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Werner knallhart

Apple Watch: Wir Deutschen hassen Neues. Leider!

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Schadensbegrenzung als Prinzip

Währenddessen planen die amerikanischen Unternehmen wie Apple, Visa, Mastercard und Paypal die große Mobile-Payment-Offensive. Bezahlen mit dem Handy an der Supermarktkasse. Spätestens, seit Apple den Fingerabdruck-Sensor eingeführt hat, war klar: Da kommt was Großes.

Und was machen die deutschen Banken? Sie stecken ein bisschen ihre Köpfe zusammen und überlegen sich ein paar niedliche Pilotprojekte. Dabei sind sie so lahm, dass der deutsche Handel schon die Geduld verliert und selber aktiv wird.

Die Geschichte von Google

Hier ein paar Ideen, da ein paar Feldversuche, dort eine kleine Kooperation. Natürlich werden die Amis uns überrennen. Weil bei allen unseren Überlegungen nicht die Freude an guten neuen Ideen der Antrieb ist, sondern die Angst, dass die mit den guten neuen Ideen uns mal wieder die Butter vom Brot nehmen. Nicht voranschreiten ist das Prinzip. Sondern Schadensbegrenzung. Weil Apple Pay für den Handel teuer ist und die Banken Umsatz kostet. Wo bleibt die europäische Großoffensive? Die neue Euro-App? Sicher über europäische Server, billiger und deshalb massenhaft verbreitet. Ach, das wäre mal was.

Das mit dem traurigen Hinterhergucken wird immer so weiter gehen, wenn wir nicht unsere Einstellung ändern. Und dann werden wir auch da verlieren, wo wir noch stark sind. Was passiert, wenn Apple und Google mit eigenen Autos kommen? In der Autonation Deutschland plant der Verkehrsminister Teststrecken für autonom fahrende Autos. Gerade hat er NRW eine Teststrecke verwehrt. In den USA gibt es sie längst.

Jetzt kommt also die Apple Watch: Und Anwender, die das teure Gerät schon nutzen konnten, berichten: Das verändert den Umgang mit dem Handy nach kürzester Zeit. Das Telefon bleibt in der Tasche. App-Entwickler wittern ein neues großes Feld. Unsere Lebensgewohnheiten stehen vor beachtlichen Änderungen.

Digitale Welt



Darüber kann man nun genervt die Augen verdrehen oder sofort was draus machen. Später ist es für große Sprünge zu spät.

Mein Elternhaus ist heute top ausgestattet. Aber eben mit der typischen Verzögerung. Damals, 1991 also der Anrufbeantworter. Ein Klassenkamerad (18 Jahre, heute Physiker) lachte mich damals wegen meiner Geschenkidee aus: "Man muss doch nicht jede Mode mitmachen."

Man ist aber gut beraten, es bei jeder Neuigkeit freudig in Erwägung zu ziehen.

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