Amazon-Chef und der Weltraumtourismus Männer und ihre Raketen

Elon Musk, Richard Branson und Jeff Bezos: Drei Milliardäre wollen beim privaten Weltraumtourismus der Erste sein. Mit dem erfolgreichen Test der Rakete „New Shepard“ setzt sich Amazon-Chef Bezos beim Run an die Spitze.

Curiosity kommt in die Jahre
März 2017Curiosity hat inzwischen deutliche Abnutzungsspuren. Ein Routine-Check der Reifen im März zeigt, dass es am linken mittleren Reifen zwei Brüche der sogenannten Stege im Profil gibt. Der Rover hat während seiner Reise über den Roten Planeten inzwischen etwa 16 Kilometer zurückgelegt. Curiosity-Projektmanager Jim Erickson sagte, alle sechs Reifen hätten trotz der sichtbaren Schäden noch genug Lebenszeit, um den Rover zu allen geplanten Orten zu bringen. Die regelmäßige Überwachung der Reifen wurde eingeführt, nachdem die Forscher im Jahr 2013 deutlich mehr Dellen und Löcher in den Rädern entdeckt hatten, als erwartet worden war. Tests auf der Erde hatten gezeigt, dass der Bruch von drei Stegen zeigt, dass etwa 60 Prozent der Lebenserwartung des Reifens erreicht sind. Curiosity hat aber bereits deutlich mehr als diesen Anteil an der geplanten Strecke zurückgelegt. Quelle: NASA/JPL-Caltech/MSSS
US-Präsident Barack Obama verlässt das Weiße Haus - und auch Curiosity verabschiedet sich. Quelle: Screenshot
Mars: Curiosity untersucht Meteoriten Quelle: NASA, JPL-Caltech, LANL, CNES, IRAP, LPGNantes, CNRS, IAS, MSSS
September 2016Die Kuppen und herausstehenden Felsen aus Schichtgestein am Mount Sharp entstanden wohl aus von Wind abgelagertem Sand. Sie erinnern stark an Wüstenlandschaften auf der Erde, etwa im Grand Canyon oder dem Monument Valley. Quelle: NASA
September 2016Der Rover sendet neue Fotos vom Mars: Im Hintergrund der Aufnahme ist der Rand des Gale-Kraters zu sehen, in dem Curiosity seit 2012 aktiv ist. Geologisch ist die Region besonders interessant, da sie die Untersuchung zahlreicher Gesteinsschichten ermöglicht. Der etwa fünf Kilometer hohe Mount Sharp liegt in der Mitte des Gale-Kraters. Quelle: NASA
Juli 2016Curiosity kann jetzt seine eigenen Ziele für die Laser-Analyse auswählen. Bisher wurden diese von der Erde aus anhand von Fotos ausgewählt. Die Wissenschaftler auf der Erde werden dadurch aber nicht ersetzt: Die neue Funktion soll vor allem dann zum Einsatz kommen, wenn die Nasa-Forscher anderweitig beschäftigt sind. Curiosity sendet auch nicht ständig Bilder, sondern am Ende seiner Wegstrecken. Bisher könnten wichtige Objekte auf Fahrten daher übersehen worden sein. Quelle: NASA
Curiosity: Mars hatte wahrscheinlich einst eine sauerstoffreiche Atmosphäre Quelle: dpa
Curiosity findet überraschendes Material Quelle: NASA/JPL-Caltech/MSSS
Mars-Mission Curiosity: Nasa stellt neues Forscherteam zusammen Quelle: NASA/JPL-Caltech/MSSS
Curiosity auf dem Sand-Selfie Quelle: dpa
Curiosity findet Hinweise auf Gewässer auf dem Mars Quelle: NASA
Curiosity Frau auf dem Mars Quelle: NASA
Mars Pyramiden Curiostiy Nasa Quelle: NASA
Marsrover findet Hinweise auf flüssiges Wasser Quelle: NASA/JPL-Caltech/MSSS
Mars weist Mineral-Adern auf Quelle: NASA/JPL-Caltech/MSSS
Curiosity macht Probebohrungen am "Telegraph Peak" Quelle: NASA/JPL-Caltech/MSSS
Curiosity macht ein Selfie auf dem Mars Quelle: NASA/JPL-Caltech/MSSS
Mars-Orbiter fotografiert Curiosity auf dem Mars Quelle: NASA
Curiosity arbeitet sich durch den Marsboden Quelle: NASA/JPL-Caltech/MSSS
Dezember 2014Curiosity hat am Mount Sharp Aufnahmen gemacht, die Forscher darauf schließen lassen, dass es einst Wasser auf dem Roten Planeten gab. In einer Illustration füllten sie Wasser in einen Krater, der sich durch herablaufendes Schneeschmelzwasser gebildet haben könnte. Vor mehr als drei Milliarden Jahren könnte es also Wasser auf dem Mars gegeben haben - und damit vielleicht auch Leben. Mitten in dem Krater steht nun Mount Sharp, der einst nur eine kleine Erhebung, gleich einer Insel, in dem Krater gewesen sein könnte. Darauf lassen Untersuchungen der Sedimentschichten schließen. Der Berg entstand über einen Zeitraum von Millionen von Jahren, in denen er sich in dem großen See Schicht um Schicht auftürmte. Bild: NASA/JPL-Caltech/ESA/DLR/FU Berlin/MSSS Quelle: Nasa

Zu den Pop-Songs von Abba mit dem Hightech-Auto durch rote Kraterlandschaften flitzen, Kartoffeln in der Weltraumstation ziehen und per Satellit nach Hause telefonieren – so oder so ähnlich wie im Film „Der Marsianer“, der derzeit in den Kinos brilliert, muss er aussehen, der Traum vom Leben auf dem Mars.

Bislang gehörten solche Szenarien ins Science-Fiction-Genre. Seit kurzer Zeit ist das anders. Denn nun beschäftigen sich auch Menschen mit der Kolonialisierung des Mars, die ausreichend Geld haben, um intergalaktische Phantasien in Realität zu verwandeln, allen voran die Tech-Milliardäre aus dem Silicon Valley.

Der Weg der Raumsonde New Horizons zum Pluto

Amazon-Chef Jeff Bezos legte nun einen wichtigen Schritt auf dem Weg dorthin zurück. Der 51-Jährige testete mit seinem Raumfahrtunternehmen Blue Origin in der Wüste von West-Texas erfolgreich den Flug einer wiederverwendbaren Trägerrakete.

Die Idee dahinter zeigt ein Video, das Blue Origin auf der Webseite veröffentlichte. Untermalt von schleppenden Gitarren-Riffs startete die Rakete namens „New Shepard“, benannt nach Alan Shepard, dem ersten Amerikaner im All, im Morgengrauen des Montags (Ortszeit), durcheilt die Luft und tritt in die Atmosphäre ein.

Elf Minuten nach dem Start landet sie wieder, in einem beeindruckenden Manöver, abgebremst vom eigenen Triebwerk. Die unbemannte Raumkapsel, in der Touristen irgendwann für vier Minuten ins All fliegen sollen, gleitet am Fallschirm zur Erde. Bezos, in verspiegelter Sonnenbrille und Cowboyhut, lässt den Champagnerkorken knallen.

Die schönsten Bilder aus dem Weltall
Das Magnetfeld der Sonne Quelle: NASA, SDO, AIA, LMSAL
Der Zwergplanet Ceres Quelle: dpa
Ceres ist ein gescheiterter Planet, der bei der Entstehung des Sonnensystems übriggeblieben ist. Quelle: dpa
EarthArt von Nasa-Astronaut Scott Kelly Quelle: Nasa
Der Mond von hinten Quelle: REUTERS
Nasa hat im Juli 2015 einen erdähnlichen Planeten entdeckt Quelle: AP
Die Erde voll im Blick Quelle: Nasa
Die Sonne in Ultraviolett Quelle: Nasa
Die Bahamas von der ISS Quelle: Screenshot
Pluto hat ein Herz Quelle: Nasa
Sonnenuntergang für Astronauten Quelle: Screenshot
Skurrile Mars-Landschaft Quelle: Nasa
Das Auge des Sturms Quelle: Nasa
Hubble zeigt ein Sternenmeer Quelle: Nasa/Esa

Seit die US-Regierung die Budgets staatlicher Raumfahrt-Programme zusammengestrichen hat und Cape Canaveral zunehmend verwaist, liefern sich die Milliardäre ein Rennen um private Weltraum-Abenteuer. Neben Bezos investiert auch Paypal-Gründer Elon Musk, Chef des Elektro-Autoherstellers Tesla, in die Idee. Der geborene Südafrikaner träumt von einer extra-terrestrischen Kolonie, in der 80.000 Menschen überleben sollen, falls die Erde nach nach einem Atomkrieg oder Meteoriteneinschlag unbewohnbar wird.

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