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Von Nullen und Einsen

Wer öffnet seinen Geldbeutel für Google?

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Mann läuft an einem Logo von Quelle: dapd

Zudem funktionieren derzeit keine normalen Bankkonten bei dem Dienst, was die vielen Menschen ohne Kreditkarte in Deutschland gleich ganz ausschließt. Da kann also "One Pass" noch so schöne Angebote machen und sagen, dass man Inhalte z.B. "einmal kaufen, überall nutzen" kann: Wer keine Lust hat, Google noch mehr Daten zu geben, bleibt draußen. Das Unternehmen kann nur hoffen, dass "One Pass" plötzlich in Mode kommt, um genügend Kreditkarten einzusammeln - wahrscheinlich ist das aber nicht.

Apple hat es dagegen höchst einfach: Hier lagern viele Millionen Kartennummern schon allein wegen der frühen Erfolge mit dem Online-Musikladen iTunes. Ein iOS-User muss nur noch sein Passwort eingeben - schon werden Einzelinhalte genauso heruntergeladen und gebucht wie seit kurzem Abos. Aus Kundensicht geht es kaum leichter. Wären da nicht die 30 Prozent, die die Verlage blechen müssen.

Lösung PayPal?

Ich frage mich bei all dem Theater übrigens eines: Warum nutzen die Verlage nicht einfach PayPal? Ohne jetzt Werbung für die Kunden gegenüber manchmal recht harsche eBay-Tocher machen zu wollen: Die Firma bietet beispielsweise bereits seit Jahren Abofunktionen für Inhalte an. Auch die PayPal-Gebühren liegen je nach Preisstufe schon mal bei unter 10 Prozent und finanziell relativ erträgliche Micropayments gibt's auch.

Darüber hinaus gibt es deutlich mehr PayPal-Accounts als solche mit Google Checkout, Kontenabbuchungen sind möglich und die Leute kennen den Dienst. Das einzige, was bislang fehlt, ist eine App-Einbindung. Die wird es bei Apples iOS sicher nicht geben (da geht ja auch "One Pass" nicht), aber bei Android-Geräten, die ja eine offene Plattform darstellen sollen, wäre das sicher umsetzbar.

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