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Werner knallhart Was soll ich eigentlich noch bei Xing?

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Entdeckt auf Xing

Ich habe gerade eben mit einem guten Freund telefoniert. Der hat gar nicht mal so viel mehr Xing-Kontakte als ich, aber der ist Feuer und Flamme. Kein Wunder, den Glückspilz hat schließlich ein Headhunter über Xing entdeckt und hat ihm einen neuen Job besorgt. Und den Job findet mein Kumpel geil.

Zehn abgenutzte Schlagwörter in LinkedIn-Profilen
Platz 10: engagiertWer in Karrierenetzwerken ein Profil anlegt, will sich von der Masse abheben – denkt man. Doch die Realität sieht ganz anders aus, wie eine aktuelle Analyse von Linkedin zeigt. Das Online-Karrierenetzwerk hat mehr als 400 Millionen Nutzeroprofile ausgewertet und daraus die Top zehn der meistgenutzten Schlagwörter ermittelt – in Deutschland und auf der ganzen Welt. Die Eigenschaft „engagiert“ geben sich die Deutschen 2015 weniger als die Nutzer aus dem Rest der Welt: Platz zehn hierzulande, Platz sieben international. Quelle: Linkedin Deutschland, Österreich, Schweiz Quelle: Fotolia
Platz 9: erfolgreichEine gesunde Portion Selbstbewusstsein ist gut für die Karriere. Doch die Begeisterung an sich selbst hält sich in Deutschland eher in Grenzen: Das Wort steht hierzulande auf Platz neun, im globalen Vergleich sogar auf Platz sechs. Viele Profile wirken gleich und austauschbar, von Individualität ist kaum etwas zu sehen. Quelle: Fotolia
Platz 8: ErfolgsgeschichteWer glänzt nicht gern mit der eigenen Erfolgsgeschichte? Bei den Deutschen ist der Begriff beliebt – Platz acht. Im globalen Vergleich landet der Begriff auf den zehnten Platz. Doch allein der Begriff reicht nicht. Alexandra Kolleth, Mitglied der Geschäftsleitung Deutschland, Österreich, Schweiz sagt dazu: „Mitglieder sollten, um sich vom Wettbewerb abzuheben, aber immer auch gute Belege für ihre Beschreibung liefern. Erfolgreich abgeschlossene Projekte oder Empfehlungen, die auf eine bestimmte Eigenschaft Bezug nehmen, bieten sich hier an.“ Quelle: Fotolia
Platz 7: verantwortungsvollNutzer verwenden oft dieselben Schlagwörter, um sich zu beschreiben. Auf Rang sieben der Top zehn der meistgenutzten Schlagwörter hierzulande folgt „verantwortungsvoll“. Die Nutzer außerhalb von Deutschland legen auf die Eigenschaft gar keinen Wert. „Wer Begriffe aus unserer Buzzword-Liste in seinen Profilen verwendet, muss diese nicht unbedingt löschen“, so Alexandra Kolleth. Quelle: Fotolia
Platz 6: LeidenschaftSie gehen morgens gerne zur Arbeit und sehen in Ihrer Tätigkeit einen Sinn? Dann haben Sie Leidenschaft für Ihren Beruf. Bei den deutschen Nutzern landet dieser Begriff auf den sechsten Platz. Noch leidenschaftlicher gehen aber die Nutzer aus der ganzen Welt an die Arbeit heran. Quelle: Fotolia
Platz 5: ExpertenwissenWer im Job weiterkommen will, muss auf sich aufmerksam machen. Mit dem Begriff „Expertenwissen“ geht das allemal. Doch auch andere deutsche Linkedin-Nutzer geben das Wort an – Platz fünf. Internationale Nutzer verwenden es dagegen gar nicht. Quelle: Fotolia
Platz 4: kreativGute Einfälle kommen im Berufsalltag immer gut an. Deshalb sagen die Deutsch am vierthäufigsten von sich, sie seien „kreativ“. Im globalen Vergleich steht dieses Wort sogar noch weiter vorn: auf dem dritten Platz. Doch nicht alle Berufsgruppen legen auf dieselben Dinge wert: So beschreiben sich am häufigsten Marketingleute als „kreativ“... Quelle: Fotolia

Und so nutzt er Xing als sein privates Kontakte-Verzeichnis und für Recherchezwecke (Motto: Wer kann was?). Wenn man ihn so hört, kriegt man Lust, sein Xing-Profil für ein letztes großes Aufbäumen richtig schön aufzupolieren und es endlich krachen zu lassen.

Nach dem Telefonat habe ich mir im Überschwang erstmal drei neue Kontakte gemacht bei Xing.

Aber schon fällt mir da der nächste Knackpunkt ein, den mein Kumpel gerade ansprach: "Also bei Xing habe ich ungefähr 200 Kontakte. Bei LinkedIn so 300."

LinkedIn. Das weltweite berufliche Netzwerk. Der gewaltige internationale Konkurrent - mit nach eigenen Angaben 400 Millionen Nutzern. Seit 2009 gibt es das Angebot auch auf Deutsch.

Es ist so frustrierend. Da hat man eine erfolgreiche Idee und wird dann irgendwann vom amerikanischen Konkurrenten überrollt. StudiVZ wurde seinerzeit von Facebook platt gemacht. Und es fühlt sich für mich persönlich irgendwie so an, als könnte das Hamburger Unternehmen Xing das nächste Opfer der Internet-Weltmacht Kalifornien sein.

Denn: Warum seine Kontakte auf zwei Plattformen verteilen, wenn es den universellen internationalen Anbieter gibt, bei dem man auch seine Geschäftspartner findet, die nicht aus der D-A-CH-Region kommen?

So erkennen Sie Fake-Profile bei LinkedIn und Co.

Aber noch ist es nicht so weit. Noch machen Millionen von Menschen die Zweiteilung mit. LinkedIn hat sogar selber mal gesagt, sie verstünden dieses Phänomen auf dem deutschen Markt nicht.

Fragt sich nur, wie aktiv diese ganzen treuen Xing-Mitglieder sind.

Laut der Xing-E-Mail von vorgestern bin ich ein "Top XING Mitglied". Mit gerade mal 150 Kontakten und einem Aktivitätsgrad von null Prozent. Xing schreibt mir: "Herzlichen Glückwunsch! Sie gehören zu den Top Netzwerk-Profis. Weiter so!"

Weiter so? Na gut.

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