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Erfolgreichste Firma Chinas will wachsen Größe ist alles für Lenovo

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Lenovo wird drittgrößter Smartphone-Hersteller weltweit

Ein Mitarbeiter von Lenovo bei der Präsentation des neuen ThinkPad-Models in Peking. Quelle: AP

Tatsächlich liegt der Gewinn im letzten Quartal 2013 schon bei 164 Millionen Dollar. Lenovos weltweiter Marktanteil wächst in dieser Zeit von sieben auf 16 Prozent. Yang schrumpft die Belegschaft um zehn Prozent. Englisch wird zur offiziellen Sprache. Yang siedelt mit seiner Familie ins amerikanische Raleigh North-Carolina über, das seit der IBM-Übernahme neben Peking und Singapur Hauptsitz des Konzerns ist. Sitzungen finden abwechselnd in China und den USA statt.

Vor allem aber ändert Yang die Strategie seines Vorgängers und setzt vermehrt auf den Smartphone-Markt. Er kauft die Handy-Sparte zurück und erwirbt Anfang 2014 Motorola. Damit soll der Fokus des Konzerns weiter auf Mobilfunk ausgerichtet werden. Motorola soll als Marke in China eingeführt werden. Lenovo wird damit zum drittgrößten Smartphone-Hersteller der Welt.

Lenovo dürfte sich damit richtig positionieren: Denn der PC-Markt weltweit schrumpft bereits und wird in den nächsten Jahren weiter verlieren. Mit 18 Prozent Marktanteil rangiert Lenovo auf Platz eins, noch vor Hewlett Packard. Im Heimatmarkt China ist das besonders offensichtlich. Der Smartphone-Markt dagegen wird wichtiger. 2013 wurden in China 360 Millionen Smartphones verkauft, 2014 sollen es noch mehr werden, da in diesem Jahr in China der 4G-Standard eingeführt werden soll. Ein Großteil der Chinesen surft mit Smartphone im Internet, kauft online ein und erledigt mobil den Zahlungsverkehr. Im vergangenen Jahr verdreifachte sich der Wert von Zahlungen, die mit dem Smartphone getätigt wurden, auf 1,6 Billionen Dollar. Dass Yang Lenovo zum größten Smartphone-Hersteller Chinas machen will, hat er bereits Anfang 2013 in einem Interview geäußert. Der Markt wird bisher von Samsung dominiert, auf Platz zwei folgt Huawei.

Technologie



Yang legt zwar Wert auf die internationale Ausrichtung des Konzerns: "Wir möchten eine noch etabliertere Firma werden mit einer starken globalen Stellung in allen Segmenten und Technologien."

Die von IBM erworbene "Think"-Marke soll Apple Konkurrenz machen, gleichzeitig will Lenovo sich auch im Billigsegment etablieren.

Nach wie vor aber ist China der wichtigste Markt für Lenovo. 45 Prozent seines Umsatzes generiert der Heimatmarkt.

Und die größten Expansionschancen hat der chinesische Konzern wohl in Schwellenländern wie Indonesien und Indien. Hilfreich dürften hier die Erfahrungen aus China mit dem Aufbau eines Händlernetzwerks sein. In China gilt für Lenovo die Devise: Kein Konsument darf weiter als 50 Kilometer vom nächsten Lenovo-Shop entfernt sein.

In nahezu allen anderen Märkten aber schreibt Lenovo rote Zahlen. Yang kümmert das wenig: In dieser Industrie drehe sich alles um Größe. Nur wer die entsprechende Marktmacht habe, könne effizient wirtschaften und sie bekannt.

Der Journalist nämlich konnte den Namen des zweithöchsten Berges nicht nennen. Yang beantwortete schließlich seine Frage: "Sehen Sie, deswegen ist es so wichtig, die Nummer eins zu sein."

 

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