fitbit auch schlicht ein kleines WLAN-Modul einbauen können, wie man es beispielsweise von der Withings-Waage kennt.

Digitale Welt



Kritik hat auch das Web-Interface verdient: Es wirkt an manchen Stellen recht überladen und funktioniert nur mit installiertem Flash - hier hat man schon elegantere technische Lösungen gesehen. Zudem sind nicht alle Fitbit-Ultra-Funktionen nach dem Kauf des nicht gerade billigen Sensors auch freigeschaltet: Wer mehr möchte, darunter einen "virtual personal trainer", muss 50 Dollar im Jahr zahlen.

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