Windows-10-Upgrade Microsoft rudert zurück

Microsoft entschädigt erstmals eine Nutzerin für ein sogenanntes Zwangsupdate auf das neue Betriebssystem Windows 10. Aber die Kritik reißt nicht ab.

So sieht das neue Windows 10 aus
Microsoft Quelle: dpa Picture-Alliance
Windows 10 Quelle: dpa Picture-Alliance
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Windows 10 Quelle: Presse
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Microsoft bringt sein neues Betriebssystem Windows 10 am 29. Juli auf den Markt. Alle Nutzer von Windows 7 und Windows 8.1 könnten ab diesem Tag die Software kostenlos herunterladen, wie Microsoft am Montag mitteilte. Das Gratis-Angebot gelte zwölf Monate lang. Bis zum Ende der unterstützten Lebensdauer des jeweiligen Gerätes lasse sich die Software auf dem neusten Stand halten. Quelle: dpa
Ab sofort könnten Nutzer sich ihr Upgrade auch reservieren (windows.microsoft.com). Mehr als vier Millionen Kunden hätten bis heute an dem Windows-Insider-Programm zum Test von Windows 10 teilgenommen, teilte Microsoft mit. Niemals zuvor habe der Konzern seinen Kunden so frühzeitig einen Ausblick auf eine neue Version seiner Software gegeben. Die ausführliche Beta-Phase sollte die Bedürfnisse und Anregungen der Nutzer bei der Entwicklung mit einbeziehen. Quelle: dpa

Microsoft will die Upgrade-Politik für sein neues Betriebssystem Windows 10 nach vielfachen Beschwerden von Nutzern revidieren. „Wir haben hart daran gearbeitet, ihr Feedback aufzunehmen“, sagte Windows-Chef Terry Myerson dem Tech-Blog „The Verge“. Noch in dieser Woche solle ein überarbeitetes Upgrade mit klaren Optionen an den Start gehen.

Die Nutzer sollen sich dann entscheiden können, ob sie sofort auf Windows 10 wechseln, einen alternativen Zeitpunkt festlegen oder das kostenlose Angebot ablehnen wollten.

Microsoft habe gelernt, dass sein Ziel, eine Milliarde Rechner mit Windows 10 auszustatten es nicht wert sei, das Vertrauen der Kunden aufs Spiel zu setzen, schreibt „The Verge“. Seit Februar hatten sich viele Nutzer beschwert, dass bei einem Klick auf das „X“ im Menüfenster das Upgrade automatisch startete.

Wie Windows wurde, was es ist

Normalerweise wird unter Windows ein Menü geschlossen, sobald man mit der Maus auf das „X“ klickt. Das Verfahren war auch von Verbraucherschützern in Deutschland bemängelt worden, weil beim bisherigen Verfahren ungefragt riesige Dateien auf den Rechner der Anwender geladen wurden, obwohl die Kunden sich gar nicht für ein Upgrade auf Windows 10 entschieden hatten.

Wer in Deutschland den Markt dominiert

Im vergangenen Monat hatte Microsoft einer Nutzerin aus Kalifornien 10.000 Dollar zur Beilegung eines Rechtsstreits gezahlt. Die Frau aus Sausalito war vor Gericht gezogen, weil ihr Rechner nach einem „Zwangsupdate“ für Tage unbrauchbar gewesen sei. Microsoft betonte allerdings, dass die Zahlung kein Schuldeingeständnis sei, sondern nur Kosten für einen weiteren Streit vor Gericht vermieden werden sollten.

Aktuell sind weltweit rund 300 Millionen Rechner mit dem neuen Betriebssystem ausgestattet. Microsoft bietet Windows 10 noch bis Ende Juli für alle Nutzer von Windows 7 und 8.1 kostenlos an, danach soll ein Upgrade rund 120 Dollar kosten.

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