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Von Nullen und Einsen

MySpace ist wieder da

Mit Promiunterstützung wagen die neuen Besitzer des alteingesessenen sozialen Netzwerks einen Neuanfang. Doch ob jemand wie Justin Timberlake MySpace helfen kann, Anschluss an Facebook oder Twitter zu finden?

Mit Justin Timberlake als prominente Werbefigur versucht MySpace an alte Erfolgszeiten anzuknüpfen Quelle: Screenshot

Irgendwie sind sie sich ein wenig ähnlich, MySpace und Justin Timberlake. Der mittlerweile 31jährige Musiker sorgte mit seiner Boyband "'N Sync" bis 2002 für Millionen kreischende Teenager und startete dann eine Solokarriere, die in den letzten Jahren leidlich nachließ - stattdessen versuchte er sich als Schauspieler. MySpace wiederum war zwischen 2005 und 2008 eine Art Weltmacht der sozialen Netzwerke, bis Facebook und Twitter den Dienst rasant überholten. 2011 verkaufte der Medienkonzern News Corporation MySpace schließlich mit großen Verlusten an eine Investorengruppe - aus 580 Millionen Dollar waren 35 Millionen geworden, große Teile davon sogar nicht einmal in Bar, sondern in Aktien.

Ausgerechnet Timberlake ist es nun auch, der MySpace aus dem Reich der lebenden Netzwerktoten holen will. Er ist Teil der Specific Media Group, die MySpace übernommen hatte. Angeblich soll der Musiker schon seit Sommer 2011 an einer neuen Strategie für den Dienst basteln. "Es muss einen Ort geben, wo die Fans mit ihren Lieblingskünstlern interagieren können", sagte er bei der Übernahme.

Diese Netzwerke sind am bekanntesten
Das Netzwerk Facebook kennen 96 Prozent der Deutschen. Quelle: REUTERS
Das Video-Portal Youtube ist 87 Prozent der Deutschen ein Begriff. Quelle: dapd
Den Kurznachrichtendienst Twitter kennen immerhin 80 Prozent der Deutschen, gefolgt von Werkenntwen.de (72 Prozent) und Stayfriends (71 Prozent). Quelle: dpa
Einst waren die VZ-Netze deutlich bekannter als Facebook. Heute liegt das StudiVZ bei 69 Prozent, das SchülerVZ bei 68 Prozent und MeinVZ bei 58 Prozent. Quelle: dpa
MySpace ist 58 Prozent der Deutschen ein Begriff. Quelle: dpa
62 Prozent der Deutschen kennen laut Umfrage MyVideo. Quelle: dpa
Das Karriere-Netzwerk Xing kennen 56 Prozent der Deutschen. Damit liegt das Portal nur knapp hinter Lokalisten.de (55 Prozent). Quelle: dpa

Angriff auf Facebook

Wie das neue MySpace aussehen soll, kann man sich seit wenigen Tagen selbst ansehen. Myspace.com wird auf new.myspace.com umgeleitet, wo man im Facebook-Stil gleich zu einem Login - oder einem Neueintrag als Mitglied - gebeten wird. Anreiz soll die von Timberlake passend offerierte neue Single mit dem Rapper Jay-Z sein. "Einfach einloggen, um den ersten Track des kommenden Albums zu hören", steht da. Der Login ist praktischerweise nicht nur mit dem alten MySpace-Account, den viele Nutzer vermutlich schon vergessen haben, sondern auch mit Facebook- oder Twitter-Zugängen möglich.

Zahlen und Fakten zu Facebook

Mit dem neuen Auftritt gibt MySpace auch das Ziel auf, direkt mit Facebook zu konkurrieren. Das sei das "übersoziale Netwerk", so Chris Vanderhook, Leiter des Tagesgeschäfts bei MySpace. Stattdessen wolle man künftig dorthin vorstoßen, wo Musikdienste wie Spotify oder Pandora Platz im Markt lassen.

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