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E-Mails gelesen Hackerangriff auf AfD-Webshop

Mit dem Verkauf von Goldmünzen will die AfD ihre Parteifinanzen sanieren. Doch nun hat offenbar jemand den Goldshop gehackt - und sich Zugriff auf E-Mails der Kunden verschafft. Die AfD vermutet politische Motive.

Bei einer Parteiveranstaltung der Alternative für Deutschland (AfD). Der Webshop der Partei ist offenbar einem Hackerangriff zum Opfer gefallen. Quelle: dpa

Berlin/MünchenDie AfD ist Ziel eines Hackerangriffs geworden. Ein Unbekannter habe sich Zugriff auf E-Mails verschafft und die Daten einer zweistelligen Zahl von Goldshop-Käufern vergangene Woche im Internet veröffentlicht, sagte Parteisprecher Christian Lüth am Montag auf dpa-Anfrage.

„Es saß jemand auf dem Server, der E-Mails mitlesen konnte.“ Es seien mutmaßlich nicht nur einzelne Mails gelesen worden. „Wir gehen davon aus, dass das politisch motiviert war.“

Die rechtskonservative Partei will mit dem Verkauf von Goldbarren und -münzen ihre Parteifinanzen sanieren und hofft, zwei Millionen Euro zu erlösen. „Der Server wird derzeit von Sicherheitsbeamten überprüft“, sagte der Sprecher.

Unklar ist bislang, ob der oder die Hacker von außen eindrangen oder ob ein Maulwurf in der AfD aktiv wurde. „Das ist noch nicht abschließend geklärt“, sagte der Sprecher.

Derzeit ist der Verkauf gestoppt, der Online-Goldladen soll ab 22. Oktober wieder in Betrieb gehen. Im Internet begründet die AfD die Schließung damit, dass wegen der großen Zahl von Bestellungen die ordnungsgemäße und pünktliche Abwicklung zur Herausforderung geworden sei.

Lüth sagte, die AfD habe nach dem Angriff ihren Server schnell abgeschaltet und die Polizei eingeschaltet. Seitdem seien keine Daten mehr veröffentlicht worden. Die Seiten mit den Kundendaten sind nach AfD-Angaben inzwischen auch nicht mehr online.

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