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Wachablösung Die Dotcom-Generation wird alt

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Eine neue Gründer-Generation

Deutschlands beliebteste Apps und Websites
Platz 10: Ebay und Wetter.deWelche Dienste nutzen die Deutschen im mobilen Web? Bei den Apps auf Smartphones liegt laut Comscore die Online-Auktionsseite Ebay auf Platz 10. Bei den per Browser genutzten Diensten schafft es die Wetter-Auskunft Wetter.de auf den zehnten Platz. Laut den Daten der Internet-Marktforschungsfirma nutzen 3,3 Prozent der deutschen Handy-Besitzer die Ebay-App, 4,5 Prozent besuchen die Website von Wetter.de. Befragt wurden Handybesitzer ab 13 Jahren. Quelle: dpa
Mann hält ein Nokia Lumia vor die Kamera Quelle: rtr
Platz 8: Wetter.com und YahooAuf dem achten Platz folgen die Web-Dienste von Yahoo (4,8 Prozent) und die App von Wetter.com. 4,3 Prozent der deutschen Handybesitzer informieren sich laut Comscore per Wetter.com-App über die Wetteraussichten. Quelle: dapd
Platz 7: GMX und Bild.deAuf dem siebten Platz bei den Apps landet der deutsche Mail-Dienst GMX mit 4,5 Prozent der Handybesitzer. 5,2 Prozent nutzen die mobile Website der Bild-Zeitung. Quelle: Screenshot
Platz 6: Amazon und Microsoft-DiensteDer Online-Händler Amazon schafft es bei den deutschen Handy-Nutzern auf Platz sechs. 5,8 Prozent der Handybesitzer ab 13 Jahren nutzen die mobile Website. Bei den Apps landen die Microsoft-Dienste MSN, Windows Live und Bing auf Platz sechs. 4,6 Prozent der deutschen Handybesitzer nutzen die Microsoft-Apps. Quelle: dpa
Startseite der Internetplattform youtube Quelle: AP
Platz 4: Ebay und YahooWieder Ebay: Die mobile Website des Online-Auktionshauses ist noch populärer als die App. 7,4 Prozent der deutschen Handybenutzer surfen die Website an, das reicht für den vierten Platz. Bei den Apps landen die Dienste von Yahoo auf Platz vier, die 6,4 Prozent der deutschen Handybesitzer nutzen. Quelle: dpa

Der Generationenwechsel wird auch die Gründerszene betreffen. Glücklicherweise ist der Mythos, Startup-Entrepreneure mit idealen Erfolgschancen dürfen nicht älter als 25 Jahre sein, mittlerweile widerlegt. Doch der Altersunterschied zwischen den frühen Internetpionieren und den heute und künftig Startups gründenden Studienabgängern oder Studienabbrechern nimmt zu. Die Gründer von Facebook (Mark Zuckerberg), Instagram (Kevin Syström), Airbnb (Brian Chesky), Box (Aaron Levie), Dropbox (Drew Houston) und Groupon (Andrew Mason) steuern alle auf die 30 zu oder passierten diesen Meilenstein kürzlich. Die Snapchat-Macher Evan Spiegel (22) und Bobby Murphy (24) sind schon etwas jünger. Weitere "Grünschnäbel" werden folgen. Ihnen fehlt das Wissen und die Erfahrung der bisherigen Internetmacher. Dafür verfügen sie über den direkteren Draht zur nachrückenden Webgeneration und die gesunde Naivitiät und Flexibilität, für deren Beibehaltung ihre etwas älteren, milliardenschweren Vorbilder aus dem Silicon Valley sich schon deutlich stärker anstrengen müssen.

Der Veteranen-Status allein reicht nicht mehr

Die Wachablösung geschieht nicht von heute auf morgen, sondern sukzessive und ohne, dass dabei die Erlebnisse und Werte der bisherigen Netzelite auf einen Schlag irrelevant werden. Doch sie muss sich mit dem Gedanken anfreunden, dass ihre eine Dekade oder länger währende Webexpertise, ihre Kenntnisse im Browser-Upload von HTML-Dateien zu Geocities sowie ihr heutiger Always-On-Modus nicht mehr unbedingt dazu ausreichen, um die Evolution der digitalen Sphäre mit ähnlichem Nachdruck mitgestalten zu können wie einst. Das Emporkommen von WhatsApp und Snapchat erfolgte ohne ihr Zutun oder ihre Einflussnahme, während der von ihnen intensiv bevölkerte Microbloggingservice Twitter von Teens noch immer vernachlässigt wird. Und auch Facebook steht bei den Unter-20-Jährigen nicht mehr so hoch im Kurs.

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Nichts im Leben ist natürlicher als der Prozess des Nachrückens junger Generationen. Im Internet, als Kommunikationsmittel für die breite Masse selbst noch ziemlich jung, erfolgt dieser aber erstmalig. Das macht ihn so spannend und gleichzeitig herausfordernd für alle Dotcom-Veteranen, für welche die Rolle als Wegbereiter, Mitgestalter und Innovatoren bisher wie eine Selbstverständlichkeit wirkte. Doch das ist sie nicht.

Dieser Artikel ist zuerst auf netzwertig.com erschienen!

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