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Forschung auf der Cebit Ein Trip in die Technik-Welt der Zukunft

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Mit der Kamera auf Drogensuche

Das ist die Technik, die Ihr Haus steuert
Gigaset Elements Quelle: Screenshot
Locca Hund Quelle: Presse
Privat-FernsehenDer taiwanesische Elektronikhersteller Dlink hat eine Überwachungskamera mit Nachtsichtfunktion fürs Eigenheim auf den Markt gebracht: Die DCS-5222L überträgt Livebebilder aus der Wohnung aufs Handy, lässt sich per Smartphone schwenken und zeichnet auf Wunsch automatisch Videos auf, sobald der Bewegungsmelder eine Person erkennt. Preis: 189 Euro. Quelle: Robert Poorten für WirtschaftsWoche
AVM Fritz Powerline Quelle: PR
Luesterklemme Quelle: PR
Enkey Quelle: PR
Enkey Quelle: PR

Ebenfalls mit großen Automobil-Flotten beschäftigt sich das DAI-Labor, eine Forschungseinrichtung für künstliche Intelligenz an der TU Berlin. Die Forscher versuchen mit Hilfe ein Smartgrid für Carsharing-Flotten für Elektro-Autos zu entwerfen.

Der Begriff Smartgrid steht seit einigen Jahren in der Branche für eine intelligente Stromversorgung dank Vernetzung. Die Berliner versuchen nun die Autos ihrer Flotte ausschließlich mit selbstproduzierten Ökostrom aus Wind- und Solarenergie zu laden. Damit möglichst wenig Energie verloren geht, analysieren sie das Nutzerverhalten der Kunden und gleichen den benötigten mit dem vorhandenen Strom ab. Mit so einer Lösung packen die Forscher nicht zuletzt das große Problem der Speicherung von Wind- und Solarstrom an, in dem sie auf lokalen Strom zurückgreifen und ihn direkt verwerten.

Am Gemeinschaftsstand des Fraunhofer Instituts erklärt Dominik Perpeet, wie mit Hilfe einer neuen Hyper-Spektral-Kamera Oberflächenstrukturen wiedererkannt werden können. Was kryptisch klingt, ist eigentlich ganz einfach. Während das menschliche Auge nur die drei Grundfarben wahrnehmen und verarbeiten kann, nimmt die Kamera 138 verschiedene Farbkanäle pro Pixel auf. So sind Rückschlüsse auf sehr feine Materialunterschiede möglich.

„Die Masse an Daten werden dann in Echtzeit analysiert, so dass wir schnell herausfinden können, ob es sich zum Beispiel um Erz oder eine Nebengestein handelt“, sagt Perpeet. Auch Ölteppiche im Meer ließen sich so schnell erkennen oder Hanf-Plantagen.

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    Technologie



    Schreiben in der Luft

    Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) macht hingegen mit seinem bunten Sensor-Armband namens „Airwriting“ von sich reden. Damit wollen die Wissenschaftler das mühselige Tippen von Textnachrichten auf einer Handytastatur ablösen. Stattdessen sollen Nutzer die Nachrichten einfach in die Luft schreiben. Beschleunigungs- und Drehratensensoren am Handgelenk zeichnen die Handbewegungen auf und ein Computersystem erfasst die wesentlichen Signale und übersetzt sie anschließend in Buchstaben.

    Und wenn man beim Schreiben stolpert oder eine Fliege aus der Luft fegt? Dafür haben die Forscher eine Art Filter-Funktion entwickelt, mit der zunächst alle nicht schriftähnlichen Bewegungen herausfiltert. So kann der Nutzer auch Kochen, Spülen oder die Klospülung bedienen, ohne, dass das Armband Nachrichten verfasst.

    Für jeden Buchstaben des Alphabets haben die Forscher ein statistisches Modell des Signalverlaufs hinterlegt, das aber auch individuelle Unterschiede in der Schrift berücksichtigt. Derzeit kann das System allerdings nur in Großbuchstaben geschriebene ganze Sätze erkennen. Auch die Fehlerrate liegt derzeit noch bei elf Prozent. Ziel der Forscher ist es die Fehlerrate auf drei Prozent zu senken.  

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